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Knochen- und Weichteilsarkome

Sarkome des Knochens und der Weichteile sind relativ seltene maligne Tumoren mesenchymalen Ursprungs. Während sie im Kindes- und Jugendalter mit 5-7% aller Krebserkrankungen relativ häufig vorkommen beträgt die Inzidenz im Erwachsenenalter 2-3 Neuerkrankungen  / 100.000 und Jahr. Weichteilsarkome kommen überwiegend im Bereich der Extremitäten (Beine häufiger als Arme) vor, 1/3 sind jedoch auch Rumpfsarkome, überwiegend im Retroperitonealraum lokalisiert. Histologisch werden über 20 Gruppen von Weichteilsarkomen unterschieden. Von den Sarkomen des Knochens erlangen das Osteosarkom, das Ewingsarkom sowie das Chondrosarkom, welches aus Knorpelgewebe entsteht, die größte Bedeutung. Die Diagnostik umfasst neben der histologischen Sicherung, die überwiegend durch Experten der Fachrichtungen Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie der Allgemein- und Visceralchirurgie erfolgt, die sogenannte Ausbreitungsdiagnostik (Schnittbildgebung ggf. in Kombination mit FDG-PET bzw. Skelettszintigraphie) zur Stadienfestlegung. Während lokalisierte, nicht metastasierte Weichteilsarkome überwiegend Orthopädisch-Chirurgisch behandelt werden, besteht für die metastasierte Situation meist die Indikation zu einer systemischen Chemotherapie (Doxorubicin, Ifosfamid, Dacarbazin, Gemcitabin, Docetaxel) sowie auch zur Therapie mit innovativen Substanzen wie Trabectedin und Pazopanib. Bei Osteosarkomen stellen die präoperative und die postoperative Therapie wichtige Säulen des kurativen Gesamttherapiekonzeptes dar.

An der KIM IV wird in enger Kooperation mit den Universitätskliniken für Orthopädie und Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Allgemein-, Viszeral und Gefäßchirurgie, für Diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin sowie auch der Radioonkologie ein breites Spektrum der Diagnostik und Therapie von Sarkomen des Knochens und der Weichteile angeboten. Im Rahmen von innovativen Studienkonzepten können frühzeitig vielversprechende neue Medikamente eingesetzt werden. In unserer Spezialsprechstunde werden Patienten individuell und umfassend beraten und die entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Schritte koordiniert und durchgeführt. 

Kontakt

PD Dr. med. Lutz P. Müller
Komm. Direktor
 

Universitätsklinikum Halle
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)

Telefon:(0345) 557 2924
Telefax:(0345) 557 2950
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