Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Steinleiden

Mit der Volkskrankheit Steinleiden wird in den westlichen Industriestaaten inzwischen jeder 10. im Laufe seines Lebens mindestens einmal direkt konfrontiert. Männer sind dabei viermal häufiger betroffen als Frauen. Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen. Entsprechend ihrer Lage werden sie Nierensteine, Harnleitersteine oder Blasensteine genannt.  

Während Nieren- und Harnleitersteine häufig aufgrund ungünstiger Ernährungs- und Lebensgewohnheiten oder bei Stoffwechselstörungen auftreten, entstehen Blasensteine meist infolge von Blasenentleerungsstörungen, zum Beispiel bei einer vergrößerten Prostata. Entsprechend können Steine von sehr verschiedenen chemischen Zusammensetzungen sein, wobei Calcium-Oxalatsteine am häufigsten vorkommen. Zwar geht ein Großteil meist kleinerer Harnsteine - teils unbemerkt, teils unter starken Schmerzen - von selbst mit dem Urin ab, aber mehr als ein Drittel der Betroffenen benötigt klinische Hilfe.

Harnsteine können plötzliche starke Schmerzschübe, sogenannte Koliken, auslösen, die sich von der Flanke des Körpers bis in den unteren Bauch ziehen. Allerdings treten solche Beschwerden nicht zwangsläufig auf, sondern in Abhängigkeit von Größe, Lage und Bewegung der Steine. So verursachen Steine in der Niere meist noch keine Schmerzen. Erst, wenn sie in den Harnleiter gelangen und dort den Harnabfluss blockieren, kommt es zu den scherzhaften Nierenkoliken, die immer urologisch abgeklärt werden sollten. Weitere Symptome, die auf Harnsteine hindeuten, sind Blutbeimengungen im Urin und wiederholte Harnwegsinfekte. Entsprechend umfasst die Diagnostik neben der körperlichen Untersuchung, der Sonografie von Nieren und Blase oder radiologische Verfahren auch die Untersuchung des Urins.

Für Steine, die nicht spontan abgangsfähig oder konservativ behandelbar sind,  steht in unserer Klinik das gesamte Spektrum nicht- oder minimal-invasiver Therapieoptionen zur Verfügung. Dies reicht von der Zertrümmerung der Steine durch Schallwellen (ESWL) oder Laser bis hin zu endoskopischen Verfahren der Schlüssellochchirurgie (URS). 

Vor allem gilt es, das abermalige Auftreten von Steinen zu verhindern: Jedoch kommt es in bis zur Hälfte aller Fälle zu einem Rezidiv.

  

Poliklinik

Allgemeine Sprechzeiten:
montags bis donnerstags
jeweils 7.00 – 16.00 Uhr,
freitags 7.00 – 13.30 Uhr

Terminvereinbarung
Poliklinik:

Tel. 0345-557-1862

Hier als Download:
Patienten-Info der DGU:
"Was tun gegen Harnsteine?"