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Promotionsvorhaben Endoprothetik: Kurzschaftendoprothetik

Es wird ein Promotionsverfahren in der Endoprothetik angeboten, bei dem es darum geht, die Ergebnisse zweier Kurzschaftsysteme miteinander zu vergleichen. Kurzschaftendoprothesen sind Systeme, mit denen man knochensparend in der Hüftendoprothetik arbeiten kann, weil die Femurprothesen schlicht kürzer sind und zudem die Kraftübertragung weit proximal im Femur umgesetzt wird. 

Damit soll verhindert werden, dass ein sogenanntes stress shielding entsteht in den Knochenregionen, die weniger belastet sind, demineralisiert werden. 

Das wurde bei anderen Hüftendoprothesen, bereits schon experimentell nachgewiesen ist, insbesondere die Trochanter major Region betreffend. Das stellt ein großes Problem in der Revisionsendoprothetik dar.

 

Es sollen zwei Kurzschaftsysteme miteinander verglichen werden: 

Einmal die NANOS-Prothese der Firma Smith & Nephew und zum anderen der OPTIMUS-Stem der Firma Mathys. Geplant ist eine Studiengröße von 30 Patienten in jeder Gruppe. Diese Anzahl an Hüftendoprothesen wird ca. in einem Jahr akquiriert sein. Die Nachkontrollen werden nach festem Schema über ein weiteres Jahr durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist der Vergleich der klinischen Ergebnisse, die mit Scores erhoben werden zu den Nachuntersuchungsterminen und der Vergleich der radiologischen Ergebnisse, wobei es hier insbesondere auch um die Knochendichtemessung geht, mit der man eben das genannte stress shielding vergleichend messen kann. 

Das Studienvorhaben wird durch die Fa. Mathys gefördert. Die Förderung beträgt rund 10.000 €. Diese Förderung wird dem Promovenden als finanzielle Zuwendung im Sinne der Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Promotionsdauer zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich ist das an eine erfolgreiche Datenakquise gebunden. 

 

Problematisch ist, dass die Knochendichtemessung eine zur klinischen Routine zusätzlich durchzuführende Strahlenbelastung darstellt. Diese ist äußerst gering und ist in der Summe (es sind zwei Messungen geplant) mit der Strahlenbelastung vergleichbar, die ein Bundesbürger an einem Tag im Jahr erhält. Diese Strahlendosis, die wir zusätzlich applizieren, wird zudem auf ein Jahr verteilt an zwei Terminen. 

Trotzdem, und dies entspricht einem bereits eingeholtem Votum der Ethikkommission, stellt das eine „erhebliche Belastung des Patienten“ formal dar, sodass ein Antrag im Sinne des Medizin-Produkte-Gesetzes zu stellen ist. Über diesen Antrag kann eine Genehmigung der Bundesstrahlenschutzbehörde eingeholt werden. Dieses Verfahren ist aufwendig und langwierig. Wir müssen damit rechnen, dass die Antragstellung und Bearbeitung des Antrages etwa 1 Jahr in Anspruch nimmt. 

 

Damit ist mit einer Gesamtdauer des Promotionsvorhabens von 3 Jahren zu rechen.

 

Bewerbungen für das Promotionsvorhaben sind zu richten an:

 

Universitätsklinikum Halle (Saale)

Department für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Herrn PD Dr. med. habil. Alexander Zeh

Ernst-Grube-Str. 40

06120 Halle

Telefon: ++49 (0) 345 – 557-1329

alexander.zeh(at)uk-halle.de

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Alexander Zeh