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Überblick

Am Universitätsklinikum Halle/Saale stehen insgesamt drei Herzkatheteranlagen zur Diagnostik und Therapie kardialer Erkrankungen zur Verfügung. Von diesen wird eine monoplane Anlage vorwiegend für koronare Interventionen und diagnostische Untersuchungen genutzt, die biplane Anlage dient an vier Tagen pro Woche der rhythmologischen Diagnostik und Intervention bei Herzrhythmusstörungen, im hochmodernen Hybrid-OP werden komplexe Prozeduren mit Notwendigkeit des herzchirurgischen Stand-by durchgeführt (z.B. perkutane oder transaortale Aortenklappenimplantationen (sog. TAVI), MitraClip-Implantationen, Hochrisiko-Interventionen am ungeschützten Hauptstamm).

An der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin) vertreten insgesamt 4 interventionelle Oberärzte und zwei Fachärzte für Innere Medizin/Kardiologie das gesamte Spektrum der Interventionen bei struktureller Herzkrankung. Mit unserem Team führen wir pro Jahr über 2.000 Katheteruntersuchungen, davon über 800 Koronarinterventionen durch. Besondere Expertise besteht für komplexe Interventionen an Koronarbifurkationen und am ungeschützten Hauptstamm (auch unter extrakorporaler Zirkulation mittels ECMO), für Rekanalisation chronischer Koronarverschlüsse und die funktionelle Analyse von Koronarstenosen mit FFR und die intrakoronare Bildgebung mit intrakoronarem Ultraschall (IVUS) und ab 2015 optischer Kohärenztomographie (OCT). Sämtliche koronarinterventionellen Techniken werden für Notfälle und akute Herzinfarktpatienten 24h/7 Tage angeboten. Wann immer möglich verwenden wir den transradialen Zugang über den Arm. Dadurch kann der Patient unmittelbar nach der Katheteruntersuchung aufstehen und profitiert von einer geringeren Blutungsneigung an der Punktionsstelle. 

Patienten mit Vorhofflimmern sind im Rahmen ihrer Langzeit-Antikoagulation (OAK) einem hohen Blutungsrisiko ausgesetzt. Hier bieten wir für Patienten mit stattgehabten Blutungen oder besonders hohem Risiko den interventionellen Vorhofohrverschluß mit dem Watchman-System an. Bei Koronarintervention und Notwendigkeit einer weiteren OAK verwenden wir seit kurzem als erste Klinik in Sachsen-Anhalt einen polymerfreien medikamentenbeschichteten Stent (BioFreedom™ Stent), bei dem nur noch für 4 Wochen eine Plättchenhemmung mit ASS + Clopidogrel zursätzlich zur OAK erforderlich ist. Im Unterschied zu den sonst routinemäßig eingesetzten unbeschichteten Stents (sog. bare metal stents) profitiert der Patient damit von der deutlich reduzierten Restenoserate der beschichteten Stents ohne das Risiko einer längerfristigen Dreifach-Blutverdünnung. 

Ein weiterer Schwerpunkt der interventionellen Kardiologie und internistischen Intensivmedizin der Klinik liegt im routinemäßigen Einsatz extrakorporaler Zirkulationsverfahren (ECMO) bei kardiogenem Schock (als arteriovenöse ECMO) oder beim akuten Lungenversagen infolge ARDS etc. (als venovenöse ECMO). Im Rahmen eines BMBF-geförderten Großprojekts (TEMPHUS) beteiligt sich die Klinik an der Entwicklung und klinischen Erprobung innovativer Herzunterstützungssysteme als „bridge-to-recovery“.

Im Bereich der strukturellen Herzerkrankung werden pro Jahr in enger und vertrauensvoller Kooperation mit der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie über 100 Aortenklappen minimalinvasive implantiert (transfemoral und transaortal). Die kardiologische Klinik bietet mit dem MitraClip-Verfahren auch eine minimalinvasive Therapieoption für Hochrisikopatienten mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz an.

Überblick unseres Leistungsspektrums

Kontakt

Komm. Chefarzt:
PD Dr. Ulrich Hofmann

Hausanschrift:
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)

Sekretariat:
Frau Steffi Liebert 
Frau Marit Rühlemann
 

Tel.: (0345) 557-2601 o. 2621
Fax: (0345) 557 2072

E-Mail:
direktion-kardiologie(at)uk-halle.de

 

Hotline: (0345) 557-5532