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Stammzelltransplantation im LZG

Eine spezialisierte Therapie

Bei zahlreichen bösartigen aber auch bei einigen nicht-bösartige Erkrankungen stellt die Transplantation von Blutstammzellen eine wichtige Therapie dar. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 7000 Stammzelltransplantation durchgeführt – etwa 80 davon am Universitätsklinikum Halle (Saale). Durch die Anwendung aggressiver Chemotherapien und Bestrahlungen zur Therapie der Grunderkrankung vor Transplantation sowie der Notwendigkeit der medikamentösen Immunsuppression hat insbesondere die allogene Stammzelltransplantation Risiken. Daher erfordert die Durchführung der Stammzelltransplantation spezielle räumliche Gegebenheiten und ein qualifiziertes Team aus Ärzten, Pflegenden, Koordinatoren und Mitarbeitern zahlreicher anderer Bereiche. Mit dem Landeszentrum für Zell- und Gentherapie (LZG) stehen am UKH exzellente räumliche Gegebenheiten für die Durchführung von Stammzelltransplantationen zur Verfügung. Hier werden durch die Klinik für Innere Medizin IV und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin autologe und allogene Stammzelltransplantation sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt – und Patienten jeden Alters können mit diesem komplizierten Verfahren am UKH behandelt werden.

In den vergangenen Monaten wurde durch beide Kliniken die Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Transplantationsprogramm intensiviert. In Zusammenarbeit mit der Einrichtung für Transfusionsmedizin können alle modernen Verfahren der Stammzelltransplantation und der Zelltherapie angewendet werden. Hierzu zählen auch die Transplantation bei Spendern mit nur unvollständiger Übereinstimmung der Gewebemerkmale, die Transplantation von im Labor gezielt angereicherten Zellpräparaten und die Transplantation von neuartigen Zellprodukten wie z. B. mesenchymalen Stammzellen.

Bei der Stammzelltransplantation  werden zwei Arten der unterschieden – die autologe Stammzelltransplantation und die allogene Stammzelltransplantation. Bei der autologen Stammzelltransplantation wird das Knochenmark und damit die Blutbildung des Patienten durch im Vorfeld gewonnene eigene (autologe) Blutstammzellen ersetzt. Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden dem Patienten Blutstammzellen eines fremden (allogenen) Spenders transplantiert. Im Patienten bildet sich dabei ein neues, aus den Spenderzellen abgeleitetes Immunsystem aus.

Kontakt

Komm. Direktor:
PD Dr. med. Lutz P. Müller 

Leiter SCT

PD. Dr. med. Lutz P. Müller

PD Dr. med. Roland Haase

Universitätsklinikum Halle (Saale)
Landeszentrum für Zell- und Gentherapie
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)

Telefon: (0345) 557-2924
Fax: (0345) 557-7242