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Backwaren als Functional Food: neuronaler Schutz vor stressinduziertem Zelltod

Die Alzheimer Demenz gehört zu den degenerativen Erkrankungen von Geweben mit geringem Regenerationspotenzial. Hierbei spielen Alterungsprozesse der Gewebe eine zentrale Rolle. Im Verlaufe der Demenz kommt es durch oxidativen Stress zum Absterben von Nervenzellen. Studien mit Antioxidantien wie Vitamin E haben bei Patienten mit einer Demenz zu widersprüchlichen Resultaten geführt. Auch im Vergleich zu anderen Krankheiten scheint ein langfristiger Schutz meist nur dann erreichbar, wenn die körpereigene Abwehr stimuliert werden kann. Pathophysiologisch ist in alternden Geweben wie das Gehirn die Akkumulation von molekularen Schäden über viele Jahre hinweg von besonderer Bedeutung (Kirkwood, Nature 451 (2008) 644). Das metabolische Syndrom bzw. Diabetes führt zu einem verdoppelten Risiko an Demenz zu erkranken (Mayeux und Stern, Cold Spring Harb Perspect Med. 2012, doi; 1O.1101/cshperspect.a006239). Ein wichtiger Pathomechanismus bei Diabetes ist die Akkumulation von glykierten "verzuckerten" Eiweißen (Advanced Glycation Endproducts (AGEs) (Simm et al., Z Gerontol Geriat 45 (2012) 95). Endogene Bildung und Akkumulation dieser AGEs wird als treibende Kraft von degenerativen Erkrankungen gesehen. Unklar bleibt zumeist, welche Effekte AGEs aus der Nahrung haben.

Ansprechpartner: Prof. Dr. A. Simm
Telefon: 0345 557-2647
E-mail: andreas.simm(at)uk-halle.de

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