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Gemeinsam mit Prüfer der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg werden seit 2014 Kenntnisprüfungen für Nicht-EU-Ausländer, die eine Approbation in Sachsen-Anhalt beantragen wollen durchgeführt. 

Die Approbation und die Zulassung zur Prüfung erfolgt über das Landesprüfungsamt Medizin: 

www.lvwa.sachsen-anhalt.de

 

Im Folgenden ist kurz der Ablauf der mündlich–praktischen Kenntnisprüfung an der MLU Halle im SkillsLab beschrieben.

Vor Beginn der eigentlichen Prüfung werden Sie ein Anamnesegespräch mit einem Schauspielpatienten/einer Schauspielpatientin führen. Für dieses Gespräch haben Sie 30 Minuten Zeit, die Sie auch bei einer offensichtlichen Notfallsituation nutzen dürfen. Dafür liegt Ihnen ein Standardanamnesebogen vor, der von Ihnen genutzt werden kann, aber nicht muss. Eine körperliche Untersuchung ist zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehen!

Nach Ende des Gesprächs füllen Sie bitte einen zweiseitigen Anforderungsbogen (Labor, ggf. Röntgen etc.) aus und geben diesen dem anwesenden Prüfer. Für das Ausfüllen haben Sie 10 Minuten Zeit. 

Im Anschluss erhalten Sie die Akte des Patienten, der Sie weitere Informationen (z.B. Laborbefund) entnehmen können.

Für das Anfertigen des Anamnesebogens, der neben einer Anamnese auch die Diagnose(n), Prognose, einen Behandlungs-/Therapieplan sowie eine Epikrise enthalten soll, stehen Ihnen weitere 45 Minuten im Anschluss an das Gespräch und das Ausfüllen des Laborzettels zur Verfügung. Nutzen Sie zur Dokumentation den Ihnen vorliegenden Patientenbericht., der von Ihnen nach Fertigstellung auf der ersten Seite zu unterschreiben ist. Dabei stehen Ihnen als Hilfsmittel ausschließlich die ausliegenden Bücher (Rote Liste, Pschyrembel) zur Verfügung. Eine Nutzung weiterer Ressourcen (Internet, Telefonate, Chats, weitere Bücher, etc.) ist nicht erlaubt. 

Die eigentliche Prüfung findet im Anschluss als Gruppenprüfung statt, bei der Vorstellung und körperlichen Untersuchung der Schauspielpatienten ist allerdings nur ein Prüfling gleichzeitig im Raum. Ferner müssen Sie einen Patienten über eine der in Anhang 1 aufgeführten Operationen oder diagnostische Maßnahmen aufklären (hier entscheidet das Los) 

Neben Untersuchungstechniken werden Sie auch in Ihren Fertigkeiten geprüft ein EKG und ein Röntgenbild zu befunden. Im weiteren Verlauf werden Sie anhand von Fallvignetten auf Ihr theoretisches Wissen geprüft. Am Prüfungsende erfolgt eine praktische Prüfung. Eine Liste mit den praktischen Prüfungsthemen finden Sie im Anhang. Bitte beachten Sie dabei das Gültigkeitsdatum der Liste, da die Prüfungsthemen variieren. Die Liste bezieht sich ausschließlich auf die praktischen Prüfungsthemen, EKG, Röntgenthoraxbefundung und gängige Techniken der körperlichen Untersuchung werden dabei nicht explizit aufgeführt!. (auch hier entscheidet das Los über das genaue Thema)

Für die Prüfung wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

 

Anhang 1 Aufklärungsthemen: 

                                  

 

Aufklärung

 
 

Thema

 
 

1

 
 

Diagnostische Koloskopie

 
 

2

 
 

Diagnostische Gastroskopie

 
 

3

 
 

Appendektomie (offen)

 
 

4

 
 

Operation einer Oberarmschaftfraktur

 
 

5

 
 

Cholezystektomie

 
 

6

 
 

Operation einer pertrochantären Fraktur

 
 

7

 
 

CT-Untersuchung des Abdomens mit Kontrastmittel

 

(gültig bis 30.06.2017)

 

Anhang 2 praktische Prüfungsthemen: 

                                              

 

Fertigkeit

 
 

Thema

 
 

1

 
 

BLS (Basic-Life-Support)

 
 

2

 
 

Venöse Blutentnahme

 
 

3

 
 

Venenverweilkanüle

 
 

4

 
 

Blasenkatheteranlage

 
 

5

 
 

Portkatheterkammerpunktion

 
 

6

 
 

Bed-Side-Test (Blutkonserve)

 
 

7

 
 

Impfen

 
 

8

 
 

Rezeptieren

 
 

9

 
 

Steriles Ankleiden

 
 

10

 
 

Intubation

 

 

(gültig bis 30.06.2017)