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Fortgeschrittene Herzinsuffizienz - Kunstherz (LVAD)

Die terminale Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist die Unfähigkeit des Herzens, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Diese Herzschwäche ist nur selten eine eigenständige Erkrankung, sondern das Ergebnis verschiedenster Herzerkrankungen. Hierzu gehört unter anderem die direkte Schädigung des Herzmuskels, z. B. nach Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit oder Herzmuskelentzündung (sog. Myokarditis), jahrelange Belastung des Herzen durch Bluthochdruck im Körper- oder Lungenkreislauf oder eine Belastung durch akute oder chronische Herzklappenfehler. 

Die Herzinsuffizienz wird oft nach ihrem Verlauf in akut (Verlauf von Stunden bis Tagen) oder chronisch (Verlauf von Monaten bis Jahren) und nach der überwiegend betroffenen Herzhälfte (rechte oder linke Herzinsuffizienz oder globale Herzinsuffizienz, wenn beide Herzkammern betroffen sind) eingeteilt. 

Das Leitsymptom der Linksherzinsuffizienz ist die Luftnot (Dyspnoe), zunächst bei leichter körperlicher Belastung (Belastungsdyspnoe) und im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe (Ruhedyspnoe). Bei Patienten mit hochgradig eingeschränkter Herzfunktion kann es Flüssigkeitsretentionen (Wasseransammlungen) in der Lunge (kardiales Lungenödem) oder  im Körper (periphere Ödeme) kommen. 

Die Therapie der Herzinsuffizienz in frühen Stadien der Krankheit erfolgt durch medikamentöse und interventionelle Maßnahmen, die die Ursachen der Herzinsuffizienz beseitigen (z. B. Stentversorgung oder Bypasschirurgie bei koronarer Herzkrankheit, interventioneller oder chirurgischer Klappenersatz bzw. Rekonstruktion bei Herzklappenfehlern) sowie eine medikamentöse Therapie zur Beseitigung der Symptome der Herzschwäche und Verbesserung der Prognose. 

Nach oft jahrelanger Belastung kommt bei vielen Patienten zum Stadium der terminalen Herzinsuffizienz, was einen austherapierten irreversibleren Zustand bezüglich der konventionell chirurgischen oder medikamentös kurativer Therapieoptionen entspricht. Patienten mit einer terminalen Herzinsuffizienz müssen sich mit den Möglichkeiten der Unterstützung (Kunstherz, LVAD) oder der Herztransplantation auseinandersetzen. 

Die Herztransplantation wurde erstmals durch Christiaan Barnard im Jahr 1967 durchgeführt. Heutzutage stehen für Patienten mit einer terminalen Herzinsuffizienz neben der Transplantation von natürlichen Spenderherzen auch künstliche Herzunterstützungssysteme zur Verfügung. Die Auswahl des Verfahrens richtet sich unter anderem nach dem Krankheitszustand, der Verfügbarkeit von Spenderherzen und den Patientenwünschen. Hierzu erfolgen eingehende Untersuchungen und Beratungen der betroffenen Patienten.

Direktor:

Prof. Dr. med. H. Treede

 

Sekretariat: 

Frau Sandra Butterling

 

Hausanschrift:

Mitteldeutsches Herzzentrum am

Universitätsklinikum Halle (Saale)

Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie

Ernst-Grube-Str. 40

06120 Halle (Saale) 

 

Kontakt:

Telefon: +49 (345) 557 2719 
Telefax: +49 (345) 557 2782
E-Mail: 
herzchirurgie(at)uk-halle.de

 

Kooperationspartner der Deutschen Herzstiftung

 

Deutsche Herzstiftung