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Technikgestützte Pflege-Assistenzsysteme und rehabilitativ-soziale Integration unter dem starken demografischen Wandel in Sachsen-Anhalt

Kurztitel

  • Technische Pflegeassistenz-Systeme

Zeitraum

  • 07/2010 - 06/2013

Leitung

  • Prof. Dr. Margarete Landenberger 
  • Dr. Alexander Bauer 

Mitarbeiter

Partner

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät I, Institut für Psychologie, PD Dr. Gundula Hübner (Projektkoordination) 
  • Hochschule Harz, Fachbereich Telekommunikation und optische Nachrichtentechnik, Prof. Dr. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert 
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Institut für Rehabilitationsmedizin, Prof. Dr. Wilfried Mau 
  • Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, Fachbereich Design, Prof. Frithjof Meinel

Förderung

  • Kultusministerium Sachsen-Anhalt (WZW)

Zusammenfassung 

Hintergrund und Fragestellung

Das Land Sachsen-Anhalt steht vor schwerwiegenden demographischen Herausforderungen. Im Vergleich mit anderen Bundesländern verschlechtert sich hier die demographische Situation überdurchschnittlich stark und schnell. Zwischen 1990 und 2006 verlor Sachsen-Anhalt 13,2 % seiner Bevölkerung. Diese Entwicklung wird in den kommenden Jahren noch an Geschwindigkeit zunehmen. Das statistische Landesamt Sachsen-Anhalt prognostiziert im Harzkreis ein Bevölkerungsrückgang um 15,5 % ausgehend von 2008 bis 2020. Den sich aus dieser demographischen Entwicklung ergebenden Versorgungsdefiziten gilt es in den nächsten Jahren entgegenzuwirken, um einer älter werdenden Bevölkerung eine breite und bezahlbare medizinische wie pflegerische Gesundheitsversorgung anbieten zu können und ländliche Räume attraktiv zu erhalten.

Ziel

Das Projekt analysiert Faktoren, welche die Akzeptanz des AAL seitens der Angehörigen von Gesundheitsberufen und potentieller Nutzer erhöhen um entsprechende Handlungsempfehlungen für die Anwendung von AAL-Technik in der Regelversorgung abzuleiten. Um dieses Ziel zu erreichen, umfasst das Forschungsprojekt zwei Module. Modul I hat die praktische Anwendung und Optimierung von AAL in der häuslichen Langzeitversorgung zum Gegenstand. Modul II fokussiert auf die Bedürfnisse seitens der Nutzer und eine entsprechende akzeptanzfördernde Schnittstellengestaltung. Die Ergebnisse der Benutzeranalyse fließen zudem in die Gestaltung des Strategieplans für die Versorgung im ländlichen Raum (Modul I) ein. 

Methoden

Um die Problematik der proprietären Insellösungen der heutigen technischen Telematik-Angebote zu überwinden, werden alle benötigten Applikationsbereiche in einem Usability-Testbed zusammen gefasst und exemplarisch umgesetzt. Ein Haushalt wird dazu mit AAL ausgerüstet. Dabei soll im Vorfeld mit ausgewählten Testklienten und Pflegedienstmitarbeitern die Telemetrienutzung im AAL-Technikum der Hochschule Harz validiert werden. Neben einer begleitenden Akzeptanzanalyse, in welche sowohl die Pflegemitarbeiter wie Nutzer (basierend auf Modul II) einbezogen werden, soll die Sicherheit der Patientendaten im angestrebten Online-Datenabgleich überprüft werden. Die Aufgabe der Antragsteller und ihrer Kooperationspartner ist es, mögliche IT-Schnittstellen zu definieren und entsprechende anforderungsspezifische Lösungen zu konzipieren, welche die technische Grundlage für tragfähige Business-Case-Modelle im Harzkreis bilden.

Stichworte

  • Demographischer Wandel 
  • Ambient Assisted Living 
  • Versorgungsforschung