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Stammzelltransplantation

Am Uniklinikum Halle (UKH) wird die Transplantation hämatopoetischer Stammzellen (HSCT) in einem gemeinsamen Transplantationsprogramm von der Klinik für Innere Medizin IV (KIMIV) und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (KKJM) vorgenommen. Daher können Patienten jeden Alters eine Zell-/Stammzelltherapie am UKH erhalten.

 

Das gemeinsame Transplantationsprogramm unterzieht sich derzeit der sog. JACIE-Akkreditierung, d.h. einem internationalen Akkreditierungsprogramm für die Durchführung von Zelltherapien nach weltweit anerkannten Standards. Das Programm wendet alle modernen Verfahren der Stammzelltransplantation und der Zelltherapie in der Regel zur Behandlung von Patienten mit rezidivierten oder refraktären Krebserkrankungen an. In der KKJM werden auch Patienten mit angeborenen Immundefekten therapiert. Für alle gängigen Transplantations- bzw. Zelltherapieprodukte liegen Herstellungsgenehmigungen vor, die durch den Kooperationspartner am UKH, die Einrichtung für Transfusionsmedizin, bereitgestellt werden. Wenn erforderlich werden in den Gewebetypisierungsmerkmalen passende Spender in nationalen bzw. weltweit arbeitenden Stammzell- und Nabelschnurblutbanken identifiziert. 

 

Die KKJM ist Studienzentrum für alle von der Fachgesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) akkreditierten Therapiestudien zur Stammzelltransplantation. Die KKJM ist derzeit auch an einigen globalen, bzw. multinationalen Phase I/II-Studien für rezidivierte oder refraktäre Krebserkrankungen im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter beteiligt, bei denen neue Immuntherapeutika, sog. „Targeted Therapies“ getestet werden, wonach sich meist eine autologe oder allogene Stammzelltherapie für die Patienten anschließt, um die Heilungschancen auch bei schlechterer Prognose weiter zu verbessern.

 

Das gemeinsame Transplantationsprogramm beinhaltet nicht nur die onkologisch-hämatologischen Disziplinen der Inneren und der Kindermedizin, sondern stellt ein umfassendes Konzept dar, das die Kooperation mit allen anderen Fachdisziplinen (Strahlentherapie, Gastroenterologie, Chirurgie, Orthopädie, Urologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde, Augenheilkunde, Dermatologie etc.) sowie Psychologen, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten, Erziehern und Musiktherapeuten vorsieht. Nach der stationären Behandlung folgt eine umfassende ambulante oder tagesklinische Betreuung der transplantierten Patienten, die besonderen Anforderungen - insbesondere durch die Immunsuppression bedingt - genügen muss. Durch ständige interne und externe Schulungen (auch an international renommierten Transplantationszentren im In- und Ausland) der Mitarbeiter aller Bereiche des Transplant-Programmes wird eine hohe fachliche Kompetenz entsprechend den Akkreditierungskriterien gewährleistet.