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Evidence-based Nursing Südtirol

Kurztitel

  • EBN Südtirol

Zeitraum

  • 09/2006 - 04/2011

Leitung

Partner

  • Südtiroler Sanitätsbetrieb, Pflegedirektion
  • Gesundheitsbezirke Bozen, Brixen, Bruneck, Meran
  • Landesfachhochschule Claudiana
  • Berufsverband IPASVI

Förderung

  • Assessorat für Gesundheits- und Sozialwesen, Amt für Ausbildung des Gesundheitspersonals, Bozen, Italien

Zusammenfassung

Im Jahre 2006 wurde das Projekt "Evidence-based Nursing Südtirol" ins Leben gerufen mit der Zielsetzung, eine EBN-Expertengruppe aufzubauen. Hauptaufgaben dieser Gruppe sind das Erstellen von Leitlinien, die Unterstützung der Implementierung sowie die Evaluation der Umsetzung. Die Projektgruppe setzt sich aus Vertreterinnen der vier Gesundheitsbezirke Bozen, Brixen, Bruneck und Meran sowie der Fachhochschule Claudiana und des Berufsverbandes IPASVI zusammen. 

Bei der Erstellung der Leitlinien wurde folgendes Vorgehen in Anlehnung an qualitativ hochwertige Leitlinien wie zum Beispiel die WHO-Leitlinien gewählt: Die Leitliniengruppe wurde bewußt aus Vertretern aller Gesundheitsbezirke, der Landesfachhochschule sowie des Berufsverbandes zusammengesetzt, um eine Implementierung auf breiter Front zu erleichtern. Aus dem übergeordneten Thema "Mundpflege" wurden Fragestellungen mit hoher Praxisrelevanz abgeleitet sowie Outcomes per Brainstorming identifiziert. Diese Outcomes wurden in einem nächsten Schritt priorisiert und um Outcomes von Patientengruppen (Cochrane Consumer Network, Südtiroler Krebshilfe) ergänzt. Zu allen Fragestellungen mit den jeweiligen Outcomes wurden möglichst Systematische Übersichtsarbeiten erstellt. Hierzu wurde sensitiv in Medline, der Cochrane Library, CINAHL und Leitliniendatenbanken recherchiert. Die Qualität der Evidence wurde mittels GRADE bewertet, ebenso wurden Empfehlungen mit Hilfe der GRADE-Methodik abgeleitet.

Leider konnten nur zu sehr wenigen Fragestellungen Studien ausreichender Qualität gefunden werden. Eine Stärke der gewählten Vorgehensweise ist die Erstellung der Leitlinie durch Pflegende; dadurch können Barrieren bei der Umsetzung reduziert werden.