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Rechtliche Grundlagen der Palliativversorgung

Der Rechtsanspruch auf Leistung der SAPV besteht auf der Grundlage des §37b, SGB V. Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, wenn ihre Krankheit nicht heilbar, fortschreitend bzw. weit fortgeschritten und lebensverkürzend verläuft und eine besonders aufwändige Versorgung notwendig ist. 

International Kriterien für den Anspruch auf eine SAPV im Kindes und Jugendalter (Association for Children with Life-threatening or Terminal Conditions and their Families

  • Kategorie 1 - palliativmedizinische Behandlung bei Versagen einer prinzipiell möglichen kurativen Therapie (d.h. Krebserkrankungen, Organversagen von Herz, Niere, Leber etc.)
  • Kategorie 2 - Erkrankungen, bei denen ein frühzeitiger Tod unvermeidlich ist; eine Lebensverlängerung ist durch intensive Supportivtherapie jedoch möglich (z.B. zystische Fibrose, Muskeldystrophie Duchenne)
  • Kategorie 3 - progressive Erkrankungen teilweise über Jahre; ausschließlich Palliativversorgung (z.B. Stoffwechselerkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen)
  • Kategorie 4 - Störungen ohne Progredienz mit Anfälligkeit gegenüber Komplikationen mit nachfolgend krisenhaftem Verlauf über Jahre (z.B. schwere Zerebralparese, Mehrfachbehinderungen des Gehirns oder Rückenmarks)

Die Krankenkassen übernehmen nach Prüfung des Anspruches die Finanzierung der SAPV. Hierzu ist eine Verordnung (Muster 63) notwendig, welche von Ihrem niedergelassenen Kinderarzt ausgestellt wird.