Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Andrologielabor

Seit Veröffentlichung der 1. Auflage im Jahr 1980 durch die WHO stellt das "Handbuch zur Laboruntersuchung des menschlichen Ejakulates und der Spermatozoen-Zervikalschleim-Interaktion" die Grundlage einer standardisierten andrologischen Laboratoriumsdiagnostik dar. 
Die nunmehr erscheinende, völlig überarbeitete 5. Auflage des "WHO laboratory manual for the Examination and processing of human semen" 2010 trägt dem methodischen Fortschritt der letzten Jahre Rechnung. So wurden die Referenzbereiche für Spermiogramme auf  der Grundlage neuester Untersuchungen wesentlich verändert.

 

Spermiogramme entsprechend der neuesten WHO-Richtlinien werden bei folgenden Indikationen und Fragestellungen angefertigt: 

  • Kinderwunsch
  • Kontrolle nach Vasektomie
  • Kontrolle vor und nach Varikozelen-OP
  • Kontrolle bei Infektion der ableitenden Samenwege
  • Fertilitätskontrolle bei andrologischen Erkrankungen/ Syndromen (Klinefelter-Syndrom, Kallmann-Syndrom)

Große diagnostische Bedeutung kommt auch der Bestimmung biochemischer Marker der akzessorischen Geschlechtsdrüsen zu. Im Andrologie-Labor werden folgenden Parameter bestimmt:

  • Zink (Prostata)
  • Glukosidase (Nebenhoden)
  • Fructose (Samenblase) 

 

Eine unmittelbar nach dem operativen Eingriff durchgeführte Gewebeaufbereitung mit einer Teilprobe erlaubt die Aussage, ob das bei einer Hodenbiopsie gewonnene Gewebe Spermien enthält und damit für die Kinderwunschbehandlung einsetzbar ist.

Die diagnostische Durchführung der testikuläre Spermienextraktion von Hodenbiopsien (TESE, auch Probe TESE) gehört ebenfalls zum methodischen Spektrum unseres Laborbereiches