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Das internationale Netzwerk der Centers for Evidence-based Nursing

Ansprechpartner

  • Canadian Centre for Evidence Based Nursing: Donna Ciliska, Co-Director, Coordinator of the International Network, and Alba DiCenso, Co-Director
  • UK Centre for Evidence Based Nursing: Nicky Cullum
  • Joanna Briggs Institute (JBI) for Evidence Based Nursing and Midwifery: Rick Wiechula, Deputy Director
  • New Zealand Centre for Evidence Based Nursing (Zusammenarbeit mit JBI): John McArthur, Director
  • Victorian Centre for Nursing Practice Research (Zusammenarbeit mit JBI): Linda Johnston, Associate Director and Senior Research Fellow
  • Sarah Cole Hirsh Institute for Best Nursing Practice Based on Evidence: JoAnne Youngblut, Director
  • South Tyrolian Centre for Evidence-based Nursing: Waltraud Tappeiner
  • German Center for Evidence-based Nursing: Johann Behrens

Ziele der nationalen Zentren für Evidence-Based Nursing

Durch Datenzugänge, ergänzende systematische Übersichten und die Vermittlung von Methoden für kritische Überblicke in Zeitschriften und intensiven Seminaren (workshops) unterstützen die meisten nationalen Zentren für Evidence-Based Nursing wissenschaftlich Pflegende mit darin,

  • selbständig und möglichst effizient die wahrscheinlich aussagekräftigsten Publikationen zu finden, die es für die jeweilige pflegerische Handlungaufgabe gibt (d.h. die Zentren suchen nicht in erster Linie anstelle der Pflegenden, sie sind auch keine Instanzen zur regelmäßigen Verkündung gesicherten Wissens und herrschender Lehrmeinungen, sondern sie diskutieren Methoden zum Selbst-Finden)
  • die jeweilige Aussagekraft der gefundenen Publikationen einzuschätzen, wenn es um die unterschiedlichen Ziele geht,
    • die Welt der KlientInnen zu verstehen
    • Problemkonstruktionen auszuwählen
    • die Wirksamkeit einer pflegerischen Handlung einzuschätzen
    • Ursachen und Bedingtheiten pflegerischer Probleme und Ressourcen zu erkennen
    • Prognosen von Verläufen anzugeben
    • die Güte diagnostischer Tests zu beurteilen
    • die zusammenfassenden Erkenntnisse aus systematischen Überblicken und aus Meta-Analysen zu ziehen
  • Hindernisse für eine empirisch fundierte Pflege zu verstehen und ein Klima empirischer Fundierung alltäglicher Praxis in Institutionen fördern zu können.

Das German Center for Evidence-based Nursing "sapere aude" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Wesentlich unterstützt durch die anderen Zentren, insbesondere durch Alba DiCenso und Donna Ciliska vom kanadischen Center for Evidence-Based Nursing an der School of Nursing der McMaster University (die mit Nicky Cullum vom britischen Centre an der University of York die Zeitschrift "Evidence Based Nursing" herausgeben und die nationalen Zentren z. Zt. koordinieren) wurde im Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der MLU das German Center for Evidence Based Nursing aufgebaut. 

Seine Aufgaben bestehen zu Beginn in der Vernetzung, in der Vermittlung auch der internationalen Aktivitäten und Reviews, in der Diskussion des zur Zeit manchmal schwierigen Verhältnisses von "Pflegetheorien" und "Pflegeforschung" und in der Ausrichtung von Workshops. 

Das deutsche Zentrum hat das historisch folgenreiche Motto "Sapere Aude" Philipp Melanchthons, eines der frühesten und berühmtesten Professoren unserer über 500 Jahre alten Universität, in seinen Namen genommen. Sapere aude heißt auf Deutsch etwa, trau Dich, zu wissen, das heißt sich ohne falsche Scheu vor Hierarchien seines eigenen Verstandes zu bedienen und selber nachzuforschen. Auch wenn Evidence-Based Nursing diesem Motto natürlich allein nie gerecht werden kann, beförderte Melanchthons Spruch doch früh eine Haltung, um die sich auch dieses Projekt bemüht. 

Johann Behrens, Stellv. Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg