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Rehabilitationszugangs- und Schnittstellenoptimierung der ambulanten Versorgung

Kurztitel

  • RezuS

Zeitraum

  • 09/2010 - 02/2012

Leitung

  • Prof. Dr. Johann Behrens
  • Prof. Dr. Wilfried Mau

Mitarbeiter

Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Institut für Rehabilitationsmedizin

Institut für Allgemeinmedizin

Partner

  • Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt-Thüringen

Förderung

  • Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland

Zusammenfassung

Hintergrund

Im Zuge einer zunehmend älter werdenden Arbeitnehmerschaft, gilt als eine der maßgeblich zu bewältigenden Herausforderungen der Arbeitswelt, einen gesundheitsbedingten Erwerbsausstieg sowie einen vorzeitigen Rentenzugang zu verhindern bzw. zu verzögern. Wesentliches Mittel dazu sind Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Bisherige Studien zeigten jedoch auf, dass eine Vielzahl an Problembereichen und Hürden den Zugang in medizinische Rehabilitationsleitungen aus der ambulanten Versorgung erschweren oder diesem entgegenstehen. Diese sind sowohl auf der Ebene der hausärztlichen als auch der fachärztlichen Versorgung relevant.

Gegenstand und Ziel

Gegenstand des Projektes ist die Weiterentwicklung und Verbesserung der Einbindung niedergelassener Haus- und spezialisierter Fachärzte in den Prozess der Reha-Bedarfserkennung und des Rehabilitationszugangs erwerbsfähiger Personen, da diese als zentrale Akteure in der ambulanten Versorgung und "gatekeeper" zu rehabilitativen Versorgungsangeboten eine entscheidende Rolle spielen. Dazu werden Möglichkeiten und Perspektiven zur Optimierung aus der Sicht von niedergelassenen Hausärzten und Rheumatologen sowie sozialmedizinischen Gutachtern des Leistungsträgers DRV Mitteldeutschland untersucht. Ziel ist es Optimierungspotenziale des Rehabilitationszugangs aufzudecken, Perspektiven zur Verringerung der (wahrgenommenen) Barrieren zu erarbeiten und somit eine bedarfsgerechte rehabilitative Versorgung mit zielgerichteter Ressourcenallokation zu unterstützen. 

Methoden

Die Studie wird als konsekutive, zweistufige qualitative Analyse durchgeführt. Dabei werden zunächst zur Problemexploration Informationen in vier Fokusinterviews mit den genannten Arztgruppen erhoben. Im Anschluss werden 30 persönliche Experteninterviews mit niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Rheumatologen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchgeführt. Die empirischen Erhebungen und Analysen werden durch eine systematische Literaturanalyse ergänzt. 

Erwartete Ergebnisse

Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Perspektiven der Verbesserung der Einbindung und Motivation von Haus- und spezialisierten Fachärzten in den Prozess des Reha‐Zugangs aufzeigen. Hierbei sind die Wege zu einer besseren Zusammenarbeit der Akteure zentral (z. B. Optimierung von Informations‐ und Kommunikationsstrukturen), in deren Konsequenz (auch durch Problematisierung von Fehlversorgung) eine bedarfsgerechte rehabilitative Versorgung mit zielgerichteter Ressourcenallokation steht.

Mittelfristig soll sowohl eine Verbesserung der Kommunikation zwischen niedergelassenen Ärzten und Leistungsträgern als auch über einen Kompetenzzuwachs niedergelassener Ärzte eine Verbesserung der Reha-Zugangssteuerung im Sinne von bedarfsgerechter und rechtzeitiger Reha-Initiierung erreicht werden. Übergeordnetes Ziel des Gesamtprozesses ist der Erhalt der Erwerbsfähigkeit und die Vermeidung von Frühberentung infolge gesundheitlicher Beeinträchtigungen.