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A mixed methods systematic review of pre-discharge home assessments to improve the transition of care from the inpatient care to home in adult patients

Kurztitel

  • Pre-discharge home assessment

Zeitraum

  • 01.08.2018 –28.02.2019

Projektleitung

Mitarbeiter/-in

Förderung

  • aus Eigenmitteln des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft

Hintergrund

 

Die stationäre Behandlung in der Versorgung chronischer Erkrankungen hat zum Ziel, die Teilhabe der Patientin/des Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern. Unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung werden jedoch während des stationären Aufenthaltes in einer Akut- und oder Rehabilitationsklinik die häuslichen Gegebenheiten oftmals nur unzureichend und wenig systematisch in der Vorbereitung der Patientinnen und Patienten auf die Rückkehr nach Hause einbezogen. Die konkreten Informationen über die Funktionsfähigkeit der Patientin/des Patienten im häuslichen Umfeld sind jedoch grundlegend für die Anpassung teilhabeorientierter Therapieziele. 

Bereits während der stationären Rehabilitation könnte ein systematisches Assessment (in) der häuslichen Umgebung (environmental assessments, pre-discharge home visits, weekend passes) zu einer gezielteren Entlassungsvorbereitung beitragen. Zum einen wäre es dadurch möglich, die Leistungsanforderungen an die Patientin/den Patienten für eine Rückkehr ins häusliche Umfeld unter realen Bedingungen zu erheben. Training, Anleitung und Schulung könnten so innerhalb der Therapien teilhabeorientierter erfolgen. Zum anderen können notwendige wohnräumliche Anpassungen und Hilfsmittelbedarfe bereits vor der Rückkehr nach Hause erkannt und initiiert werden. 

In einigen Ländern sind solche häuslichen Assessments während eines stationären Aufenthaltes regulärer Bestandteil der Entlassungsvorbereitung bei bestimmten Patientengruppen und werden oft von Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten durchgeführt.

Es existiert bisher nur unzureichend systematische Evidenz zur Frage, ob und unter welchen Bedingungen Vorentlassungshausbesuche erfolgreich sein können.

 

Ziel

 

Es sollen 2 Forschungsfragen beantwortet werden:

  1. Welche Effekte haben Assessments (in) der häuslichen Umgebung vor der Entlassung nach Hause?
  1. Was sind Förderfaktoren und Barrieren in Zusammenhang mit Assessments (in) der häuslichen Umgebung vor der Entlassung?

Ziel ist es, Empfehlungen für die Anwendung von Assessments (in) der häuslichen Umgebung in der Praxis abzuleiten.

 

Methode

 

Es wird eine umfassende Literaturrecherche, bestehend aus systematischer Datenbankrecherche, Referenzlistenrecherche, Registersuche, Suche nach grauer Literatur sowie eine Vorwärts-Zitat-Suche durchgeführt. Eingeschlossen werden Individual- oder Cluster-randomisierte Studien (RCT) und kontrollierte klinische Studien (CCT), qualitative Studien sowie Studien mit qualitativen und quantitativen Anteilen. Studien, welche nicht in deutscher oder englischer Sprache publiziert sind, werden ausgeschlossen. Es werden Studien eingeschlossen, deren Teilnehmer ein Mindestalter von 18 Jahren haben, ohne eine Beschränkung auf eine bestimmte Indikation/Erkrankung. Ausgeschlossen werden Studien, sobald die Gesundheitsprobleme ausschließlich im kognitiven und/oder psychischen Bereich liegen. Eingeschlossen sind Studien mit Interventionen, die entweder auf Verbesserungen der Mobilitäts- und/oder Alltagsfertigkeiten abzielen und/oder (gemeinsam mit oder ohne die Patientin/den Patienten) den Bedarf an wohnräumlichen Anpassungen und Hilfsmitteln erheben. Die Qualität aller eingeschlossenen Studien wird durch zwei Forschende unabhängig voneinander mit Hilfe folgender Bewertungstools durchgeführt: das Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions, Version 5.1 für RCTs und CCTs sowie das Critical Appraisal Skills Programme (CASP) für qualitative Studien und die Mixed Methods Scores (MM) des Mixed Methods Appraisal Tool (MMAT) für Mixed Methods Studien. Ein Konsens bei Unstimmigkeiten wird gegebenenfalls mithilfe eines dritten Forschenden erzielt. Eine Metaanalyse quantitativer Daten wird ausgeführt, soweit die Datenlage es erlaubt. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit der Intervention werden mit den Erkenntnissen zu Förderfaktoren und Barrieren verknüpft und zusammenfassend dargestellt.

 

Die Studie ist unter der Kennnummer CRD42018100636 beim International prospective register of systematic reviews (PROSPERO) registriert.