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ESWL

Die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) ist ein gut verträgliches Therapieverfahren zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen. Das Prinzip: Durch energiereiche Schallwellen werden die Steine zertrümmert. Außerhalb des Körpers werden die Schallwellen erzeugt und von dort per bildgebender Röntgen- oder Ultraschallortung gebündelt und zielgenau auf den Stein im Körper gerichtet.

Während die Schallwellenstöße ohne Widerstand durch das weiche Körpergewebe dringen, brechen sie am Stein und erzeugen an ihm dabei verschiedene Kräfte, die ihn - abhängig von seiner Größe und chemischen Zusammensetzung - alsbald zerbröckeln lassen. Seine Bruchstücke werden später auf natürlichem Wege mit dem Urin ausgeschieden.

Die Risiken der ESWL sind extrem gering. Lediglich, wenn ein zu großes Bruchstück des Steins beim natürlichen Abgang in der Harnröhre stecken bleibt, kann eine Kolik ausgelöst werden. Eine Vollnarkose ist bei diesem komplikationsarmen Verfahren nicht notwendig, allenfalls wird ein leichtes Mittel zur Beruhigung verabreicht, um bei der Behandlung entspannt zu sein. Die Behandlung dauert bei uns je nach Größe und Lokalisation des Steins etwa eine Stunde. Bei großen Steinen können mehrere ESWL-Behandlungen bis zur völligen Steinfreiheit erforderlich sein. In Abhängigkeit der Größe des Steines, der Lage sowie von patienteneigenen Risikofaktoren lässt sich diese Therapie sowohl ambulant als auch stationär durchführen.