Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Strukturierte Informationen während des Intensivstationsaufenthaltes als Maßnahme zur Verbesserung einer besonderen Kommunikationssituation. Eine randomisierte multizentrische Studie

Kurztitel

  • Informationen auf ICU / T4 

Zeitraum

  • 04/2007 - 03/2010

Leitung

Mitarbeiter

  • Stephan Wendroth (Studienzentrum Halle)
  • Ralf Becker (Studienzentrum Marburg)

Partner

  • Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg
  • Universitätsklinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Sana Herzchirurgische Klinik Stuttgart GmbH

Förderung

  • BMBF

Zusammenfassung

Hintergrund

Untersuchungen zum Kommunikationsverhalten auf Intensivstationen zeigten von Patienten überwiegend als problematisch empfundene Interaktionen und Interaktionsbedingungen. Diese nicht-gelungenen kommunikativen Situationen sind seitens des Erlebens des Patienten häufig mit Gefühlen der Angst, Unsicherheit aber auch Ärger assoziiert. Die hohe Priorität gelungener Kommunikation mit kommunikativ eingeschränkten Patienten auf der Intensivstation ist jedoch auch den dort tätigen Pflegekräften bewusst.

Im Kontext kontroll- und pflegetheoretischer Konzepte wird deshalb die Vermittlung von Wissen aufgegriffen, um den Patienten eine situative Einordnung des Intensivstationsaufenthaltes und eine Vorhersage damit verbundener ungewohnter Ereignisse zu vereinfachen. Dadurch kann nicht nur eine Verbesserung der kommunikativ schwierigen Situation auf der Intensivstation erreicht, sondern frühzeitig auf eine kognitive Neubewertung der ungewohnten Ereignisse Einfluss genommen werden, resultierend in einer erhöhten kognizierten Kontrollüberzeugung und Stressreduktion.

Fragestellung

Lassen sich durch strukturierte Informationen zur Intensivstation, dargeboten zu Beginn des Aufenthaltes auf der Intensivstation, mit dieser schwierigen Kommunikationssituation zusammenhängende spezielle Aspekte der Lebensqualität der Patienten verbessern, also auftretende Ängste vermindern?

Methoden

Das Projekt wird als multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie mit 3 Studienzentren durchgeführt (Hauptphase). Daran schließt sich eine Schulung des Intensivstationspflegepersonals zur Kommunikation mit beatmeten Patienten und der Durchführung des Informationsprogramms an (Implementierungsphase).

Diskussion 

Bei positivem Einfluss des Programms auf die Erlebniswelt der Patienten ist es möglich, eine dauerhafte Einführung strukturierter Information unter Einbezug individueller Bedürfnisse nach Information zu realisieren und stärkeres Engagement im Arbeitsfeld Information und Beratung zu erzielen. An der Vorgehensweise der Implementierungsphase orientiert kann die Adaption weiterer intensivtherapeutischer Bereiche erfolgen.