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E.M.D.A.

Das Kürzel E.M.D.A steht für „Elektro Motive Drug Administration“ und bezeichnet eine etablierte Behandlungsform, bei der flüssige Medikamente mit Hilfe eines schwachen elektrischen Feldes gezielt in tiefere Schichten der Harnblasenwand transportiert werden. Bei dieser Sonderform der Instillationstherapie wirken die Prinzipien von Ionto- und Elektrophorese zusammen. Wir setzen das minimal-invasive E.M.D.A.-Verfahren beispielsweise zur Entzündungshemmung und Schmerzbekämpfung bei der Behandlung der Interstitiellen Cystitis ein. 

Die E.M.D.A.-Behandlung ist weitgehend schmerzfrei: Nach einer lokalen Betäubung wird ein Spezialkatheter, welcher in seiner Spitze eine Elektrode beherbergt, in die Harnröhre eingeführt, über den die Medikamentenlösung in die Harnblase eingebracht wird. Hiernach wird an diesen Spezialkatheter Strom mit einer Stromstärke von rund 20 mA angelegt. Die einzelne Behandlung dauert etwa 30-45 Minuten und wird stationär durchgeführt. Dieser Vorgang findet in festgelegten Intervallen über den Zeitraum einiger Wochen meist drei Mal statt. Die gute Wirkung der Behandlung, die kaum Nebenwirkungen hat und beliebig wiederholt werden kann, hält im Durchschnitt bis zu einem Vierteljahr an.