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Internistische Intensivmedizin - Patientenversorgung

Zur Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III gehören 2 Internistische Intensivstationen mit insgesamt 26 Betten, die Stationen I1 und I2. Beide Stationen betreuen kritisch kranke Patienten aller Schweregrade in einem 3-Schicht-System an allen Tagen des Jahres. 

Die empfohlene Einteilung in Versorgungsstufen (Level of care- LOC) findet täglich statt und führt zu einem bedarfsgerechten Austausch der Patienten zwischen den beiden Intensivstationen, mit allen anderen Stationen des Hauses sowie externen Kooperationspartnern. 

Die KIM III ist intensivmedizinischer Maximalversorger. Dabei werden LOC I- und II-Patienten auf der Intensivstation 2 und LOC III- Patienten, die Schwerstkranken, auf der Intensivstation 1 versorgt. Die Versorgung von LOC III-Patienten umfasst definitionsgemäß einen apparativen Organersatz, der vollumfänglich gewährleistet werden kann. Durch den Einsatz von Extra-Corporalen Membran- Oxygenierungsverfahren (ECMO) ist die KIM III Teil des deutschlandweiten ARDS-Netzwerkes und kooperiert im Rahmen des ECMO-Help-Netzwerkes mit anderen Abteilungen des Universitären Herzzentrums Halle bei der ECMO-Versorgung kritisch Kranker in umliegenden Krankenhäusern. 

Die technische Ausstattung der Intensivstationen ist auf dem neusten Stand. Dazu gehören neben Dialysegeräten zur eigenverantwortlichen Anwendung verschiedener Dialyse-Verfahren auch modernste Beatmungsgeräte zur invasiven und nicht-invasiven Beatmung und Herz-, Lungen- und Kreislauf-Unterstützungs- und -ersatzverfahren (Extra Corporal Life Support). Die Aktenführung auf beiden Stationen erfolgt elektronisch in einem speziell entwickelten Patienten-, Dokumentations- und Management-System.

Ärztliche Aus- und Weiterbildung

In der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt ist festgeschrieben,dass ein Arzt zur Erlangung der Facharztkompetenz Innere Medizin mindestens 6 Monate Erfahrungen auf dem Gebiet der Internistischen Intensivmedizin sammeln muss. Um das zu gewährleisten existiert ein Rotationssystem, welches in unserer Klinik durch die Assistenzärzte eigenverantwortlich organsiert und umgesetzt wird.

Die Zusatzweiterbildung Internistische Intensivmedizin ergänzt die Facharztkompetenz und kann im Anschluss an die Weiterbildung zur Intensivierung der Kenntnisse in der Behandlung lebensbedrohlicher Erkrankungen absolviert werden. Die dafür notwendige Weiterbildungsbefugnis wird vom Klinikdirektor gehalten.

Wissenschaft

Die klinische Forschung ist die Basis neuer Erkenntnisse und bietet die Möglichkeit neue und alt bekannte Behandlungsmethoden wissenschaftlich zu prüfen. Auf unseren Intensivstationen werden klinische Studien mit eigenen Fragestellungen (Investigator Initiated Trials) und multizentrische Studien nach Arzneimittelgesetzund Medizinproduktegesetz zu typisch intensivmedizinischen Krankheitsbildern (Multiorganversagen, Sepsis, septischer Schock, septische Kardiomyopathie, Akute Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, terminale Herzinsuffizienz, ARDS) durchgeführt.

Allen interessierten Kollegen wird die Möglichkeit geboten, erste wissenschaftliche Erfahrungen zu sammeln, sich wissenschaftlich zu qualifizieren, auszubilden und frei zu entfalten.

Dazu existiert ein weites nationales und internationales wissenschaftliches Netzwerk und natürlich die Zusammenarbeit mit dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien Halle.

Die Möglichkeit eine eigene wissenschaftliche Ausbildung mit einer Promotion zu beginnen und abzuschließen ist ebenso gegeben wie nach erfolgreicher Promotion in einer Arbeitsgruppe weiterzuarbeiten und das eigene Wissen an andere Doktoranden weiterzugeben.

Lehre

Die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses ist ein besonderes Anliegen der Universitären Medizin. Hier bietet die Internistische Intensivmedizin herausragende Möglichkeiten. Der Unterricht am Patienten ist durch das unmittelbare Erleben von kritischen Krankheiten besonders lehrreich. Auch das Wahlfach Internistische Intensivmedizin ist eine äußerst begehrte und nachgefragte, jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe.

Famulaturen und Teilabschnitte des Praktischen Jahres können selbstverständlich auch auf den Intensivstationen absolviert werden. Der Student ist dabei integriertes Mitglied des Teams und erlernt neben theoretischen auch praktische Fertigkeiten typischer intensivmedizinischer Prozeduren.

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. Sebastian Nuding

Oberarzt                           
Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie,
Intensivmediziner, Notfallmediziner

Tel.: (0345) 557 5294       
email: Sebastian.Nuding(at)uk-halle.de