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Verbesserung der Lebensqualität und sozialer Teilhabe von Personen mit Gelenkkontrakturen in Pflegeheimen: Entwicklung und Pilotierung einer multifaktoriellen Intervention

Kurztitel

Zeitraum

  • Mai 2014 bis November 2016

Leitung

Mitarbeiterinnen

Partner

  • Ludwig-Maximilians-Universität München

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (Fkz.: 01GY1327B)

 

Mehr Details finden Sie hier: JOINTCON-IMPROVE

 

Hintergrund und Fragestellung

 

Die freie Beweglichkeit der Extremitäten ist eine Voraussetzung für Mobilität und Autonomie im Alter. Gelenkkontrakturen sind Einschränkungen der vollen Beweglichkeit eines Gelenks aufgrund von Fehlbildung, Inaktivität und Schmerzen. Sie stellen häufige Probleme von gebrechlichen älteren Menschen und insbesondere von Bewohnern von Pflegeeinrichtungen da. Trotz ihrer weitreichenden Konsequenzen sind Gelenkkontrakturen sowohl im stationären Setting als auch in der häuslichen Pflege bislang nur wenig untersucht. Vor allem über den Einfluss von Gelenkkontrakturen auf das Wohlbefinden, die Aktivitäten und die soziale Teilhabe älterer Menschen ist wenig bekannt. Da diese Aspekte für die Betroffenen jedoch von besonderer Bedeutung sind, sollten präventive, therapeutische und rehabilitative Interventionen vor allem die kontrakturbedingten Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten und der Teilhabe fokussieren. Interventionen, die lediglich auf die Funktionsverbesserung einzelner Gelenke abzielen, wie Stretching, passive Bewegung oder Lagerung, zeigten bisher nur geringe Effekte. 

 

Ziel

 

Ziel der Studie ist es, eine multifaktorielle Intervention zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit, insbesondere der sozialen Teilhabe (Partizipation) und Lebensqualität, von älteren Menschen mit Gelenkkontrakturen in Pflegeheimen zu entwickeln und anschließend in einer Pilotstudie hinsichtlich Wirksamkeit und Machbarkeit zu testen.

 

Methoden

 

Um dieses Ziel zu erreichen, folgt die Studie dem Framework des UK Medical Research Council zur Entwicklung und Evaluation komplexer Interventionen:

Schritt 1: Identifikation von Interventionszielen

Zur Identifikation der Interventionsziele wird ein grafisches Modell erstellt, welches Zusammenhänge und komplexe Interaktionen zwischen einzelnen Variablen herausstellen soll. Die anhand der grafischen Modellierung identifizierten Interventionsziele werden in einem Experten-Delphi-Survey validiert, ggf. ergänzt und einer Priorisierung unterzogen. Um auch die Patientenperspektive zu berücksichtigen, werden die Ergebnisse des Experten-Surveys anschließend in einer Fokusgruppe mit Patienten und ihren Angehörigen diskutiert.

Schritt 2: Identifikation und Entwicklung der Interventionskomponenten

Eine systematische Literaturrecherche soll Interventionen, die die im Schritt 1 identifizierten Ziele adressieren, aufzeigen. Die Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche werden nationalen und internationalen Experten vorgelegt, um daraus gemeinsam die potentiellen Interventionsbestandteile zusammenzustellen. Im Anschluss daran wird eine multifaktorielle Intervention zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit, insbesondere der sozialen Teilhabe (Partizipation) und Lebensqualität, von älteren Menschen mit Gelenkkontrakturen in Pflegeheimen entwickelt.

Schritt 3: Pilotierung der komplexen Intervention 

In einer Pilotstudie wird die entwickelte Intervention auf ihre Machbarkeit geprüft. Durch die Anwendung entsprechender Ergebnisparameter soll die Schätzung von Effektmaßen für die anschließend geplante Cluster-randomisierte kontrollierte Studie ermöglicht werden.

 

Stichworte

 

Gelenkkontraktur, Pflegeheim, Aktivität und Partizipation


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