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Stellungnahme der Vorstände der Universitätsmedizin Halle zum Artikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 10.07.2013

In der MZ vom 10. Juli 2013 wird über ein „Konzept zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Halle 2013 bis 2025“ berichtet. Es handelt es sich dabei um ein vertrauliches Planspiel, das die Vorstände in Abstimmung mit dem Kuratorium der Martin-Luther-Universität sowie weiteren Experten (u. a. der Leopoldina) zur Vorlage im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft erstellt haben. Es handelt sich nicht um beschlossene Strukturmaßnahmen, für die es einen vorgegebenen Gremienweg gibt. Für diese Strukturmaßnahmen müssen die entsprechenden Kooperationen vereinbart, mit dem Ausscheiden des jeweiligen Hochschullehrers synchronisiert und die notwendigen Kompensationen entwickelt werden, um Krankenversorgung und Lehre sicherzustellen.

Die Notwendigkeit der Erstellung dieses Planspiels ergab sich zunächst durch die Forderung des Wissenschaftsministeriums zur Vorlage von Konzepten der Komplementarität mit Magdeburg, gefolgt von der finanzpolitischen Debatte des Landes in Kombination mit der wirtschaftlichen Situation des Universitätsklinikums Halle. Zusätzlich machte es die Begutachtung durch den Wissenschaftsrat erforderlich, Optionen für die zukünftige Strukturentwicklung des Standortes vorzulegen. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Ziel des Konzepts in der Profilschärfung und Stärkung von Schwerpunkten.

Nachdem die wesentlichen Inhalte des Bewertungsberichtes des Wissenschaftsrates zur Universitätsmedizin Halle Mitte Juni bekannt geworden waren, hat sich die Situation für den Standort Halle dramatisch verschärft. In dieser Situation führten die Vorstände intensive Gespräche mit dem Kuratorium der Universität, der Leopoldina sowie dem Ministerium, aus denen sich die zwingende Notwendigkeit der Weiterentwicklung des vertraulichen Planspieles ergab.

Das Konzept zur Weiterentwicklung ist in der aktuellen Situation essentiell für den langfristigen Erhalt der Universitätsmedizin Halle. Es dient zudem als unabdingbare Grundlage, durch welche die Universitätsmedizin Halle sicherstellt, dass sie aktiver Partner in den laufenden und bevorstehenden Strukturdiskussionen zur Universitätsmedizin Sachsen-Anhalt bleibt.

Ergänzung: Der Dekan und der Ärztliche Direktor haben in einer Pressekonferenz am Freitag, 12. Juli 2013, ausführlich Stellung zu den Planspielen bezogen und darauf hingewiesen, dass die Aufzählung der genannten Einrichtungen keine Wertung der geleisteten Arbeit in der Krankenversorgung darstellt. Ebenso wurde dargestellt, dass es sich um Planspiele handelt und es noch keine entsprechenden Gremienbeschlüsse gibt.