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Blasenkarzinom

Mit gut 28.500 Neuerkrankungen pro Jahr zählt das Harnblasenkarzinom in Deutschland zu einem der häufigsten bösartigen urologischen Tumoren. Diese Zahl setzte sich für 2010 zusammen aus 15.500 Fällen invasiver Blasentumoren und mehr als 13.000 Fällen nicht-invasiver kapillärer Karzinome und in situ Tumoren (Quelle: Robert Koch-Institut). Insgesamt machen Harnblasentumoren etwa sechs Prozent aller Krebserkrankungen aus. Mit mehr als 70 Prozent aller Fälle sind Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Das Alter der Erstdiagnose für Blasenkrebs liegt mit deutlich über 70 Jahren relativ hoch.

Es wird beim Blasenkrebs zwischen zwei Formen unterschieden: der nicht-invasive oberflächliche Tumor, der sich nur auf die Schleimhaut der Harnblase beschränkt, und der invasive Tumor, der die Harnblasenwand durchdringt. In unserer Spezialsprechstunde setzen wir zur Diagnose wesentlich auf die Harnblasenspiegelung (starre oder flexible Zystoskopie) samt Entnahme einer Gewebeprobe aus der Blase. Auch ein Test mittels Urinanalyse ist möglich. 

Beim oberflächlichen, nicht-muskelinvasiven Harnblasentumor ist die transurethrale Blasenresektion (TUR-B) die primäre Therapieoption. Der Tumor wird durch die Harnröhre mit Hilfe einer Elektroschlinge entfernt. Gegebenenfalls erfolgt eine lokale Instillationstherapie (Mitomycin, BCG). Beim infiltrativ wachsenden Harnblasentumor ist in der Regel die Entfernung der Blase erforderlich. Eine radikale Zystektomie geht einher mit der Schaffung einer Ersatzblase (Ileum-Neoblase, Ileum Conduit, Pouch). Auch konservative Behandlungsmethoden wie Chemotherapie oder externe Bestrahlung finden in unserer Klinik Anwendung.

Spezialsprechstunde

OA Dr. med. Karl Weigand
Tel. 0345-557-1351 

Dr. med. Tom Schaarschmidt
Tel. 0345-557-3124

mittwochs ab 10.00 Uhr

Terminvereinbarung:
Tel. 0345-557-1862