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Neuroonkologisches Zentrum

Leiter des Zentrums:                                                                                                                             Prof. Dr. Christan Strauss

 

Zentrumskoordinator:                                                                                                                      Jörg Illert

 

Psychoonkologin: Friederike Eckardt, Tel. (0345) 557 4226 

 

Das Neuroonkologische Tumorboard findet jeden Dienstag um 14.30 Uhr im Tumorboardraum des Krukenberg-Krebszentrums (FG 15, U01) statt. 

Gerne können auch auswärtige Patienten zur Besprechung angemeldet werden. Hierfür setzen Sie sich bitte in Verbindung mit dem Sekretariat der Neurochirurgischen Klinik.  

 

Kontakt:

Sekretariat

Fr. Nywelt

Tel.: (0345) 557-1407

Fax: (0345) 557-1412

E-Mail: neurochirurgie(at)uk-halle.de

 

NeuroOnkologie

Die Behandlung von Tumoren des Nervensystems ist Kernaufgabe der Neurochirurgie. Solche Tumoren können primär im Bereich des zentralen oder peripheren Nervensystems entstehen (z.B. Gliome, Meningeome oder Schwannome); häufig treten sie aber auch als sekundäre Tumoren bei Erkrankungen anderer Organsysteme auf (z.B. Metastasen und Lymphome).

 

Tumoren des Nervensystems werden dabei in jedem Lebensalter vom Säugling bis hin zum betagten Patienten angetroffen. Ihre erfolgreiche Behandlung muss heute auf den individuellen Patienten abgestimmt interdisziplinär erfolgen. Dementsprechend werden neuroonkologische Erkrankungen im interdisziplinären Tumorboard zusammen mit Neurologen, Neuroradiologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen unter therapeutischer Führung der Neurochirurgie besprochen. Zusätzlich werden im Bedarfsfall Vertreter weiterer Disziplinen, wie etwa der Kinderheilkunde oder der HNO-Heilkunde, eingeladen.

 

Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist für Diagnostik und Therapie von Tumoren des Nervensystems unabdingbar. Nur so kann eine individuelle Vorgehensweise so geplant und durchgeführt werden, dass sie dem Patienten gerecht wird. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Konzept der funktionserhaltenden Neurochirurgie, welche eine möglichst radikale Entfernung des Tumors unter Vermeidung neurologischer Ausfallserscheinungen zum Ziel hat. Dazu werden modernste Verfahren eingesetzt:

  • Mittels intraoperativer Neuronavigation und rahmenloser Sterotaxie können auch tief liegende Tumoren „auf kürzestem Wege“ direkt aufgesucht und gezielt angegangen werden. Dabei können wichtige Bahnverbindungen („fiber tracking“) und die Lokalisation kritischer Hirnareale („funktionelles MRT“) eingeblendet werden.
  • Weltweit einzigartige Verfahren des Neuromonitorings tragen dazu bei, bei Tumoren im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels (z.B. Akustikusneurinom) die umliegenden Nerven zu schonen.
  • Innovative Techniken zur Fusion von Patientenbildern mit Musterdatensätzen erlauben zusammen mit dem Neuromonitoring sichere Zugänge im Bereich des Hirnstamms.
  • Weiterentwickelte Operationsstechniken machen schonende, anatomisch saubere Zugänge zu Tumoren des Nervensystems möglich (Stichwort: Schlüssellochchirurgie). Kosmetisch störende Narben gehören so der Vergangenheit an.

Vor und nach einem neurochirurgischen Eingriff wird der Patient von einem engagierten Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten und Mitarbeitern des Sozialdienstes betreut, das offene Fragen klärt und eine lückenlose Nachsorge in die Wege leitet. In diesem Rahmen arbeiten wir eng mit den Kollegen der Strahlentherapie zusammen, so dass nötigenfalls weitere therapeutische Maßnahmen mit den Patienten abgestimmt und geplant werden können. Insgesamt verfolgen wir das Ziel, dass der Patient baldmöglichst wieder in sein normales Leben zurückkehren kann.

 

Mit Abschluss des stationären Aufenthalts erfolgt unmittelbar eine Terminvergabe für die ambulante Nachsorge, die über unsere Neuroonkologische Sprechstunde geleistet wird. In diesem Rahmen wird bei bestimmten neuroonkologischen Erkrankungen in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt eine ambulante chemotherapeutische Nachbehandlung mit hochmodernen Präparaten erfolgen. Die Medikamente selbst kann der Patient dabei zuhause in seinem gewohnten Umfeld einnehmen. Der Erfolg dieser Therapien wird engmaschig ambulant überwacht.