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Zugang zur Hebamme / Verfügbarkeit der Hebamme

Frauen wünschen sich, erst mehrere Hebammen kennenzulernen und sich dann für eine zu entscheiden. Frauen möchten vorher über die angebotenen Leistungen der Hebamme informiert werden und erfahren, welche anderen Möglichkeiten es eventuell noch bei anderen Hebammen gäbe. Sie finden es unangenehm, wenn ihnen in einer Praxisgemeinschaft eine Hebamme zugeteilt wird.

Frauen benötigen noch am Entlassungstag aus der Klinik die Hilfe ihrer Hebamme zu Hause. Das gilt auch am Wochenende und an Feiertagen.

Frauen schätzen es, dass die Hebamme fast immer erreichbar ist. Sie erwarten klare Angaben darüber, zu welchen Zeiten und wie sie die Hebamme erreichen können und wo sie außerhalb dieser Zeit anrufen können. Wenn ihre Hebamme im Urlaub ist, wünschen sich Frauen eine hilfreiche Vertretung. Diese soll gut über sie und ihre Bedürfnisse Bescheid wissen. Wenn sich die Hebamme bei den Frauen nicht meldet, wenn sie lange auf einen Termin warten müssen oder wenn Hausbesuche oft abgesagt werden, finden Frauen die Hebamme unzuverlässig.

Frauen wollen mehr über die Hebammenhilfe wissen. Sie brauchen Informationen, die leicht für sie zugänglich sind, aber auch Bücher und Zeitschriften. Zur Hebammen-Suche erhalten sie im Vorfeld nicht genug Hinweise. Frauen möchten sich im Internet zu jeder Hebamme informieren, auch darüber, ob sie noch freie Plätze hat. Frauen glauben außerdem, dass Glück und Beziehungen wichtig sind, um eine Hebamme zu bekommen.

Der große Aufwand, der mit der Hebammen-Suche verbunden ist, stresst die Frauen. Sie bedauern, dass sie sich selbst darum kümmern müssen. Es frustriert sie, wenn eine Betreuung nicht klappt, weil die Entfernung zu groß ist oder die Hebamme keinen freien Platz mehr hat. Besonders schwer fällt die Hebammen-Suche denjenigen Frauen, die keinen Internetzugang haben, Frauen, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit über wenig freie Zeit verfügen, oder Frauen, die schlecht Lesen und Schreiben können. Aber auch Frauen, die in eine andere Gegend ziehen, fühlen sich benachteiligt.

Frauen berichten, dass sie aufgrund des Mangels an Hebammen schon vor der 12. Schwangerschaftswoche damit anfangen müssen, eine Hebamme zu suchen. Davon fühlen sie sich unter Druck gesetzt. Um die richtige Hebamme zu finden, hätten sie gerne mehr Zeit. Die fehlende Wahlmöglichkeit frustriert sie. Wenn sie mit ihrer Hebamme nicht zufrieden sind, scheint ein Wechsel gar nicht möglich zu sein. Die Frauen wünschen sich, dass es in Zukunft wieder ausreichend viele Hebammen mit genügend Zeit für jede Frau geben wird. Ein Wochenbett ohne Hebamme wollen sie sich nicht vorstellen.

Frauen finden die Aufgabentrennung von Hebamme und Familienhebamme sinnvoll, aber nicht alle wissen darüber Bescheid. Manche lassen sich gleichzeitig von einer Hebamme und Familienhebamme betreuen, andere erst von der Hebamme und später von der Familienhebamme. Außerdem gibt es Frauen, die ihre Familienhebamme bitten, auch die normalen Hebammenaufgaben zu übernehmen. Die Frauen finden es zum Beispiel gut, dass die Familienhebamme sie zum Arzt begleitet oder auch ältere Geschwisterkinder fördert. Wenn Frauen nicht ganz freiwillig einer Familienhebamme zustimmen mussten, sind sie rückblickend trotzdem froh über die Betreuung.

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