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Am 30. September hat Dr. Gertrud Ayerle vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Forschungsprojekt „Präferenzen und Defizite in der hebammenrelevanten Versorgung in Deutschland aus Sicht der Nutzerinnen und Hebammen” vorgestellt. Lesen Sie hier weiter.

Symposium: Der ältere Tumorpatient: interdisziplinäre Behandlungsplanung und Lebensqualität

Für ältere Patienten ist der Erhalt von Lebensqualität, Alltagsfunktionalität und Unabhängigkeit von großer Bedeutung. Damit diese Patienten trotz unterschiedlicher
Begleiterkrankungen und Einschränkungen der Funktionalität von moderner Tumortherapie profitieren können, ist es wichtig, Aspekte der gesundheitlichen
und psychosozialen Situation sowie der Lebensqualität in Therapieentscheidungen und in die Sektoren-übergreifende Behandlung und Begleitung einzubeziehen. Lesen Sie hier weiter.

Fortbildungspunkte für Pflegende und Ärzte sind beantragt.

Ankündigung der Öffentlichen Ring-Vorlesung

Im Wintersemester 2016/17 findet in den Hörsälen 1 und 4 des Universitätsklinikums die öffentlichen Ringvorlesung mit dem Thema 

"Gesundheit von Frauen und Männern ist viel mehr als Biologie!
Ausgewählte Bereiche der Forschung zum sozialen Geschlecht als Determinante von Gesundheitsverhalten und Gesundheit"

statt. Mit einem KLICK auf die Grafik können Sie sich die einzelnen Themen und Termine anzeigen lassen.

Effektiv gegen familiären Darmkrebs - Experten aus ganz Deutschland diskutieren am 04./05. Dezember 2015 in Halle

Die gesetzlich vorgesehene Darmkrebsvorsorge erreicht seit ihrer Einführung vor 10 Jahren maximal ein Fünftel der Vorsorge-Berechtigten. Selbst besonders risikobelastete Personen werden folglich teilweise zu spät oder gar nicht erkannt. Mehr als 60 Darmzentren und Fachpraxen zwischen Nordsee und Oberbayern haben daher in den letzten 3 Jahren über 1.100 Patienten speziell auf das erhöhte Darmkrebsrisiko ihrer Verwandten 1. Grades hingewiesen. Sie waren Teilnehmer der vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten FAMKOL Studie im Nationalen Krebsplan. 

Prof. Dr. Margarete Landenberger und Dr. Alexander Bauer vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg hatten 2012 gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Seufferlein (Universitätsklinikum Ulm), Prof. Dr. Max Reinshagen (Klinikum Braunschweig), Prof. Dr. Stephan Hollerbach (Allgemeines Krankenhaus Celle) und Prof. Dr. Jürgen F. Riemann (Ludwigshafen) unter der Schirmherrschaft der Stiftung LebensBlicke e.V. dieses deutschlandweite Modellvorhaben ins Leben gerufen. 

Erstgradig Verwandte wurden telefonisch zu Vorsorgemöglichkeiten beraten und konnten über ihre Bedenken mit speziell geschultem nicht-ärztlichen Personal sprechen. Ergebnis: über 60% gingen zur Vorsorge-Darmspiegelung. Bei fast einem Viertel dieser Untersuchungen konnten mögliche Vorstufen von Darmkrebs (Polypen und Adenome) festgestellt und rechtzeitig entfernt werden.

Die FAMKOL-Studie zeigt für Deutschland zum ersten Mal, wie eine gezielte Einladung zur Darmkrebsvorsorge gestaltet werden kann. Damit liefert die Studie wichtige Bausteine für die praktische Umsetzung des Krebs-Früherkennungs- und Registergesetztes (KFRG) und des Nationalen Krebsplans.

Am 04. und 05. Dezember lädt die Studienleitung interessierte Kolleginnen und Kollegen zu einem interdisziplinären Symposium ein. Diese Veranstaltung soll als Forum zur Präsentation und Diskussion der neusten Erkenntnisse der Darmkrebs-Vorsorge dienen. „Wir freuen uns schon darauf, im Austausch mit ausgewiesenen Fachexperten und Kostenträgern die Zukunft der risiko-adaptierten Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland zu diskutieren, damit wir noch mehr Menschen schützen können.“ erklärt der Leiter der Studie, Dr. Alexander Bauer vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft. 

Veranstaltungsort ist die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle. Anmeldungen sind noch bis spätestens 06.11.2015 kostenfrei möglich.

Link zum Flyer