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AG Prof. Dr. med. habil. Hofmann

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Interaktion von adaptiver und angeborener Immunität im Rahmen von Heilung und Remodeling nach einem Myokardinfarkt. Insbesondere die Aktivierung von CD4+ T-Zellen nach einem Myokardinfarkt konnte von Dr. Hofmann erstmals gezeigt werden. Einwandernde Monozyten differenzieren sich im Myokard, wo gleichzeitig eine nicht unbedeutende Population residenter Makrophagen besteht, v.a. zu Makrophagen. Diese Zellen üben eine zentrale Effektorfunktion im Rahmen der Wundheilung, aber auch bei chronische Umbauvorgängen im Myokard („Remodeling“) aus. Insbesondere die Bildung der extrazellulären Matrix wird von diesen Entzündungszellen reguliert. Wir untersuchen wie CD4+ T-Zellen die Myelopoese regulieren und die Differenzierung von Monozyten nach einem Myokardschaden beeinflussen. Sowohl für den ischämischen Schaden, als auch für die Heilungsvorgänge nach einem Infarkt spielen CD4+ T-Zellen, die den Transkriptionsfaktor Foxp3 exprimieren eine zentrale Rolle. Diese Zellen modulieren, wie wir zuletzt zeigen konnten, die Differenzierung von Makrophagen im Myokard nach einem Myokardinfarkt. Die zentrale Bedeutung von Makrophagen im Kontext unterschiedlicher Komorbiditäten ist nun Gegenstand einer von Professor Frantz initiierten transatlantischen Forschungsinitiative (siehe unter Kooperationen).

 

Interaktion von B-Zellen, konventionellen (Tconv) und regulatorischen (Treg) T-Zellen, Monozyten und Makrophagen im Myokard

 

 

Immunhistologie einer Infarktrandzone (Kardiomyozyten in Grün und Fibroblasten in Rot, Zellkerne in Weiß gefärbt)

 

Dr. Ramos beschäftigt sich mit der Bedeutung von Lymphozyten für die myokardiale Gewebehomöostase und ihren Beitrag zu Alterungsvorgängen im Myokard. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es zu einer proinflammatorischen Aktivierung von CD4+ T-Zellen im Herzen und herzdrainierenden Lymphknoten. Das Fehlen dieser T-Zellen beeinflusst den Erhalt der normalen Herzfunktion günstig. Gegenstand der Forschung ist aktuell wie Lymphozyten aktiviert werden und wie sie die altersbezogenen Umbauvorgänge im Myokard regulieren. Weiterhin konnte Dr. Ramos zeigen, dass sich durch orale Applikation endogener Proteine auf dem Weg einer Toleranzinduktion Myokard-protektive Effekte erzielen lassen. Hier werden aktuell therapeutische Ansatzpunkte zur oralen Toleranzinduktion zur Modulation von Heilungsvorgängen im Herzen untersucht.

 

Aktuelle Kooperationen:

  • Professor Bucher (Klinik für Anästhesiologie): Forschergruppeninitiative Vaskuläre Signaltransduktion Sepsis-relevanter Zytokine
  • Irun Cohen, Nir Friedman (Weizmann Institut, Israel): B- und T-Zellrezeptor Repertoire Analysen
  • Matthias Nahrendorf (Institute for Systems Biology, Boston USA): Bedeutung von Makrophagen im Rahmen myokardialer Heilung (Leducq Initiative), siehe auch ›Facebook
  • Antonio Coutinho, Jocelyne Demengeot (Gulbenkian Institut, Portugal): Bedeutung von Lymphozyten für myokardiale Funktion v.a. im Kontext des Altern
  • Niklas Beyersdorf, Thomas Kerkau (Institut für Virologie und Immunbiologie, Universität Würzburg): Aktivierung von CD4+ T-Zellen nach Myokardinfarkt, siehe auch: www.sfb688.de

Kontakt

Prof. Dr. med. habil  Ulrich Hofmann

Oberarzt
Facharzt für Innere Medizin     Kardiologie

Tel.: (0345) 557 3127
email: ulrich.hofmann(at)uk-halle.de