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Evaluation des Intensivierten Rehabilitations-Nachsorgeprogramms

Kurztitel

  • IRENA-Evaluation

Zeitraum

  • 12/2008 - 11/2011

Leitung

  • Prof. Dr. Johann Behrens
  • Prof. Dr. Wilfried Mau

Mitarbeiter

Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Institut für Rehabilitationsmedizin

Partner

  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt-Thüringen

Förderung

  • Deutsche Rentenversicherung Bund

Zusammenfassung

Hintergrund

Zur Stabilisierung und/oder zum Ausbau der in der medizinischen Rehabilitation erreichten Therapieerfolge sowie zur Verstetigung gesundheitsfördernder Lebensweisen können Reha-Nachsorgemaßnah­men einen wesentlichen Beitrag leisten. Ein wichtiges spezifisches Nachsorgekonzept stellt das Intensivierte Rehabilitationsnachsorgeprogramm (IRENA) der DRV Bund dar, in dessen Rahmen - seit 2001 im Regelverfahren - komplexe Rehabilitationsnachsorgeleistungen indikationsspezifisch für die fünf Indikationsgebiete Orthopädie, Kardiologie, Psychische Störungen, Neurologie und Stoffwechsel­erkrankun­gen erbracht werden können. Während die Inanspruchnahme dieses Programms jährlich durch zweistellige Zuwachsraten der Teilnehmerzahlen stetig steigt, wurden Prozesse der Einleitung bzw. Empfehlung des IRENA-Programms zum Ende der medizinischen Rehabilitation sowie Aspekte dessen Durchführung bislang nicht systematisch evaluiert.

Gegenstand und Ziel

Ziel der Studie ist es, Erkenntnisse über Inanspruchnahme, Einschätzung des Verfahrens, Akzeptanz und Prozesse des Nachsorge-Programms "Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA)" sowie über Ein-Jahres-Verläufe der Teilnehmer nach Maßnahmeabschluss zu gewinnen und daraus Anregungen und Vorschläge zur internen und externen Verfahrensoptimierung abzuleiten. Ein expliziter Schwerpunkt liegt dabei auf der Ermittlung von Ursachen geringer Inanspruchnahme insbesondere nach kardiologischer Rehabilitation.

Methoden

Die Datenerhebungen im Rahmen der Studie lassen sich in drei Bereiche unterteilen:

  1. Prozessdatenanalyse der IRENA-Basisdaten und der dazugehörigen Daten der vorhergehenden Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund
  2. Befragung von Vertretern orthopädischer und kardiologischer Rehabilitationseinrichtungen. Einerseits erfolgt eine Vollerhebung zu relevanten Aspekten mittels schriftlicher Befragung. Andererseits werden weitere Erkenntnisse im Rahmen einer Stichprobe bei beiden Indikationsgebieten mittels persönlicher Befragung gewonnen.
  3. Schriftliche Befragung von IRENA-Teilnehmern der Indikationsgebiete Orthopädie und Kardiologie in zwei Wellen (nach Abschluss der IRENA und ein Jahr nach Abschluss der IRENA). Zudem werden die zugehörigen IRENA-Ergebnisdokumentationen und Prozessdaten der Deutschen Rentenversicherung Bund zur Analyse herangezogen.

Erwartete Ergebnisse

Als Ergebnis werden entsprechend der Fragestellung umfassende Erkenntnisse zur Empfehlungs- und Erbringungsrealität des Nachsorgeprogramms IRENA erwartet. Zugleich liefert das Vorhaben umfangreiche Informationen zur Beurteilung des Programms aus Einrichtungs- und Patientenperspektive. Diese werden durch Erkenntnisse zur gesundheitlichen Situation der Teilnehmer ergänzt.

Daraus leitet sich die Möglichkeit der Beurteilung des Programms und dessen Ausgestaltung sowie Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung ab.