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Psychoedukation

"Unter dem Begriff Psychoedukation werden systematische didaktisch-psychotherapeutische Interventionen zusammengefasst, die dazu geeignet sind, Patienten und ihren Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlung zu informieren, das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang mit der Krankheit zu fördern und sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen." (Hahlweg, 2006)

In Einzel- oder Gruppensitzungen dient Psychoedukation der strukturierten Vermittlung von Wissen über die Erkrankung durch den Therapeuten an den Patienten. Sie ist ein wichtiger Pfeiler der psychiatrischen Therapie. Der Patient wird so in die Lage versetzt, sein Krankheitsverständnis, aber auch seine individuellen Krankheitsbewältigungsstrategien zu verbessern.

Vermittelt werden unter anderem ein Krankheitskonzept einschließlich biologischer Grundlagen, Krankheitsursachen, Frühwarnzeichen für den Erkrankungsausbruch, stabilisierende und destabilisierende Faktoren sowie Therapiemöglichkeiten und ihre Risiken.

Dabei wird Wert auf eine für die Patienten verständliche Vermittlung des Wissens und ausreichend Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch gelegt.

Verwendet werden häufig standardisierte Arbeitsblätter, die neben einer verständlichen Sprache auch Abbildungen einsetzen, um Wissen verständlich zu vermitteln.

Die Wirksamkeit dieser Therapiemethode ist wissenschaftlich gut belegt.

Auch die Schulung von Angehörigen hat eine wissenschaftlich belegten positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf des Patienten, weswegen wir auch hierauf, beispielsweise in unserer Angehörigengruppe für Psychoseerkrankte, großen Wert legen.