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Drittmittelprojekt "Interdisziplinärer Arbeitskreis Ethik der Medizin in Polen und Deutschland"

Interdisziplinärer Arbeitskreis Ethik der Medizin in Polen und Deutschland

Die ethischen Diskussionen im Bereich der Medizin sind in Polen und Deutschland nach 1945 inhaltlich und formal in sehr unterschiedlicher Weise geführt worden, so dass bei der seit 1989 erweiterten Dialogmöglichkeit von entsprechend differenten Voraussetzungen auszugehen ist. Vor diesem Hintergrund ist es eine besondere Aufgabe des Projekts „Interdisziplinärer Arbeitskreis Ethik der Medizin in Polen und Deutschland“, die in der Zeit der Ost-West-Konfrontation entstandenen Ausgangsbedingungen, die den medizinethischen Diskurs in und zwischen den beiden Ländern bis in die Gegenwart bestimmen, zu sichten und zu reflektieren. Dabei soll die Erörterung der Voraussetzungen, unter denen die Wiederaufnahme der ethischen Diskussion nach 1989 steht zu systematischen und vergleichenden Untersuchungen führen, in denen die unterschiedlichen Entwicklungen der ethischen Diskussion im Bereich der Medizin in Polen und Deutschland dargestellt werden. Diese Aufgabe gilt es, in dieser ersten Phase der Projektförderung mit Hilfe von zwei Tagungen zu realisieren. Dabei stellen Bezüge zu historischen als auch gegenwärtigen Diskussionen in den zu untersuchenden Ländern ein übergeordnetes Ziel dar, um neueste Forschungsansätze und ihre Genese diskutieren zu können. Das Projekt wird durch die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS) gefördert.

Projektleitung: Prof. Dr. Florian Steger
Mitarbeiter: Dr. Maximilian Schochow, Manuel Willer
Laufzeit: 2012 - 2016

Link zur Homepage des Arbeitskreises


Ankündigung:

Tagung: "Antoni Kępiński (1918–1972). Philosophie und Psychiatrie" des Arbeitskreises für Ethik der Medizin in Polen und Deutschland

29. bis 31. Juli 2015; Łódź

Der Interdisziplinäre Arbeitskreis für Ethik der Medizin in Polen und Deutschland lädt herzlich nach Łódź ein, wo wir uns dieses Mal vom 29. bis zum 31. Juli 2015 treffen werden. Es ist dies die vierte Zusammenkunft nach Tagungen im Herbst 2012 in Halle (Saale), Sommer 2013 in Frankfurt (Oder) und Sommer 2014 in Łódź. Im Rahmen der diesjährigen Tagung wird das Werk des polnischen Psychiaters Antoni Kępiński (1918–1972) im Zentrum unserer Beschäftigung stehen. Kępińskis Forschungen zum KZ-Syndrom und seine Theorie des Informationsmetabolismus sind nicht nur historisch von Bedeutung, sondern ermöglichen neue Impulse in der Diskussion um die ethischen Fragen in der Psychiatrie. Hierzu wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen und Deutschland eingeladen, um gemeinsam einen grenzüberschreitenden Dialog zu ethischen und philosophischen Fragen in Bezug auf die psychiatrischen Theorien und Modelle Kępińskis zu führen. Weitere Informationen finden sie unter http://blogs.urz.uni-halle.de/medizinethik/termine.

Das Programm finden Sie auf der Homepage des Arbeitskreises

in Deutsch unter: https://blogs.urz.uni-halle.de/medizinethik/files/2015/07/Programm_Tagung_Kepinski_Lodz.pdf

und in Englisch unter: https://blogs.urz.uni-halle.de/medizinethik/files/2015/07/Programm_conference_Kepinski_Lodz_english.pdf

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Tagung: "Vorgeburtliche Medizin" des Arbeitskreises für Ethik der Medizin in Polen und Deutschland 

21. bis 23. Juli 2014; Universität Łódź

Der Arbeitskreis für Ethik der Medizin in Polen und Deutschland trifft sich nach seinen bisherigen Veranstaltungen im Herbst 2012 in Halle an der Saale und im Sommer 2013 in Frankfurt an der Oder in diesem Jahr bereits zum dritten Mal. Im Zeitraum vom 21.7. bis zum 23.7.2014 lädt der Arbeitskreis nach Łódź, an das Institut für Recht und Verwaltung der Universität Łódź ein, um dort ethische und rechtliche Aspekte vorgeburtlicher Medizin in interdisziplinärer Perspektive zu diskutieren. Einen ersten Schwerpunkt bilden dabei Fragen des technisch Machbaren und ethisch Vertretbaren hinsichtlich vorgeburtlicher Medizin. Dazu gehören Fragen nach den ethischen Legitimationen von medizinischen Entscheidungen ebenso wie die Reflexion der rechtlichen Rahmenbedingungen vorgeburtlicher Medizin. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Reproduktionsmedizin. Hier sollen am Beispiel des Konzepts der verantwortlichen Elternschaft nach Veränderung in der familiären Struktur und den Ansprüchen und  Hoffnungen an die Reproduktionsmedizin diskutiert werden. Zu beiden Schwerpunkten haben wir Praktiker und Theoretiker aus Polen und Deutschland eingeladen, um gemeinsam einen grenzüberschreitenden Dialog zu medizinethischen Fragen zu führen. 

Weitere Informationen finden Sie unter http://blogs.urz.uni-halle.de/medizinethik/.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier
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Direktorat

Kommissarische Leitung

PD Dr. Maike Rotzoll

Email:
geschichte.ethik(at)uk-halle.de

Hausanschrift

Martin-Luther-Universität 
Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Magdeburger Straße 8
06112 Halle (Saale) 

Sekretariat

Nicole Adam
Tel.: +49 (0)345 557-35 50
Fax: +49 (0)345 557-35 57
Email:
geschichte.ethik(at)uk-halle.de 

Nadine Wäldchen
Tel.: +49 (0)345 557-35 62
Fax: +49 (0)345 557-35 57
Email:
geschichte.ethik(at)uk-halle.de