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Allogene Stammzelltransplantation

Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden dem Patienten Blutstammzellen eines fremden (allogenen) Spenders transplantiert. Im Patienten bildet sich dabei ein neues, aus den Spenderzellen abgeleitetes Immunsystem aus. Damit ist das Risiko verbunden, dass Gewebe des Patienten durch das vom Spender stammende Immunsystem abgestoßen werden. Dies wird als Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion (Graft-versus-Host-disease, GvHD) bezeichnet. Mit dieser Reaktion ist jedoch auch ein therapeutisch wirksamer Effekt verbunden, denn sie richtet sich auch gegen im Körper des Empfängers verbliebene maligne Zellen. Dies wird als Graft-versus- Leukemia- (GvL) oder Graft-versus-Tumor-Effekt bezeichnet und ist für die Heilung von Patienten durch die allogene SZT wesentlich.

Die allogene Stammzelltransplantation kommen sowohl bei erwachsenen Patienten als auch bei Kindern und Jugendlichen zum Einsatz.  Die allogene Stammzelltransplantation wird bei erwachsenen Patienten insbesondere bei malignen Erkrankungen des Blutes eingesetzt – z. B. bei akuten  Leukämien, Lymphomen oder auch chronischen Leukämien. Diese Indikationen für eine allogene SZT gelten genauso bei Kindern. Zusätzlich werden sowohl bei Kindern und Erwachsenen auch Patienten mit angeborenen Immundefekten oder Syndromen mit Knochenmarksversagen mittels allogener Stammzelltransplantation therapiert. Für alle Patienten denen eine Stammzelltransplantation  empfohlen wird, stellt diese trotz ihrer Risiken die Therapie mit bester Aussicht auf eine langfristige Besserung der Erkrankung dar. Für die Mehrzahl der Patienten – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen ist die Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung.


Die allogene Stammzelltransplantation birgt zahlreiche Risiken und erfordert daher die Durchführung der Stammzelltransplantation spezielle räumliche Gegebenheiten und ein qualifiziertes Team aus Ärzten, Pflegenden, Koordinatoren und Mitarbeitern zahlreicher anderer Bereiche. Mit dem Landeszentrum für Zell- und Gentherapie (LZG) stehen am UKH exzellente räumliche Gegebenheiten zur Durchführung von SZT Verfügung. Hier werden durch die Klinik für Innere Medizin IV und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin autologe und allogene Stammzelltransplantation sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt und Patienten jeden Alters können mit diesem komplizierten Verfahren am UKH behandelt werden.

Kontakt

Komm. Direktor

PD Dr. med. Lutz P. Müller

 

Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie

Universitätsklinikum Halle (Saale)
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)


Telefon: (0345) 557-2924 
Fax: (0345) 557-2950
e-mail: lutz.mueller(at)uk-halle.de