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AG Stammzellbiologie und Krebsstammzellen

Frau Dr. Marina Scheller beschäftigt sich mit den molekularen und zellulären Grundlagen der Stammzellbiologie des blutbildenenden Systems, und dem Zusammenhang zwischen Stammzell-Eigenschaften und der Krebs-Entstehung. Das wesentliche Interesse liegt auf der Entschlüsselung von Signalwegen der Selbsterneuerung und Differenzierung, welche die normale und bösartige Hämatopoese regulieren.
Hämatopoetische Stammzellen (HSZ) besitzen die einzigartige Fähigkeit zur lebenslangen Selbsterneuerung sowie zur Differenzierung in alle Blutzellen. HSZ sind die einzigen adulten Stammzellen, die routinemäßig in der Klinik für die Regeneration von erkranktem Blut-Gewebe verwendet werden. Heute sind wir in der Lage, HSZ mit einer sehr hohen Reinheit zu isolieren. Trotz der genauen Charakterisierung des HSZ-Phänotyps, sind die Mechanismen, die für Instandhaltung, Differenzierung und Selbsterneuerung adulter HSZ notwendig sind, noch nicht genau entschlüsselt.
 

Im Laufe der letzten Jahren hat sich herausgestellt, das sogenannte Krebs-Stammzellen (KSZ) eine treibende Kraft der Tumor-Masse sind. Die genetischen Mutationen in Stammzellen selbst oder in ihren Vorläuferzellen sind meistens die Ursache der Krebs- Entstehung. In vielerlei Hinsicht teilen KSZ normale HSZ Eigenschaften und besitzen eine unbegrenzte Selbsterneuerungskapazität. Sie sind für die Initiierung und Progression des Krebses verantwortlich. Krebsstammzellen sind wesentlich widerstandsfähiger als Zellen der Tumormasse und oft resistent gegenüber der Chemotherapie. Es wird angenommen, dass Krebsstammzellen für den Rückfall der Krebserkrankung verantwortlich sind. Die gezielte Eliminierung von Krebsstammzellen könnte also schließlich zur Beseitigung des Tumors führen. Diesbezüglich ist es langfristig von großem Interesse, die grundlegenden Paradigmen zwischen HSZ- und KZS-Funktionen zu verstehen um bessere therapeutische Ansätze zu entwickeln. Um uns auf die funktionelle Charakterisierung von normalen und Krebsstammzellen zu konzentrieren, nutzen wir verschiedene genetische Mausmodelle sowie genomische, molekulare und zelluläre Methoden. Außerdem erweitern wir unsere Arbeit mit primären Patientenproben für Proof-of-Principle-Studien, um neuartige Therapien zur gezielten Krebsbekämpfung in klinischen Einrichtungen zu entwickeln. 

 

 

 

Kontakt

Dr. Marina Scheller

Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale) 

Landeszentrum für Zell- und Gentherapie (LZG), FG 07, E02

Telefon: (0345) 557 2856 (Büro)
Telefax: (0345) 557 7279 

E-Mail: marina.scheller(at)uk-halle.de