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Implementierung des Resident Assessment Instruments (RAI) als Qualitätsentwicklungs- und Steuerungsinstrument in der stationären Langzeitpflege

Kurztitel

  • RAI-Projekt / T1

Zeitraum

  • 02/2007 - 01/2010

Leitung

Mitarbeiter

  • Dr. Yvonne Selinger
  • Karina Targan

Partner

  • Prof. Dr. V. Garms-Homolová, Vertretung der interrai für Deutschland
  • Q-Sys AG, St. Gallen
  • Projekt A1 des Pflegeforschungsverbundes Nord: G. Roth / H. Rothgang: Verbesserung der Effektivität und Effizienz der ambulanten häuslichen Pflege durch das Resident Assessment Instrument (RAI-HomeCare 2.0)

Förderung

  • BMBF im Rahmen des Förderschwerpunktes "Angewandte Pflegeforschung" im Pflegeforschungsverbund Mitte-Süd

Zusammenfassung

Hintergrund 

Das Resident Assessment Instrument ist in den öffentlich finanzierten Pflegeheimen der USA obligatorisch. In zahlreichen Studien in den USA und inzwischen auch in Europa wurde die Verbesserung der Prozess- und Ergebnisqualität der Langzeitpflege durch die Einführung und Implementierung des RAI nachhaltig demonstriert und seine Messgültigkeit (Validität) und Interraterreliabilität der Module bestätigt (Hawes 1997, Austin 2004). Brandenburger (2002: 99) stellt fest, dass das RAI klare Voraussetzungen für die Verbesserung der Pflegequalität bietet, welche durch Haxes/Vladeck (2005: 6-45) nach Implementierung des RAI in amerikanischen Pflegeheimen vor allem im Bereich der Prozess- und Ergebnisqualität nachgewiesen werden konnte. Bernabei/Panfilo/Panio (2005: 99-117) konkretisieren die Erfolge der RAI-Einführung in italienischen Pflegeinstitutionen durch die Darlegung einer verbesserten Pflegeprozessplanung und einer verbesserten Dokumentation. Im Kontext des Case Management konnte die Hospitalisierungsrate ebenso gesenkt werden wie die Krankenhausaufenthaltsdauer (ebd.).

Fragestellung 

Die Implementierungsstudie soll die Frage beantworten, ob sich durch die Implementierung und Anwendung des Resident Assessment Instruments (RAI) in Pflegeheimen die Pflegequalität nachweislich erhöhen lässt.

Methoden 

In einer clusterrandomisierten - kontrollierten Studie soll überprüft werden, ob die Implementierung des RAI in Pflegeheimen zu einer Verbesserung der erbrachten Pflegequalität führt. Hierzu werden von 14 Pflegeheimen 7 Heime einer Interventionsgruppe, in denen das RAI implementiert wird, zugewiesen und 7 weitere Heime einer Kontrollgruppe, in denen das RAI nicht verwendet wird. Insgesamt werden 980 Bewohner (berücksichtigter Drop - out 40%) in die Studie eingeschlossen.

In Form von Inhouse - Schulungen werden alle Pflegenden der Pflegeheime, die für die Gestaltung des Pflegeprozesses von Bewohnern verantwortlich sind, auf die Implementierung und Anwendung des RAI vorbereitet, indem sie sowohl in der Anwendung des RAI – auf der Grundlage des RAI-Handbuches – als auch in Grundlagen des Pflegeprozesses und der Pflegedokumentation in einem Umfang von insgesamt zwei Tagen geschult werden.

Die Messungen zur Evaluation erfolgen in dem durch das RAI vorgegebene zeitliche Assessment jeweils in Schritten von 6 Monaten für den Zeitraum über 1,5 Jahre sowohl in den Heimen der RAI-Implementierung als auch in den Heimen der Kontrollgruppe. In der Kontrollgruppe werden nach diesen 18 Monaten die Schulungen nachgeholt und die Implementierung des RAI begleitet. Darüber hinaus werden Pflegedokumentationsanalysen und Befragungen von Pflegenden/Bewohner zu ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität durchgeführt. Die Qualität der Umsetzung der Intervention wird über Plausibilitätskontrollen dargestellt.

Erwartete Ergebnisse 

Es wird erwartet, dass die Intervention auf der Ebene der Bewohner im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer Verbesserung des Bewohneroutcomes und der Pflegequalität führt und auf der Ebene der Bewohner und Pflegenden zu eine Erhöhung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Darüber hinaus wird eine Verbesserung der Qualität der Pflegedokumentation und Prozessplanung angenommen.

Publikationen

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