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Schilddrüsendiagnostik

In unserer Schilddrüsenambulanz bieten wir neben Gespräch, Ultraschall und Laborkontrolle verschiedene nuklearmedizinische Untersuchungen an.

 

Welche nuklearmedizinischen Untersuchungen gibt es?

-          Schilddrüsenszintigraphie

-          MIBI-Schilddrüsenszintigraphie

-          Feinnadelbiopsie

 

Welchen Zweck hat die Untersuchung?

 Bei der Schilddrüsenszintigraphie wird die Funktion der Schilddrüse untersucht, also wie gut die Hormonherstellung vonstattengeht, z. B. kann man in Kombination mit dem Ultraschall Funktion von Knoten untersuchen (heiß, kalt, normal). Manchmal ist die Funktion auch in der gesamten Schilddrüse verändert wie z. B. beim M. Basedow oder diffusen/multifokalen Autonomien.

Findet man in der Schilddrüsenszintigraphie einen „kalten Knoten“ besteht statistisch ein ca. 5%-iges Risiko für Schilddrüsenkrebs, weswegen diese weiter abgeklärt werden sollten. Dafür eignet sich die MIBI-Schilddrüsen-Szintigraphie. Fällt diese Untersuchung unauffällig aus, ist Krebs nahezu ausgeschlossen. Bei auffälligem oder auch unklarem Ergebnis bzw. ergänzend kann eine Feinnadelbiopsie durchgeführt werden. Hierbei werden Zellen aus der Schilddrüse entnommen, die dann vom Pathologen untersucht werden.

 

Merke ich etwas bei der Untersuchung?

Sie spüren von dem Radiopharmakon nichts.

Wie jede nuklearmedizinische Untersuchung ist auch diese mit einer (geringen) Strahlenexposition verbunden. Diese ist nicht höher als bei anderen radiologischen Untersuchungen. Bei Verwendung der üblichen Aktivität beträgt die effektive Dosis bei der Schilddrüsenszintigraphie ca. 0,72 mSv und bei der  MIBI- Schilddrüsenszintigraphie 4,7 mSv.  Zum Vergleich: die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt pro Jahr ca. 2,1 mSv. Bei einer Computertomographie des Brustraums (CT Thorax) beträgt die effektive Dosis 5,8 ‑ 8 mSv.

Bei der Feinnadelbiopsie wird mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle eine Probe aus der Schilddrüse entnommen. Sie spüren nur den kurzen Einstich.

 

Sind Vorbereitungen nötig?

Für die  Schilddrüsenszintigraphie sollten Sie in den letzten Wochen bis Monaten keine größeren Mengen Iod zu sich genommen haben (KM-CT, Herzkatheteruntersuchung, bestimmte Desinfektionsmittel, bestimmte Medikamente wie Amiodaron, größere Mengen von Meeresfisch etc.).

Bei der MIBI-Schilddrüsenszintigraphie und der Feinnadelbiopsie sind keine speziellen Vorbereitungen nötig.

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Bei der Schilddrüsenszintigraphie wird das Radiopharmakon in die Vene appliziert. Nach 10-minütiger Wartezeit erfolgen Aufnahmen an der Schilddrüsenkamera (im Sitzen) für ca. 6 min.

Bei der MIBI- Schilddrüsenszintigraphie wird das radioaktive Material ebenfalls in die Vene gespritzt. Aufnahmen erfolgen nach ca. 10 min und nochmal nach 2 h unter der Gammakamera, ggf. mit zusätzlicher 3D-Untersuchung (SPECT).

Wenn die Nebenschilddrüsen untersucht werden sollen, werden im Vorfeld manchmal noch Ultraschall und eine Schilddrüsenszintigraphie gemacht.

Bei der Feinnadelbiopsie wird mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle und Desinfektion eine Probe aus der Schilddrüse entnommen. Die entnommenen Zellen werden auf Objektträgern ausgestrichen, getrocknet und zum Pathologen geschickt.

 

Bezahlt meine Krankenkasse die Untersuchung?

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für die Untersuchung.

Privatversicherten empfehlen wir, sich im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse abzustimmen.

 

Wo/Wie kann ich mich anmelden?

Am besten über das Anmeldeformular (Link), alternativ  telefonisch (0345/557-4308 oder -4363), per E-Mail (nuklearmedizin@uk-halle.de) oder Fax (0345/557-3466).

Zur Untersuchung bringen Sie bitte ihre Chipkarte und einen gültigen Überweisungsschein mit.

 

Weiterführende Informationen

 

http://nuklearmedizin.de/leistungen/leitlinien/html/schild_diagn.php?navId=53

http://nuklearmedizin.de/leistungen/leitlinien/docs/031-011l_S1_Schilddruesenszintigraphie_2014-10.pdf