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Klinik für Nuklearmedizin

Nuklearmedizin 

Die universitäre Hallenser Nuklearmedizin als „Querschnittsfach“ versteht sich als interdisziplinäres Fachgebiet, welches sowohl als diagnostischer Dienstleister mit moderner Hybridbildgebung (wie bspw. PET/CT; SPECT/CT) wichtige Beiträge zur Diagnosefindung anbietet, aber auch als enger Behandlungspartner durch zielgerichtete, molekulare Radiotherapien auftritt und fest in den interdisziplinären Tumorkonferenzen eingebunden ist.

 

Der diagnostische Fokus der Nuklearmedizin des UKH liegt in der Darstellung von pathologischen Stoffwechselvorgängen und deren morphologischen Veränderungen mittels Hybridbildgebung im PET/CT und SPECT/CT. Hierzu werden verschiedene Radiotracer, die teils in der neuen und modernen Standards (GMP) genügenden, eigenen Radiochemie hergestellt werden. So können mit hoher Genauigkeit beispielsweise maligne Tumoren oder entzündliche Prozesse dargestellt werden. Hierzu stehen der Nuklearmedizin u.a. ein 64-zeiliger PET/CT-Scanner und ein Flatpanel-SPECT/CT im Funktionsgebäude 16 Etage 01 zur Verfügung. Die meisten dieser Leistungen werden sowohl in der Klinik als auch ambulant über das MVZ erbracht.

 

Therapeutisch leistet die Nuklearmedizin Bekanntes und Bewährtes wie beispielsweise die RadioIodtherapie bei benignen und malignen Schilddrüsenerkrankungen oder die Radiosynoviorthese (RSO) bei entzündlichen Gelenkprozessen aber auch zunehmend zukunftsweisende neue, auf spezielle Rezeptoren gerichtete Verfahren wie die Peptidradiorezeptortherapie (PRRT) bei neuroendokrinen Tumoren, der selektiven internen Radiotherapie (SIRT) bei Lebertumoren aber auch die 177Lu-PSMA-Therapie bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom. Hierfür stehen 12 Betten in einer speziellen, auf die  Anforderungen des Strahlenschutzes abgestimmten Station zur Verfügung.

 

Die Nuklearmedizin ist an verschiedenen interdisziplinären nationalen und internationalen klinischen Forschungsprojekten beteiligt und ist mit den Kollegen des Institutes für Physiologie der medizinischen Fakultät (Prof. Thews) und der AG Pharmazeutische Technologie des Institutes für Pharmazie der Naturwissenschaftlichen Fakultät I der MLU (Prof. Mäder) in einer präklinischen Arbeitsgruppe verbunden, welche sich mit der Entwicklung neuer Radiotracer und der Darstellung und Beeinflussung verschiedener Stoffwechselprozesse befasst.  

 

Für die Bewältigung dieser vielfältigen Herausforderungen arbeiten spezialisierte Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachrichtungen (Nuklearmedizin, Radiologie, Chemie, Biologie, Physik, Pflegekräfte)  in einem eng vernetzten Team zusammen.

 

Leitung:

Dr. med. Andreas Odparlik


Oberarzt:

Dr. med. Andreas Hering

 

Kontakt:

Sekretariat

Frau L. Lange

Tel.: (0345) 557 - 3463  

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