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Kurzbeschreibung:
Mit der Aufnahme bandscheibenbedingter Erkrankungen der Lendenwirbelsäule in die Berufskrankheitenliste im Jahr 1992 stellte sich die Frage der arbeitstechnischen Voraussetzungen zur Anerkennung dieser Berufskrankheit. Diese Fragestellung konnte bis heute nicht einheitlich beantwortet werden. In der Deutschen Wirbelsäulenstudie soll auf der Grundlage einer differenzierten Ermittlung der beruflichen Belastungen die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen definierten kumulativen Belastungen und der Diagnose einer bandscheibenbedingten Erkrankung der Lendenwirbelsäule bei Männern und Frauen untersucht werden. Hierbei soll der Zusammenhang zwischen der – expertengestützt ermittelten – kumulativen Belastungsdosis und dem Auftreten bandscheibenbedingter Erkrankungen bei Männern und Frauen geklärt werden. Der Studie kommt eine hohe praktische Relevanz für die Umsetzung der Berufskrankheit Nr. 2108 der Berufskrankheitenverordnung zu.

Das Forschungsprojekt wird als multizentrische Fall-Kontroll-Studie durchgeführt. In Halle sollen 250 Fälle (Probanden mit definierten Erkrankungen der Lendenwirbelsäule) zwischen 25 und 70 Jahren aus den relevanten Fachkliniken im Raum Halle rekrutiert werden. Die Kontrollprobanden werden aus einer repräsentativen Stichprobe der Bevölkerung der Stadt Halle (Saale) und des Saalkreises im Alter von 25-69 Jahren rekrutiert. Die Datenerhebung erfolgt durch ein oder zwei computergestützte Befragungen der Studienteilnehmer. Dabei werden neben allgemeinen Angaben zur aktuellen und früheren Berufstätigkeit die berufsbedingte lebenslange Belastung der Wirbelsäule durch Heben, Tragen, extreme Rumpfbeugehaltung und Ganzkörperschwingungen erfasst, weiterhin außerberufliche körperliche und psychosoziale Belastungen. 

Es besteht ein starkes öffentliches Interesse an der Durchführung des Forschungsprojektes, da aufgrund der Studienergebnisse die berufliche Exposition durch körperliche Belastung als Ursache bandscheibenbedingter Erkrankungen der Lendenwirbelsäule wesentlich differenzierter erfasst werden kann. Damit wird eine adäquatere Begutachtung der weitverbreiteten Berufskrankheit Nr. 2108 möglich. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen nach Abschluss der Studie für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden, indem ein korrigierter Grenzwert für die kumulative Belastungsdosis am Arbeitsplatz zur Anerkennung einer Berufskrankheit festgelegt wird.

 

Publikationen und Vorträge:
Schumann B, Bergmann A, Linhardt O, Hofmann F, Ditchen D, Jäger M, Seidler A, Bolm-Audorff U (2004). EPILIFT – An epidemiological study on lumbar diseases and the exposure to object handling and postural load. Premus 2004, 5th International Scientific Conference on Prevention of work-Related Muskuloskeletal Disorders, Abstract Book Vol. I, ETH Zürich: 297-298.