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Entstehung und Entwicklung des Verbundprojekts

An alle pflegewissenschaftlich tätigen Einrichtungen der Fachhochschulen und Universitäten der Region Sachsen-Anhalt, Leipzig, Thüringen und Hessen erging erstmals 1999 und zuletzt im Mai 2001 die Einladung des Halleschen Institutes, sich in einem Pflegeforschungsverbund mit dem Ziel zusammenzuschließen, zur Entwicklung von Wissen beizutragen, das über die wahrscheinlichen Wirkungen pflegerischer Interventionen zur Optimierung gesundheitsförderlicher rehabilitativer Pflege bei chronisch Pflegebedürftigen in kommunikativ schwierigen Situationen Aufschluss geben soll.

Mit dieser externen Evidence soll auf wissenschaftlich internationalem Niveau eine Grundlage für Entscheidungen geschaffen werden, die Pflegende zusammen mit den Pflegebedürftigen im Einzelfall zu treffen haben.

Als auf den Sitzungen am 4. Juli und 8. August 2001 über die Beteiligung an der Ausschreibung des BMBF, über die Kriterien sowie einen transparenten Modus der internen Projektentwicklung und Projektauswahl, über die Satzung, den Vorstand und die Sprecher abgestimmt wurde, waren alle einschlägig tätigen Hochschulen der Region und die mit ihnen kooperierenden Praxiseinrichtungen vertreten. Alle Teilprojekte wurden einer externen Evaluation unterzogen und zweifach überarbeitet.

Die Satzung wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 8. August 2001, die Abgabe des Gesamtantrags in einer abschließenden Sitzung am 6. November 2001 verabschiedet.

Nach der ersten Begutachtung wurden die Hinweise der Gutachter in einer Mitgliederversammlung am 14. Mai 2002 diskutiert und die internen Anforderungen an die Entwicklung des ausführlichen Verbundantrags definiert. Alle Antragsteller erhielten bei der Ausarbeitung der Teilprojektanträge eine individuelle Beratung durch die Mitarbeiter des Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS, Prof. Haerting).

Die ausgearbeiteten Teilprojektanträge wurden erneut intern durch den Vorstand begutachtet und auf einer weiteren Mitgliederversammlung am 10. Juli diskutiert. Bei diesem Treffen wurden zwei Teilprojekte1 vorgestellt, die in der ersten Begutachtungsrunde durch die DLR positiv eingeschätzt wurden, jedoch keine Zugehörigkeit zu einem Verbund aufweisen konnten. Beide Projekte stellten einen Aufnahmeantrag, der auf einer folgenden Mitgliederversammlung am 29. August positiv entschieden wurde. Auf dieser abschließenden Sitzung wurde der gemeinsame Verbundantrag verabschiedet.

Zentrales Thema und beteiligte Hochschulen

Im Pflegeforschungsverbund Mitte haben sich

  • alle pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Institute und Fachbereiche der Universitäten und Fachhochschulen Sachsen-Anhalts, Nord-Sachsens, Thüringens und Hessens und
  • insgesamt dreiunddreißig mit ihnen kooperierende klinisch-ambulante und klinisch-stationären Einrichtungen und Institutionen

zusammengeschlossen, um im multiprofessionellen Team von Pflege, Medizin, Psychotherapie, Physiotherapie und Sozialarbeit multidisziplinär in sechs kontrollierten prospektiven Interventionsstudien, einer Studie zur Entwicklung eines generischen Instruments der Erfassung von Pflegequalität und zwei zentralen Projekten zur Entwicklung und Anwendung biometrischer, hermeneutisch-phänomenologischer und pflegeökonomischer Methoden, folgendes zentrales Querschnittsthema pflegerischen Handelns umsetzungsorientiert zu bearbeiten:

Evidence-basierte Pflege chronisch Pflegebedürftiger in kommunikativ schwierigen Situationen

Das rehabilitative Leitthema "Evidence-basierte Pflege chronisch Pflegebedürftiger in kommunikativ schwierigen Situationen" wird in dem multidisziplinären Rahmen bearbeitet, den die WHO mit dem Übergang von der ICIDH über die ICIDH2 zur ICF ("International Classification of Functioning, Disability and Health") entwickelt hat. Am multiprofessionellen Bezugsrahmen der WHO werden die zentralen Anforderungen deutlich, die die klinische Pflege im multiprofessionellen Team zu erfüllen hat. Gewählter Sprecher des Verbundes ist Prof. Dr. Johann Behrens, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg, German Center for Evidence-based Nursing (im internationalen Netzwerk der Centers for Evidence-based Nursing). Stellvertretende Sprecherin ist Prof. Dr. Ulrike Höhmann, Fachbereich Pflege- und Gesundheitswissenschaft der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, Geschäftsführerin des Hessischen Instituts für Pflegeforschung der FH Frankfurt und Fulda sowie der EFH Darmstadt.

Weitere Forschungsverbünde

Neben dem Pflegeforschungsverbund Mitte-Süd sollen noch folgende Verbünde gefördert werden:

  • Pflegeforschungsverbund Nord
    Geschäftsstelle: Universität Bremen
    Verbundsprecher: Herr Prof. Dr. Görres
    E-Mail: sgoerres(at)uni-bremen.de
  • Verbund NRW
    Geschäftsstelle: Universität Bielefeld
    Verbundsprecherin: Frau Prof. Dr. Schaeffer
    E-Mail: pflege-nrw@uni-bielefeld.de
  • Verbund Hebammenforschung
    Geschäftsstelle: Stiftung Fachhochschule Osnabrück
    Verbundsprecherin: Frau Prof. Dr. zu Sayn-Wittgenstein
    E-Mail: fwittgen(at)uos.de

Näheren Informationen zu den Forschungsverbünden findet man auf der gemeinsamen Homepage unter http://www.pflegeforschungsverbuende.de/