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Signalprozessierung und Heterogenität molekularer Signalprotein-Defekte in Tumoren

Viele Tumorerkrankungen sind bis heute nicht heilbar. Eine wesentliche Ursache hierfür ist die dramatische Diversität der molekularen Defekte in Krebszellen, die praktisch jede Erkrankung einzigartig macht. Wir untersuchen mit Hilfe neuester Methoden der Chemoproteomik und der Zellbiologie die Kinome von Tumorzellen, da Kinasen als Zielproteine neuer Krebsmedikamente für die Pharmaindustrie sehr attraktiv sind. Daneben erforschen wir die komplizierten Signalverarbeitungsprozesse innerhalb von Multi-Protein-Komplexen, die auf unstrukturierten Plattformproteinen aufgebaut sind. Wir haben kürzlich eine völlig neue Hypothese zur Funktionsweise dieser intrazellulären ‘Nanocomputer’ entwickelt, die international starke Beachtung gefunden hat. Hieraus ergeben sich auch Ansatzpunkte für das Design neuartiger Inhibitormoleküle, die zur Entwicklung von neuartigen Krebsmedikamenten führen könnten.

 

 

Vereinfachtes Model der Signalprozessierung in Gab1 Proteinkomplexen (Lewitzky et al. 2012, FEBS Lett 586, 2740)

Plattenepithelkarzinomzelle in Teilung mittels konfokalem Mikroskop dargestellt

Kristallstruktur eines Trimers der katalytische Domäne der Helicobacter pylori HtrA Protease