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Häufige Fragen von Patienten zur Narkose

Betreut mich während der Anästhesie der Anästhesist, mit dem ich zuvor in der Anästhesiesprechstunde gesprochen habe? 

Bei fast 80 Narkoseärztinnen/ärzten ist dies leider nicht möglich. Der das Aufklärungsgespräch führende Kollege wird jedoch alle wesentlichen Angaben auf ihrem Narkoseprotokoll vermerken und darüber hinaus Besonderheiten persönlich an den die Narkose durchführenden Anästhesisten weiter geben. Sie müssen also nicht befürchten, dass eine wichtige Information verloren geht. Auch wird sich jeder Kollege bemühen, dass Sie sich wohl fühlen. 

Wie lange muss ich nüchtern sein? 

Die Vollnarkose schaltet neben Bewusstsein und Schmerzempfinden auch die Schutzreflexe (Schluck- und Hustenreflex) aus. Hierdurch kann Mageninhalt in den Rachen gelangen, eingeatmet werden und dann eine Lungenentzündung hervorrufen. Deshalb darf man mindestens sechs Stunden vorher nichts mehr essen und zwei Stunden vorher nichts mehr trinken.


Darf ich am Operationstag noch meine Tabletten nehmen?

Tabletten und etwas Wasser, um diese zu schlucken, dürfen trotz notwendiger Nüchternheit eingenommen werden. Manche Medikamente stören die Narkose. Bei anderen hingegen ist es besonders wichtig, dass sie weiter eingenommen werden. Welche Ihrer Medikamente Sie am OP-Tag nehmen dürfen, wird Ihnen der Anästhesist erklären. Auch wird er dies genau auf Ihrem Narkoseprotokoll vermerken, damit die Schwestern Ihrer Station Bescheid wissen.


Wann darf ich wieder trinken und essen?

Um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen, sollten Sie mit dem Trinken mindestens drei Stunden warten. Wenn dieses dann gut funktioniert, werden Sie auch langsam essen dürfen. Manchmal, zum Beispiel bei einem Eingriff am Darm, kann es nötig sein, länger auf Trinken und Essen zu verzichten. Dann werden Flüssigkeit, bei mehrere Tage anhaltender Nüchternheit, auch Ernährung über die Vene gegeben. 


Ich habe Angst, während der Narkose aufzuwachen.

Neben der Überwachung aller wesentlichen Organfunktionen überprüft der Anästhesist während der Vollnarkose ständig die Narkosetiefe, unter anderem anhand von Puls, Blutdruck und Atmung. Sie brauchen daher keine Angst zu haben, während der Narkose aufzuwachen. 


Kann es sein, dass ich hinterher nicht mehr aufwache?

Die Anästhesie ist heute so sicher wie nie zuvor. Diese erfreuliche Tatsache verdanken wir vor allem der Entwicklung neuer Medikamente und besserer Überwachungsmöglichkeiten. Dennoch können in seltenen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Das Risiko hierfür wird wesentlich durch die Vorerkrankungen des Patienten und die Größe/Art der Operation bestimmt. Beim relativ gesunden Patienten und einem kleinen bis mittelgroßen Eingriff ist das Risiko überschaubar.


Was kann ich tun, wenn mir nach vorangegangenen Narkosen immer so übel war?

Sie müssen dies Ihrem Narkosearzt mitteilen. Die modernen Medikamente lösen Übelkeit und Erbrechen erheblich seltener aus als dies bei den früheren Medikamenten der Fall war. Dabei hängen Häufigkeit und Ausprägung von der persönlichen Veranlagung und der durchgeführten Operation ab. Bei bekannter Veranlagung können wir jedoch besondere vorbeugende Maßnahmen ergreifen.


Kann eine Regionalanästhesie einen bleibenden Schaden verursachen?

Alle für die Regionalanästhesie verwendeten Materialien und Medikamente wurden speziell im Hinblick darauf entwickelt, das Risiko einer Nervenschädigung möglichst auszuschließen. Weiterhin werden unsere Kollegen in diesen Verfahren gezielt geschult. Daher sind bleibende Schäden heute sehr selten.


Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Von Seiten der Narkose müssten Sie oftmals nur bis zum nächsten Tag im Krankenhaus bleiben. Demgegenüber bedarf zum Bespiel die Operationswunde normalerweise einer etwas längeren Fürsorge. Somit sollten Sie diese Frage besser dem operierenden Kollegen stellen.