Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Entspannungsverfahren

Entspannungsverfahren spielen in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung eine große Rolle. Es sind Techniken, mit denen psychische und geistige Anspannung verringert und so das Erleben von Gelassenheit und Zufriedenheit gefördert werden kann.

Während des Entspannungsverfahrens wird der aktivierende Teil des Nervensystems, der sogenannte Sympathikus, gehemmt und der entspannende Anteil aktiviert, sodass Atmung, Herzfrequenz und Blutdruck sinken und eine allumfassende Entspannung erreicht werden kann.

Diese steuerbare Entspannung ist insbesondere bei psychischen Erkrankungen hilfreich, die häufig mit einem nicht kontrollierbaren Stressniveau einhergehen.

So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich ist auch ihr Zugang zu Entspannung, weswegen sich im Laufe der Zeit unterschiedliche ritualisierte Entspannungsverfahren etabliert haben.

Die in unserer Klinik am häufigsten verwendeten sollen hier kurz vorgestellt werden:

Autogenes Training ist ein autosuggestives Verfahren, bei dem sich durch die Konzentration auf kurze formelhafte Vorstellungen (z. B. der Arm ist schwer) ein Gefühl der Entspannung einstellt.

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson ist ein Verfahren, bei dem durch die bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung im ganzen Körper erreicht wird. Die Konzentration wird auf das jeweilige Gefühl der An- und Entspannung gelenkt. Die Progressive Muskelrelaxation findet auch in der geführten Entspannungsgruppe unserer Institutsambulanz Anwendung.

Beim Yoga wird durch in Achtsamkeit durchgeführte Körperstellungen und Atemübungen ein Gefühl der Entspannung erzeugt.

Entspannungsverfahren werden heute breit eingesetzt, wobei es auch Erkrankungskonstellationen gibt, in denen eine unkritische Anwendung nicht zu empfehlen ist. Grundsätzlich stellen sie aber bei vielen Erkrankungen einen wertvollen Therapiebaustein dar, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich gut belegt werden konnte.