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Anästhesie

Der Begriff Anästhesie stammt aus dem Griechischen und bezeichnet den Zustand beziehungsweise das medizinische Herbeiführen einer Empfindungslosigkeit im Rahmen einer Untersuchung oder eines operativen Eingriffs. 

Vereinfacht zu unterscheiden sind:

  • Lokalanästhesie: ein kleiner Bezirk des Körpers wird empfindungslos
  • Regionalanästhesie: ein größerer Abschnitt des Körpers ist betroffen 
  • Allgemeinanästhesie: ein schlafähnlicher Zustand  

Bei einer Lokal- oder Regionalanästhesie werden das Schmerz- und das Berührungsempfinden ausgeschaltet. Prinzipiell ist der Patient dabei wach und atmet selbständig. Erinnerung und Stress können ihm jedoch (medikamentös) genommen und ein leichter Schlaf bewirkt werden.
Demgegenüber führt die Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) neben dem Ausschalten von Schmerz- und Berührungswahrnehmung zu einem tiefen Verlust von Bewusstsein und Atmung. Auch Muskelspannung, körpereigene Reflexe etc. werden - falls nötig - beeinflusst. 

Die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin mit ihren täglich ca. 25 anästhesiologischen Arbeitsplätzen und ihren 30 intensivmedizinischen Beatmungsplätzen führt jährlich über 19.000 Anästhesien durch. Diese umfassen das gesamte Spektrum der diagnostischen, interventionellen und operativen Fächer einschließlich Neurochirurgie, Herz-Thorax-Chirurgie, Kinderchirurgie und Geburtshilfe. Zum Einsatz kommen ausschließlich moderne, gut verträgliche und an die jeweiligen Erfordernisse angepasste Verfahren der Lokal-, Regional- und Allgemeinanästhesie. Für den besonders vorerkrankten Patienten oder die schwierige Operationen stehen alle gängigen Techniken der nichtinvasiven sowie invasiven Überwachung und Behandlung zum Bespiel von Herz-Kreislauf oder Gerinnung zur Verfügung. 

Patientensicherheit und Patientenkomfort stehen für uns an vorderster Stelle. Daher werden wir bereits im Vorfeld der Operation - zumeist in der anästhesiologischen Sprechstunde - tätig. Eine umfassende Erhebung der Krankengeschichte, die Bewertung der klinischen Befunde, eine körperliche Untersuchung und gegebenenfalls das Veranlassen weiterer Untersuchungen dienen der individuellen Risikoeinschätzung sowie der Wahl des geeigneten Narkoseverfahrens. Neben einer medikamentösen Vorbereitung (Stressminderung) werden einem vertrauensvollen Aufklärungsgespräch und dem Abbau von Narkoseängsten besondere Beachtung geschenkt.
Während der Narkose kümmern wir uns um Schmerz- und Empfindungslosigkeit des Patienten, die Überwachung aller Körperfunktionen wie Puls, Herztätigkeit, Blutdruck, Atmung und Sauerstoffversorgung des Blutes. Störungen werden schnell erkannt und kompetent behandelt. Den unterschiedlichen, oft hoch komplexen Eingriffen an häufig sehr kranken Patienten werden wir durch ein erfahrenes sowie eingespieltes Team von Narkoseärzten und Narkosepflegekräften gerecht.
In der ersten Zeit nach dem Eingriff erfolgt die Betreuung des Patienten in einem dem Zentral-OP angeschlossenen Aufwachraum. Für kritisch Kranke stehen mehrere IMC (Zwischenstationen) sowie zwei Intensivstationen unter anästhesiologischer Führung bereit. 

Weiterhin bieten wir einen Akutschmerzdienst, der die Patienten bei Bedarf auch rund um die Uhr auf ihren Stationen betreut. Je nach Operation finden Schmerzkatheter oder intravenöse Schmerzpumpen Einsatz, welche patientenkontrolliert bedient werden können. 

Rund um die Uhr stehen Ihnen kompetente Teams der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin zur Verfügung, denen Sie sich als Patient mit gutem Gewissen anvertrauen können.

Kontakt zum Direktor

Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)

Direktor:
Prof. Dr. Michael Bucher

Sekretariat:
Frau Elfie Müller-Böhme
Tel: +49 (0)345 557-2322
E-Mail:
anaesthesie©uk-halle.de