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Fachweiterbildung "Notfallpflege" (DGINA)

Notaufnahmen sind eine innerklinische Anlaufstelle für alle ungeplant eintreffenden Patienten. Die absolute Heterogenität bezüglich des Patientenklientel und Krankheitsspektrums stellen das dort arbeitende Personal vor eine enorme Herausforderung. Die Mitarbeiter müssen oft unter Zeitdruck nicht nur auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen können, sondern auch in der Lage sein, die besonderen Belastungen des Patienten wahrzunehmen und in situationsgerechtes und empathisches Handeln umzusetzen. 

In der gegenwärtigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (KrPflAPrV, 2003) gibt es zwar Lernfeldabschnitte deren Inhalt Bezug zum Arbeitsbereich Notfallzentrum haben, jedoch reicht diese theoretische Auseinandersetzung nicht aus, um kompetent und sicher in diesem Handlungsfeld arbeiten zu können. Es sind über die Grundausbildung hinaus umfassende Spezialisierungen von Nöten. 

Um die Professionalisierung des Pflegepersonals zu forcieren hat die Arbeitsgruppe Pflege der DGINA ein Curriculum für eine Fachweiterbildung Notfallpflege entwickelt. 

http://www.dgina.de/media/download_gallery/DGINA-Empfehlung_Notfallpflege.pdf 

Im Vergleich zu stationären Versorgungsbereichen sind Zentrale Notaufnahmen gekennzeichnet durch ein heterogenes Patientenklientel und einer ausgeprägten Komplexität an Krankheiten. Die Mitarbeiter müssen, oft unter Zeitdruck, auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen können und in der Lage sein, die besonderen Belastungen des Patienten wahrzunehmen und in situationsgerechtes und empathisches Handeln umzusetzen.

Ziele:

Die Teilnehmer der Weiterbildung werden befähigt:

  • unter Zeitdruck die pflegerischen Interventionen sicher durchzuführen (sicherer Umgang mit Technik)
  • Pflegetherapeutische Maßnahmen Symptombezogen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren
  • qualitätssichernd die Pflege im therapeutischen Team zu organisieren und in Berufsübergreifen der Kooperation zu realisieren,
  • die Belastungen der Patienten und der Angehörigen wahrzunehmen
  • sie bei der Situationsbewältigung zu unterstützen und kommunikativ einzuwirken,
  • für sich selbst Verantwortung zu tragen und Bewältigungsstrategien zu vertiefen.

 Struktur:

  • Theorie: 720 Stunden modularer Unterricht
  • Praxis: 1800 Stunden praktischer Einsatz in verschiedenen Notaufnahmen, im Rettungsdienst, und in weiteren Funktionsbereichen    
    • obligatorische Einsatzgebiete:
      • mind. 750 Stunden in einer Notaufnahme (mind. 300 in einer Zentralen Notaufnahme)
      • mind. 150 Stunden im Rettungsdienst (boden- und/oder luftgebunden)
      • mind. 300 Stunden in einer externen Notaufnahme
    • Optionale Einsatzgebiete:
      • 600 Stunden in mind. drei Funktionsbereiche, die Schnittstelle der Notaufnahme sind (bspw. Herzkatheter, OP, Anästhesie, Intensivstation)

Wahlmodul (Kosten zzgl.)

  • Kinästhetik (Basiskurs)
  • Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung Praxisanleitung

Pflichtmodul (Kosten zzgl.): 

  • ATCN-Kurs (Advanced Trauma Care for Nurses ist ein standardisiertes Versorgungskonzept für polytraumatisierte Patienten.)

Inhalt:

Die Fachweiterbildung wird auf Grundlage der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) durchgeführt. Folgende Themenfelder und Lernbereiche werden dementsprechend analog der bestehenden Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie übernommen und gelehrt: 

  • allgemeine Grundlagen im Intensiv- und Anästhesiebereich
  • Vermittlung von Fachkenntnissen im kommunikativen und psychologischen Bereich
  • Vermittlung von Fachkenntnissen im rechtskundlichen, institutionellen und pflegewissenschaftlichen Bereich

Die Fachweiterbildung Notfallpflege ist derzeit in der Überführung in das modularisierte System nach DKG (2015) und wird in Kürze hier aktualisiert veröffentlicht.

Präsenzzeiten 2017-2019

Präsenztage_NP_Modular_2017_2019.pdf

Leitung der Weiterbildung

pädagogische Leitung der Weiterbildung:


Annett Stephan
annett.stephan(at)uk-halle.de
Fachbereichsleitung der Fort- und Weiterbildung

Ärztlicher Bereich:

 
Mathias Rudzki
mathias.rudzki(at)uk-halle.de

Pflegerischer Bereich:


Sandra Köhler
sandra.koehler(at)uk-halle.de 
Koordinatorin für die Notfallpflege (DKG)
Fachschwester für Intensivpflege und Anästhesie

 

Das UKH beteiligt sich an der Möglichkeit einer zentralen Erfassung beruflich Pflegender bei einer unabhängigen Registrierungsstelle und ist unter der Identnummer 20131001 anerkannt. Bitte geben Sie diese an, wenn Sie sich an der freiwilligen Reistreirung beteiligen wollen.

Für die Teilnahme an der Fachweiterbildung Notfallpflege werden aktuell 40 Punkte durch die Registrierungsstelle vergeben.