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Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch


Therapieansätze für die Frau 

  • Hormonelle Stimulation der Frau zur Zyklusregulation, um einen regelmäßigen Eisprung und eine gute Vorbereitung der Gebärmutter auf eine Schwangerschaft zu erreichen. 
  • minimal-invasive Entfernung von gutartigen Tumoren (Myome, Endometriosezysten, Dermoide, etc.) oder von Verwachsungen mittels Bauchspiegelung 

 


Hilfestellung bei der Befruchtung 

  • Einspülen der Spermien in die Gebärmutter (intrauterine Insemination, IUI), z.B. bei eingeschränkter Spermienqualität 
     
  • Entnahme von Eizellen nach Hormonstimulation und Befruchtung außerhalb des Körpers durch Zugabe der Spermien in einer Kulturschale (in-vitro- Fertilisation, IVF) 

US

  • Direktes Einbringen einer Samenzelle in die 
    Eizelle in vitro (intrazytoplasmatische Spermieninjektion, ICSI) 
      
  • Gewinnung zur Befruchtung nötiger Samenzellen aus Hoden- oder Nebenhodengewebe (testikuläre Spermienextraktion, TESE oder mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration, MESA) 
      
  • Kryokonservierung (Einfrieren) in-vitro befruchteter Eizellen (Vorkernstadium) und Embryotransfer nach Wiederauftauen und Weiterkultur in einem Folgezyklus 

  • Kryokonservierung von Spermien oder Hodengewebe 
    (unter bestimmten Bedingungen auch Ovargewebe) für spätere 
    Kinderwunschbehandlungen 
Einling

 

Therapieansätze beim Mann 

Die medikamentöse Therapie konzentriert sich auf die medikamentöse Substitution bei Störungen der hormonellen Regulation und die Gabe von Antibiotika bei Entzündungen des Hodens, Nebenhodens, Prostata und Bläschendrüsen. Die operative Therapie richtet sich nach der zuvor in der Diagnostik festgestellten Ursache der Fruchtbarkeitsstörung. 

Der Hormonsubstitution oder der Gabe von Antibiotika stehen viele andere medikamentöse Therapieformen zur Verbesserung der Spermienbeweglichkeit oder zur Anhebung der Spermienzahl gegenüber, die sich als nicht wirksam erwiesen haben. Eine wissenschaftlich fundierte Diagnostik ist für den Behandlungserfolg deshalb unabdingbar.
Bei Patienten mit geringer Samenergussmenge (z.B. Diabetiker, querschnittsgelähmte Patienten) und Störungen der Ejakulation (z.B. trockener Erguss) kann durch Medikamente und/oder penile oder rektale Stimulationsverfahren versucht werden, die Samenerguss-menge zu vergrößern und die Qualität des Ejakulats zu verbessern.
Für Patienten mit einer Krampfader stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. So kann die Krampfader verödet oder operativ unterbunden werden. Dadurch wird die Qualität des Ejakulats verbessert. Der Erfolg bezüglich einer verbesserten Schwangerschaftsrate bei der Partnerin ist umstritten. Bei Heranwachsenden sollte eine Krampfader therapiert werden, wenn der betroffene Hoden kleiner ist.
Ein Verschluss der ableitenden Samenwege sollte operativ korrigiert werden. Häufig ist eine vorangegangene Sterilisationsvasektomie (Unterbindung der Samenleiter) Ursache des Verschlusses. Hier können mit den unter dem Mikroskop durchgeführten Operationsverfahren hohe Erfolgsraten erreicht werden.
Aber auch Verschlüsse infektiöser Ursache sind mit einer guten Erfolgsrate therapierbar. Sollte eine Durchgängigkeit nicht erreicht werden, werden die bei diesen Patienten möglicherweise während der Operation entnommenen und tief gefrorenen Spermien für eine künstliche Befruchtung eingesetzt.
Bei Patienten, die unter einer Samenproduktionsstörung leiden und bei denen die Spermienanzahl oder Qualität aus dem Samenerguss für eine künstliche Befruchtung nicht ausreicht, werden Hodengewebsproben entnommen, die auf vorhandene Spermien untersucht werden. Sind befruchtungsfähige Spermien nachweisbar, werden diese tief gefroren und zur künstlichen Befruchtung nach hormonaler Vorbereitung der Partnerin eingesetzt.
Welches Verfahren der künstlichen Befruchtung zur Anwendung kommt, ist abhängig von der Qualität der Spermien und den Befunden bei der Partnerin. Bei operativ entnommenen Spermien führt das ISCI-Verfahren (direktes Einbringen eines Spermiums in eine Eizelle) zu einer Befruchtung.