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Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen im europäischen Vergleich

Kurztitel

  • GesinE

Zeitraum

  • 12/2009 - 11/2012

Leitung

  • Prof. Dr. Johann Behrens 
  • Prof. Dr. Margarete Landenberger 

Mitarbeiter

  • Dr. Gertrud Ayerle (v.a. Querschnittsaufgaben im Arbeitspaket 1 der Studie)
  • Katrin Beutner (Therapieberufe) ) 
  • Kathleen Karge (Medizinisch-technische Radiologieassistenz) 
  • Dr. Yvonne Selinger (Pflegeberufe & Projektkoordination) 

Partner

  • Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Fakultät für Soziale Arbeit und Gesundheit Hildesheim, vertreten durch Prof. Dr. Bernhard Borgetto und die Mitarbeiter MSc Physiother. Holm Thieme und MSc Physiother. Susanne Max
  • Deutsches Krankenhausinstitut (DKI), Düsseldorf, vertreten durch Dr. Karl Blum  
  • Projektbeirat:
    • Gerd Dielmann - ver.di Bundesverwaltung, Berlin 
    • Prof. Dr. Heidi Höppner - Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG), Kiel 
    • Dr. Karl Kälble - AHPGS Akkreditierungsagentur gGmbH, Freiburg i. Br.
    • Karin Oster - BBJ Consult AG, Berlin 
    • Gertrud Stöcker - Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe (DPR) 
    • Marco Kachler und Stephanie Stumpe - Deutscher Verband technischer Assistenten in der Medizin e.V. (dvta)
  • Kontaktpersonen in den Vergleichsländern Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich 

Förderung

  • BMBF 

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziel

Impulse für das Forschungsprojekt sind die aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen, welche stetige Veränderungen im Gesundheitssystem bedingen und die Angehörigen der Gesundheitsfachberufe vor neue Herausforderungen in Bezug auf ihre Qualifikationen und Kompetenzen stellen. Diesbezüglich ist eine Weiterentwicklung der derzeitigen Qualifizierungswege und -profile auf der Basis gesicherter Forschungsergebnisse unerlässlich.

In Deutschland werden die Abschlüsse in den Gesundheitsfachberufen bisher - anders als in den meisten europäischen Nachbarländern üblich - im sekundären Bildungssektor und nicht an Hochschulen erworben. Da es ein Fehlschluss wäre, allein von der Verortung dieser Berufe im Hochschulsektor auf erhöhte Fähigkeiten und Kompetenzen der Absolventen zu schließen, ist eine systematisch angelegte europäisch-vergleichende Forschung erforderlich, die den Zusammenhang zwischen Akademisierung und Kompetenzen sowie die Verwertbarkeit der in unterschiedlichen Bildungssektoren erworbenen Qualifikationen untersucht. Bisher fehlen derartige Forschungsergebnisse bezogen auf die Gesundheitsfachberufe jedoch weitgehend. 

Die GesinE-Studie soll daher zu einer grundlegenden Bestandsaufnahme sowie zu einem systematischen Vergleich der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen sowie ihren Tätigkeits-, Qualifikations- und Kompetenzprofilen in Europa beitragen. 

Methodisches Vorgehen

Die Studie wird in drei Schritten/Arbeitspaketen bearbeitet. 

  1. Für die Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich werden die Ausbildungen für die 16 in Deutschland bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufe (mit Ausnahme der Veterinärmedizinischen Assistenz) vergleichend entlang eines zu entwickelnden Analyserasters beschrieben.  
  2. Es folgen Qualifikationsanalysen für die Berufe Gesundheits- und Krankenpflege, Medizinisch-technische Radiologieassistenz (MTRA) sowie Physiotherapie. 
  3. Zur Einordnung der gewonnenen Erkenntnisse werden diese in Bezug gesetzt zu den jeweiligen Gesundheits- sowie den entsprechenden Systemen der (gesundheits-) beruflichen Bildung in den benannten Ländern.

Für die Realisierung der Forschungsziele werden in den drei Arbeitspaketen verschiedene qualitative und quantitative Untersuchungsmethoden genutzt. Dazu gehören umfassende Literaturrecherchen und -auswertungen, Stellenanzeigenanalysen, Berufsmigranteninterviews, Experteninterviews, Hospitationen und Fokusgruppeninterviews in exemplarischen Handlungsfeldern sowie eine Online-Befragung der Gesundheits- und Krankenpfleger-/innen, Medizinisch-technischen Radiologieassistent/-innen und Physiotherapeut/-innen in den fünf Vergleichsländern.

Die Erkenntnisse der drei Arbeitspakete werden einer komparativen Betrachtung zugeführt. 

Erwartete Ergebnisse

Das Projekt trägt im Verständnis einer präformativen Evaluationsstudie zu einer grundlegenden neutralen Bestandsaufnahme und zu einem systematischen Vergleich der Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen sowie ihren Tätigkeits-, Qualifikations- und Kompetenzprofilen in Europa, insbesondere in den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich bei. Die Ergebnisse der Studie können als Basis dienen für die weitere sachlich begründete Diskussion um die Weiterentwicklung und Neuordnung der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen sowie zur Anpassung der Qualifizierungswege in Europa.