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Information für Angehörige

Ihr Angehöriger hat eine große Operation hinter sich, hatte einen Unfall oder im Verlauf einer Krankheit eine Komplikation. - Unsere Ärzte- und Pflegeteams arbeiten mit allen Kräften daran, ihm zu helfen und ihn optimal zu versorgen. Selbstverständlich stehen wir auch Ihnen mit Rat und Informationen zur Seite.
Um Ihnen unsere Arbeit etwas näher zu bringen und Sie mit der Intensivstation vertraut zu machen, ist dieser Abschnitt ein kleiner Wegweiser. 

 

Vieles im Intensivbereich unterscheidet sich vom übrigen Krankenhausbereich - besonders die zahlreichen Apparate und Vorrichtungen moderner Medizintechnik, mit denen der Patient versorgt wird. Sie alle erfüllen wichtige Funktionen, um Ihren Angehörigen rund um die Uhr zu überwachen und optimal zu behandeln. Im Vordergrund steht für uns jedoch immer die persönliche Betreuung durch unsere Ärzte und das Pflegepersonal.

 Die persönliche Zuwendung durch Ihre Besuche betrachten wir als wertvollen Bestandteil des Behandlungskonzeptes. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir bei jedem Patienten individuell abwägen müssen, in welchem Umfang Besuche medizinisch verantwortbar und therapeutisch nützlich sind. Wir bitten Sie deshalb, diese mit dem betreuenden Pflegepersonal abzusprechen.
Für den Stationsablauf ist die Zeit zwischen 16.00 und 18.00 Uhr beziehungsweise am Wochenende zwischen 14.00 und 18.00 Uhr für Besuche am besten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir maximal 2 Besucher pro Tag zu Ihrem Angehörigen lassen können. Beim Betreten der Intensivstation dürfen wir Sie bitten, einen Schutzkittel anzuziehen. Weiterhin ist es notwendig, beim Betreten und Verlassen der Station eine Händedesinfektion durchzuführen. Spezielle Desinfektionsspender finden Sie im Eingangsbereich.
Wenn Sie über den Gesundheitszustand Ihres Angehörigen informiert werden möchten, steht Ihnen der Stationsarzt in der Zeit zwischen 7.00 und 16.00 Uhr für ein persönliches Gespräch gern zur Verfügung, danach der diensthabende Arzt. Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, sich telefonisch zu erkundigen (Tel. 0345/557-1795). Um die Privatsphäre zu schützen, geben wir Informationen jedoch nur an einen nächsten Angehörigen weiter.
Darüber hinaus stehen im Krankenhaus für Ihre Fragen und Probleme als weitere Ansprechpartner evangelische und katholische Seelsorger und ein Sozialdienst zur Verfügung. Namen,Telefonnummern und weitere Informationen können Sie der Homepage www.klinikseelsorge-halle.de entnehmen. Gerne sind wir bei der Kontakaufnahme behilflich.
Für Angehörige, die eine längere Anfahrt haben, besteht die Möglichkeit über die Klinikseelsorge einfache Übernachtungsmöglichkeiten zu erlangen.

 

Wie können Sie helfen?

Für die Pflege und individuelle Zuwendung ist es wichtig, den Patienten näher kennen zu lernen. Berichten Sie deshalb den betreuenden Pflegekräften über die Lebensgewohnheiten des Patienten. Es ist eine wichtige Hilfe, um einfühlsam zu betreuen und Geborgenheit zu vermitteln. In Situationen, in denen der Patient in seinen Artikulationsmöglichkeiten eingeschränkt ist, sind wir besonders auf Ihre Unterstützung angewiesen. Haben Sie keine Scheu davor, Ihren Angehörigen zu berühren, erzählen Sie etwas aus seinem persönlichen Umfeld. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Angehöriger Sie gar nicht hören kann. Bringen Sie ihm auch einige persönliche Gegenstände mit, wie das vertraute Parfüm oder Fotos von Familienmitgliedern, einen Walkman mit seiner Lieblingsmusik. Sie selbst sind die beste Medizin.

 

Wichtige Therapien und Vorrichtungen in der Intensivmedizin

Viele unserer Patienten werden mit einem Gerät künstlich beatmet. Dazu wird ein Schlauch (Tubus) über den Mund in die Luftröhre gelegt. Dadurch kann die Luft in die Lungen ein- und ausströmen. Während der Beatmung blockiert der Schlauch die Stimmbänder, der Patient kann nicht sprechen. Sobald der Schlauch entfernt wird, ist das Sprechen wieder möglich. Während der Behandlung erhält der Patient Medikamente und Infusionen. Sie werden über einen Venenkatheter verabreicht. Zur Ernährung mit Sondenkost, aber auch zum Ablauf von Magensaft, ist eine Magensonde erforderlich. Manchmal sind auch Drainagen zur Ableitung von Wundsekreten oder Blut notwendig. Ein Blasenverweilkatheter wird oft zur Kontrolle der Urinmenge gelegt. Einige Patienten erhalten zusätzlich Medikamente, die Schmerzfreiheit, Beruhigung und manchmal auch einen tiefen Schlaf bewirken. Unabhängig von der Bewusstseinslage erklären wir dem Patienten alle Pflege- und Behandlungsmaßnahmen. Wache Patienten erhalten die Möglichkeit, sich auch schriftlich mitzuteilen. Zur ständigen Kontrolle des Kreislaufes ist eine Überwachung mit Monitoren notwendig. Diese zeichnen laufend Herzschlag, Blutdruck und andere Messwerte auf. Schon kleine Veränderungen werden sofort registriert und über akustische Signale gemeldet. 

 

Angehörigeninformation zum Betreuungsverfahren

Ihr Angehöriger kann in die Lage kommen, Entscheidungen selbst nicht mehr treffen zu können. In dieser Situation ist er auf seine engsten Angehörigen angewiesen. Allerdings muss zur Herstellung einer juristisch einwandfreien Sachlage ein so genanntes Betreuungsverfahren beim zuständigen Vormundschaftsgericht eingeleitet werden. Vom Vormundschaftsgericht kann dann ein Betreuer bestellt werden, sofern ein Patient, in diesem Fall Ihr Angehöriger, aufgrund seines derzeitigen Krankheits- beziehnungsweise Bewusstseinszustandes seine persönlichen Angelegenheiten und Entscheidungen nicht mehr regeln kann. Dies ist nicht gleichzusetzen mit einer Entmündigung oder Entrechtung. 
Im Rahmen dieses Betreuungsverfahrens müssen Sie zunächst einen Antrag beim Vormundschaftsgericht stellen. Das Gericht wird dann umgehend die Sachlage prüfen und ein so genanntes Sachverständigengutachten einholen und entscheidet dann über den Umfang der Betreuung. All dies ist notwendig, damit Sie im Interesse Ihres Angehörigen wichtige Entscheidungen im Rahmen des Behandlungsprozesses und natürlich nach entsprechender Aufklärung unsererseits für die Zeit seiner »Geschäftsunfähigkeit« treffen können. 

 

Wir hoffen, Ihnen hiermit eine kleine Orientierungshilfe gegeben zu haben. Bei weiteren Fragen, Wünschen, Unklarheiten und Anregungen sprechen Sie uns bitte an.

Kontakt zum Direktor

Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)

Direktor:
Prof. Dr. Michael Bucher

Sekretariat:
Frau Elfie Müller-Böhme
Tel: +49 (0)345 557-2322
E-Mail:
anaesthesie©uk-halle.de

Kontakt ITS1

Anästhesiologische Intensivstation 1
FG 4, Ebene U01

Leiter: 
OA Dr. med. Th. Steinke

Tel.: 0345 557-2402
Fax: 0345 557-2404

Kontakt ITS2

Anästhesiologische Intensivstation 2
FG 1, Ebene E02

Leiter: 
OA Dr. med. Stefan Moritz

Tel.: 0345 557-5939
Fax: 0345 557-4636