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Professor Gekle neuer Dekan ab 1. September 2010

 Professor Dr. Michael Gekle wird neuer Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Der Direktor des Julius-Bernstein-Instituts für Physiologie wurde von der Mehrheit der Mitglieder des Fakultätsrates der Medizinischen Fakultät in seiner konstituierenden Sitzung am 22.06.2010 gewählt. Seine Amtszeit beginnt am 01.09.2010 und endet am 31.08.2014.

Die wichtigsten Ziele des künftigen Dekans sind die Weiterentwicklung und Umsetzung der Konzepte für die Universitätsmedizin Halle, die in den letzten Monaten im Anschluss an die Begutachtung durch den Wissenschaftsrat erarbeitet wurden. Hierbei stehen die Themenfelder Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung/-bindung im Mittelpunkt.

Bereits begonnene Maßnahmen (u. a. Etablierung des Skills Lab und der e-learning Plattform HaMeeL, Einrichtung des Graduiertenkollegs GRK 1591 sowie Beteiligung an der Nationalen Kohorte) sollen konsequent weitergeführt und langfristig gesichert werden. Weiterhin müssen die Forschungsschwerpunkte konkreter untersetzt werden und eine stärkere klinische Einbindung sowie Fokussierung erfahren. Im Bereich Lehre und Nachwuchs sollen zusätzliche Angebote für Studierende und Anreize für Lehrende geschaffen werden, die die Attraktivität des Standortes erhöhen und dadurch zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Letztendlich muss durch diese Entwicklung ein gewisses Maß an Alleinstellung der Universitätsmedizin Halle erreicht werden. Die Umsetzung dieser Konzepte kann nur gelingen, wenn sie von der Fakultät gemeinsam getragen und aktiv bearbeitet werden. Maßnahmen und Veränderungen müssen deshalb transparent und integrierend sowie konsequent und sachlich-objektiv diskutiert und durchgeführt werden.

Prof. Seufferlein neuer Vorsitzenden der Zertifizierungskommission der Onkologischen Darmkrebszentren

P rof. Dr. Thomas Seufferlein (Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I) wurde zum Vorsitzenden der Zertifizierungskommission der Onkologischen Darmkrebszentren der Deutschen Krebsgesellschaft ernannnt.

Primäre Aufgabe der Zertifizierungskommission ist die Weiterentwicklung der fachlichen Anforderungen (Zertifizierungskriterien) sowie die Interpreta­tion und Auslegung einzelner Anforderungen. Die Zertifizierungskommissi­on ist befugt, Änderungen in den fachlichen Anforderungen vorzunehmen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ist der Initiator und Gestalter für das Zertifizierungssystem für Organkrebszentren. Die fachlichen Anforderungen werden zusammen mit anderen Fachgesellschaften (z. B. DGS, DGVC, DGU, ADO) interdisziplinär festgelegt. Fachgesellschaften und DKG geben die Politik und Ausrichtung für die Weiterentwicklung dieses Zertifizierungssystems vor. Ihnen obliegt auch die Aufsichtsfunktion über dieses System.

Damit das Kind nicht in den Brunnen fällt: Vortrag über Unfälle bei Kindern

Kinder wollen ihre Umgebung kennen lernen und neue Dinge erkundschaften. Kindliche Neugier, der Bewegungsdrang und das Experimentieren sind aber mit großen Gefahren verbunden. Jährlich erleiden 1,7 Millionen Kinder bis 15 Jahre einen Unfall. Diese treten nicht nur im Straßenverkehr auf, sondern auch häufig zu Hause und im Freizeitbereich. Durch Kenntnisse der Unfallursachen, ein entsprechendes Gefahrenbewusstsein und technische Sicherheitsmaßnahmen können viele Unfälle zu einem großen Teil vermieden werden. Im Rahmen der Info-Vorlesungsreihe des Universitätsklinikums Halle (Saale) gibt Professor Dr. Rainer Finke, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Kinderchirurgie, wertvolle Hinweise, um gezielte Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. Juni 2010, um 17.30 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal, statt.

Besonders wird Professor Finke über Verhütung und Behandlung von Unfällen im Kindesalter und Erste Hilfemaßnahmen bei Verbrennungen und Verbrühungen aufklären. Anschließend beantwortet der Referent gerne Fragen zu diesem Thema. Wir bitten um Anmeldung unter Telefon (0345) 6902858 (Servicecenter BKK Novitas).

80. Geburtstag: Symposium für Professor Tost

Zu einer Symposiums- und Glückwunschveranstaltung anlässlich des 80. Geburtstages von Professor Dr. Manfred Tost lädt die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Freitag, 18. Juni 2010, von 17 bis 19 Uhr, ein. Prof. Tost hat 18 Jahre als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Entwicklung der Augenheilkunde an der hiesigen Fakultät geprägt und war 38 Jahre ununterbrochen in der Halleschen Augenklinik tätig. Die Klinik begegnet den 80. Geburtstag mit dieser Veranstaltung, die vom Kustos der Universität Dr. Speler und den Schülern von Prof. Tost ausgestaltet wird, feierlich. Die Veranstaltung findet im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude, Hörsaal 1, statt.

An der Medizinischen Fakultät war er als Prodekan und Dekan (Mai bis Dezember 1992) tätig und maßgeblich an der Neuorientierung in der "Wendezeit" beteiligt. Professor Tost wird von den Kollegen im In- und Ausland als Ophthalmologe geschätzt. Mitgearbeitet hat er in zahlreichen Berufsorganisationen, Redaktionskollegien und wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Professor Tost wurden am 17. Juni 1930 in Halle geboren.

Berufen: Dr. Claudia Großmann ist Juniorprofessorin

Dr. med. Dr. rer.nat. Claudia Großmann ist zur Juniorprofessorin für Physiologie am Julius-Bernstein-Institut der Medizinischen Fakultät der MLU Halle-Wittenberg ernannt worden. Die 36-Jährige studierte Medizin und Biologie in Berlin und Würzburg und promovierte in beiden Fächern. Nach ihrem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Inneren Medizin und Physiologie an der Charité Berlin beziehungsweise an der Universität Würzburg. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet die Ärztin am Julius-Bernstein-Institut in Halle.

Ihre Forschung beschäftigt sich mit Mineralokortikoiden und ihren Rezeptoren. Mineralokortikoide sind Steroidhormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden und physiologischerweise den Wasser- und Mineralhaushalt des Körpers beeinflussen. Die Forschung zielt darauf, die pathologische Bedeutung des Mineralokortikoidrezeptors und seines endogenen Liganden Aldosteron für Erkrankungen der Gefäße, Nieren und des Herzens zu klären. Aktuelle klinische und experimentelle Ergebnisse zeigen, dass der Mineralokortikoidrezeptor (MR) eine wichtige Rolle bei pathologischen Veränderungen spielt, die zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion und zu Herzinsuffizienz führen können. Ihre Arbeiten werden durch die DFG, Industrie und das Roux-Programm gefördert.

In der Lehre ist Professor Großmann in die vorklinische Ausbildung für Human- und Zahmmediziner sowie Ernährungswissenschaftler eingebunden. Zudem ist sie an der Medizinischen Sommerschule zur Vorbereitung auf das Physikum beteiligt.

Halle, 15. Juni 2010

3. Lions-Benefizlauf: Studierende der MLU sind dabei

Unter dem Motto "Halle läuft" findet am Freitag, 18. Juni 2010, zwischen 10 und 18 Uhr der 3. Lions Benefizlauf zugunsten benachteiligter oder krebskranker Kinder statt. Auf dem etwa 700m langen Rundkurs in der Hallenser Innenstadt - Start und Ziel ist der Marktplatz - versuchen die Organisatoren gemeinsam mit den Startern so viele Runden wie möglich zu laufen, um möglichst viel Geld, nicht nur für einen, sondern gleich für mehrere gute Zwecke zu sammeln. Spendenempfänger soll unter anderem die Uni-Kinderklinik sein, um deren Arbeit mit krebskranken Kindern zu unterstützen. Informationen unter www.benefizlauf-halle.de . Als Läufer mit dabei sein werden auch etwa 50 Studierende der Martin-Luther-Universität - bis auf eine alle Studierende an der Medizinischen Fakultät, berichtet Mit-Organisator des Teams, Ulrich Tetzner, der Medizin studiert. Zum Laufen aufgerufen hatte Professor Dr. Heidi Foth (Direktorin des Instituts für Umwelttoxikologie). Sie und weitere Professoren sind Sponsoren des Läuferteams "Meckel Medis".

Jeder der Läufer, ob Einzel- oder Gruppenstarter, soll einen Sponsor bekommen. "Also liebe Hallenser und Saalkreisler: Fragt Eure Eltern, Opas und Schwiegermütter, Freunde und Firmen, Lehrer und Chefs, Hausärzte und Politiker, Freundinnen und Anwälte, Händler und Steuerberater, Sportler und Nicht-Sportler, ob sie Sponsor oder selbst Läufer sein möchten. Lauft mit oder bringt eine große Idee als Sponsor ins Laufen", heißt es von den Organisatoren. Jeder Sponsor hilft mit fünf Euro Startgebühr und mindestens einem Euro pro Runde seines Schützlings.

Zu den Sponsoren gehören die Professorinnen/Professoren: Borneff-Lipp, Foth, Wycisk, Landenberger, Zierz, Girndt, Gekle, Slesina, Hollemann, Horstkorte, Strauss, Werdan, Radke, Finke, Thomssen, Schmoll, Dralle, Schubert, Setz, Kekulé, Dette, Bähre, Bucher, Mau, Schaller, Hansmann und Haerting sowie Jürgen Regener.

Ausstellung über Professor Hoffmann öffnet

Am Donnerstag, 17. Juni 2010, um 18 Uhr wird in den Räumen der Zweigbibliothek der ULB im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40 die Ausstellung "Die Medizin ist die Kunst, physisch-mechanische Prinzipien fachgerecht anzuwenden, um die menschliche Gesundheit zu erhalten, oder, wenn sie verloren, wieder herzustellen" zum 350. Geburtstag von Friedrich Hoffmann (1660-1742) eröffnet. Aus diesem Anlass lädt die ULB in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät zu einer kleinen Feier mit anschließendem Empfang. Den einführenden Vortrag zum Leben und Werk Friedrich Hoffmanns hält PD Dr. Jürgen Helm, Geschäftsführer der Ethik-Kommission. Die Ausstellung kann bis zum 1. August 2010 während der Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

Dr. M. von Cieminski (Abteilung Sondersammlungen der ULB) und Dr. Karin Stukenbrock (Zweigbibliotheken Medizin der ULB) haben die Ausstellung, die zuvor in der Universitäts- und Landesbibliothek in der August-Bebel-Straße präsentiert worden war, konzipiert. Gezeigt werden aus den Beständen der ULB die wissenschaftlichen Arbeiten Friedrich Hoffmanns sowie gedruckte und ungedruckte Arbeiten und Gelegenheitsschriften, die Zeugnis vom Leben Friedrich Hoffmanns geben. Hinzu kommen Werke, die die Bedeutung Hoffmanns als Arzt und Forscher in seiner Zeit belegen.

Friedrich Hoffmann war einer der bekanntesten europäischen Mediziner und einer der meistgelesenen Fachautoren seiner Zeit. Während seiner mehr als 30jährigen Tätigkeit an der Universität Halle wurde die Medizinische Fakultät an der Wende zum 18. Jahrhundert zu einer der führenden Ausbildungsstätten für akademische Ärzte.

Öffentliche Vorlesung über Vitalität im Alter

Die Ringvorlesung "Die humane Altersgesellschaft: medizinische und soziale Herausforderungen", veranstaltet von der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie und dem Interdisziplinären Zentrum für Altern in Halle, findet am Donnerstag, 17. Juni 2010, eine Fortsetzung. PD Dr. Dagmar Pöthig (Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e. V.) spricht über das Thema "Funktionales versus kalendarisches Alter: Vitalität und Gesundheitsressourcen". Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude (Hörsaal 1), dauert 90 Minuten und ist kostenlos.

Wir altern offenkundig unterschiedlich schnell. Dies lässt sich anhand zahlreicher Befunde zum körperlichen, geistigen, gefühlsmäßigen und sozialen Altern feststellen. Das funktionale Alter(n) des Menschen lässt sich aber auch lebenslang positiv und negativ beeinflussen. Es ist zugleich ein Maß für seine Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Vitalität und Lebensqualität. Gesundheit und Krankheit sind dabei zwei verschiedene Seiten einer Medaille. Der Begriff Gesundheit ist heute bedauerlicherweise eher mit "Abwesenheit von Krankheit", denn mit Vitalität, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität assoziiert. Pars pro toto steht dafür das irreführende Wort "Gesundheitswesen."

Foto: privat

300. Quilt an das Universitätsklinikum übergeben

Fast zwei Dutzendkunstvoll gestalteter Patchwork-Decken, jede mindestens 50 mal 50 Zentimeter groß und jede ein handgefertigtes Unikat, wurden am Mittwoch, 9. Juni 2010, auf der Frühchen-Station desUniversitätsklinikums Halle (Saale) übergeben. Die "Saale-Quilter" (Quilt = Patchwork-Arbeit) haben diese Decken in den vergangenen Wochen hergestellt. Die Decken werden den zu früh geborenen Kindern mit in die Bettchen gelegt und sollen den Kleinen Geborgenheit, Wohlgefühl und nach kurzer Zeit auch einen eigenen "Stallgeruch" vermitteln, der die Umgebung für das Frühchen schon im Krankenhaus angenehmer und familiärer macht. Die Quilts sind dabei auch eine Aufmerksamkeit für die Eltern. Die aufwändige Verarbeitung der Quilts garantiert dabei eine lange Lebensdauer. Die jetzige Übergabe hatte einen besonderen Anlass: Der 300. Quilt wurde an das Universitätsklinikum von sechs der 13 "Saale-Quiltern" (darunter Dr. Karin Mühlfried, die fast 30 Jahre am Universitätsklinikum als Kinderärztin tätig war) an die Stationsärztin Dr. Silke Heinze und Krankenschwestern überreicht.

Hinter der textilen Spende steht eine Aktion, die von vielen Quilterinnen in Deutschland und Österreich gemeinsam getragen wird, die Idee stammt aus den USA. Die Frauen nähen Frühchen-Quilts als Geschenk für Babys, die mit einem Gewicht von weniger als 1.500 Gramm geboren wurden. Die wertvollen Quilts werden grundsätzlich gespendet. Die Gruppen stehen in einem regelmäßigen Austausch mit den Krankenhäusern.In Deutschland und Österreich werden mittlerweile 16 Krankenhäuser versorgt. Ingesamt wurden bundesweit fast 3000 Quilts an die Frühgeborenen-Stationen übergeben.

Foto: Daniel Gandyra

Neuroendokrine Tumore stehen im Mittelpunkt

Am 11. und 12. Juni 2010 findet das 1. Mitteldeutschen Symposium über neuroendokrine Tumore statt. Das Symposium wird von dem Universitätsklinikum Halle (Saale) (Prof. Dr. Henning Dralle, Prof. Dr. Hans-Joachim Schmoll und Prof. Dr. Thomas Seufferlein) und der Zentralklinik Bad Berka GmbH ausgerichtet und findet in der Landesschule Pforta in Schulpforte bei Naumburg statt. Bei neuroendokrinen Tumoren handelt es sich um gut- oder bösartige Tumore, die vor allem im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vorkommen und aus Hormon produzierenden Zellen entstehen.

Die Heterogenität der neuroendokrinen Tumore erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Erfreulicherweise haben sich durch die Entwicklungen der vergangenen Jahre die diagnostischen und therapeutischen Optionen wesentlich erweitert. Neuentwicklungen in der Pathologie, Genetik, Radiologie, Nuklearmedizin, Inneren Medizin und Chirurgie werden im Symposium hinsichtlich ihrer Wertigkeit als zukünftige Standards für die Diagnose und Therapie von renommierten Experten beleuchtet. Referenten kommen nicht nur von den beiden Veranstaltern, sondern von weiteren Universitätsklinika in Deutschland. Außerdem werden Gäste aus den USA und Niederlanden erwartet.

Informationen unter www.zentralklinik.de

Foto (Rechteinhaber): Landesschule Pforta

Gero Langer zum Juniorprofessor ernannt

Dr. Gero Langer (Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft) ist auf die Juniorprofessur "Klinische Gesundheits- und Pflegewissenschaften" berufen worden. Nach seinem Krankenpflegeexamen sammelte Gero Langer zunächst Berufserfahrung als Krankenpfleger und begann 1997 das Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Martin-Luther-Universität. Im Anschluss an sein Diplom 2002 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft und promovierte 2006 über die Auswirkungen der Ernährung auf die Vorbeugung und Behandlung von Dekubitus.

Neben der Lehre im Bachelor- und Master-Studiengang sowie im strukturierten Promotionsprogramm für neun Pflege- und Therapieberufe soll er eine Forschungsgruppe zu klinisch-epidemiologischer Pflegeforschung im Fakultätsschwerpunkt mit dem Fokus "Partizipationsorientierte, Evidence-basierte Pflege chronisch Pflegebedürftiger in kommunikativ schwierigen Situationen" aufbauen. Das Universitätsklinikum Halle (Saale) werde zudem ebenso wie das Land Südtirol im Rahmen von Forschungsprojekten bei der Erstellung von Pflege- und Therapie-Leitlinien unterstützt. Ferner liegen Schwerpunkte seiner Arbeit auf der Integration der derzeit besten wissenschaftlichen Belege in die tägliche Praxis (Evidence-based Practice) und den Methoden der Erstellung von Leitlinien und Systematischen Übersichtsarbeiten/Meta-Analysen.

Halle, 8. Juni 2010

(Foto: privat)

Selbsthilfegruppe unterstützt hallesche Neurochirurgen

Die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Neurochirurgie (Direktor Professor Dr. Christian Strauss) erhält von der Interessengemeinschaft Akustikusneurinom (IGAN) für die Forschung auf dem Gebiet der Regeneration der Gesichts- und Hörnerven eine finanzielle Unterstützung. Die Förderung beträgt 10.000 Euro. Ziel der in der Schweiz ansässigen Organisation ist es, durch vielfältige Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowohl bei Ärzten als auch in medizinischen und gesellschaftlichen Einrichtungen das Verständnis für die Krankheit Akustikusneurinom zu verbessern. Die IGAN unterstützt Forschungsarbeiten für Diagnose und Therapie des Akustikusneurinoms.

Dr. Scheller und Prof. Strauss

Im Rahmen einer Multicenter-Studie mit Studienzentrum an der Neurochirurgischen Universitätsklinik Halle (Saale) untersuchen Forscher des Universitätsklinikums Halle (Saale) und des Translationszentrums für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig - gemeinsam mit fünf weiteren Universitätsklinika, den Nutzen einer prophylaktischen medikamentösen Therapie für den Funktionserhalt des Hör- und Gesichtsnerven bei der Operation von Akustikusneurinomen. Unterstützt wird das Projekt vom TRM Leipzig, dem Roux-Programm der Universität Halle-Wittenberg, dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien Halle und einem Unternehmen.

Bei der operativen Behandlung des Akustikusneurinoms sind der motorische Gesichts- und der Hörnerv besonders gefährdet. Bisher existiert in der Neurochirurgie über die Gabe von Dexamethason hinaus kein medikamentöser Schutz für die Nerven. Prof. Dr. med. Christian Strauss und Dr. med. Christian Scheller (Neurochirurgische Universitätsklinik Halle/ Saale) haben eine prophylaktische Medikamentengabe entwickelt, bei der ein Calciumantagonist vom Tag vor der Operation bis zum siebten postoperativen Tag intravenös verabreicht wird. Dieser erweitert die Blutgefäße und fördert so die Durchblutung. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf eine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Nervengewebes gegenüber mechanischen und anderen perioperativen Einwirkungen aus mehreren Studien. Ernste Nebenwirkungen oder bleibende Schäden wurden bislang nicht beobachtet.

Tierexperimentelle und klinische Untersuchungen sowie eine Pilot-Studie konnten den positiven Effekt dieser Behandlung auf den Funktionserhalt und die Regeneration des Gesichts- und Hörnervens bereits nachweisen. Die ersten 15 Patienten der Multicenter-Studie wurden bereits eingeschlossen. Insgesamt sollen 112 Patienten rekrutiert werden. Fünf weitere Neurochirurgische Universitätskliniken (Erlangen, Göttingen, Tübingen, Ulm/ Günzburg und Würzburg) beteiligen sich an dieser Studie. Es ist geplant, die erforderliche Patientenzahl bis Ende 2011 zu erreichen. Ziel ist es, den prophylaktischen Einsatz des Calciumantagonisten bei der Operation von Akustikusneurinomen als Standard zu etablieren, um die Langzeitergebnisse der Nervenfunktionen nach derartigen Operationen zu verbessern.

Halle, 7. Juni 2010

Verhütungsspritze für den Mann: Studienteilnehmer gesucht

Das Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie des Universitätsklinikums Halle (Saale) beteiligt sich an einer weltweiten klinischen Studie über eine Verhütungsspritze für den Mann und sucht noch bis zum 30. September 2010 Studienteilnehmer. Diese Studie wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO und der US-amerikanischen Forschungsorganisation CONRAD mit etwa 400 Paaren durchgeführt, davon werden etwa 30 in Halle untersucht und behandelt. "Wir sind stolz, zu den zehn Zentren weltweit zu gehören, die nach einer strengen Prüfung ausgewählt worden sind", sagt Professor Dr. Hermann M. Behre, Direktor des Zentrums.

Während der Studie testen die Männer ein hormonelles Verhütungsmittel. Die Teilnehmer bekommen alle acht Wochen das Hormon Testosteron und ein Gestagen injiziert. "Durch die Gabe dieser Sexualhormone wird die Spermienbildung in den Hoden eingestellt", erklärt der Andrologie-Professor. Nach drei bis sechs Monaten produziert der Körper keine Spermien mehr. "Die Sicherheit ist nach unseren Erfahrungen genauso hoch wie bei der Pille für die Frau." Dieser Prozess ist umkehrbar, wenn die Hormongabe eingestellt wird. Es entsteht damit keine dauerhafte Zeugungsunfähigkeit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten gesund (keine chronischen oder schwer wiegenden Erkrankungen) sowie zwischen 18 und 38 Jahren (Frauen) und 18 und 45 Jahren (Männer) alt sein. Zudem sollte die Partnerschaft seit mindestens einem Jahr bestehen. Professor Behre: "Die Teilnehmer werden während der Studie umfassend ärztlich betreut." Vor Beginn der Hormongabe werden die Paare genau untersucht und befragt. Danach müssen die Männer in der Verhütungsphase alle acht Wochen zur Untersuchung und Spritzengabe in das Universitätsklinikum kommen. Die Gesamtdauer der Studie beträgt etwa zweieinhalb Jahre. Für den zeitlichen Aufwand werden die Paare finanziell entschädigt. Kontakt über zra(at)medizin.uni-halle.de  

Amerikanische Fachgesellschaft zeichnet hallesche Gynäkologin aus

Dr. Eva Kantelhardt aus der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie hat für eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema "Molekulare Typen und der Prognosefaktor uPA/PAI-1 bei 2497 Patientinnen mit frühem Mammakarzinom aus der randomisierten, multizentrischen NNBC 3-Europe Therapie-Studie" einen Preis der amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie ASCO erhalten. Der Jahreskongress der "American Society of Clinical Oncology" wird vom 4. bis 8. Juni 2010 in Chicago stattfinden. An dem internationalen Kongress nehmen 30.000 Onkologen teil. Von weltweit 5000 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten werden 100 mit einem Merit Award prämiert. Der Preis ist mit 1500 Dollar dotiert.

Die NNBC 3-Europe Studie wurde an 153 Zentren aus Deutschland und Frankreich von 2002 bis 2009 durchgeführt. Die Leitung der klinischen Studie hat Professor Dr. Christoph Thomssen, Direktor der Klinik. Die Auswertung der Daten erfolgte in enger Zusammenarbeit durch Ärzte und Biologender Klinik inder Arbeitsgruppe "Prognosefaktoren beim frühen Mammakarzinom". Die Auswertung der Datenvon Patientinnen der klinischen Studie ist ein weiterer Baustein zum Verständnis der Biologie des Mammakarzinoms - ein großes Thema nicht nur in der Klinik für Therapie-Entscheidungen sondern auch in der Ausrichtung der Forschung im Labor der Gynäkologie.

Halle, 4. Juni 2010

Reproduktionsmediziner veranstalten Infoabend

"Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt" - unter diesem Motto steht der Informationsabend des Zentrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie des Universitätsklinikums Halle (Saale). Dieser findet am Mittwoch, 9. Juni 2010, zwischen 18 und 20 Uhr statt. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums geben Rat und Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit und hormonellen Störungen, ebenso kann das Labor des Zentrums besichtigt werden. Die Veranstaltung findet im Universitätsklinikum, Ernst-Grube-Str. 40, Bettenhaus 2, 1. Ebene, statt.

  Das Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie wird von Professor Dr. med. Hermann M. Behre geleitet. Im Zentrum werden schwerpunktmäßig Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sowie Frauen und Männer mit Störungen der Sexualhormone und mit Sexualstörungen behandelt. Infos unter: www.medizin.uni-halle.de/zra

Infos für Groß und Klein zum Thema Hören

Das Thema "Hören und Hörprüfungen" stößt stets auf ein breites Interesse, da unsere zwischenmenschliche Kommunikation in hohem Maße von einem intakten Hörvermögen abhängt. Selbst geringgradige oder vorübergehende Störungen des Hörvermögens führen dazu, dass Sprache nicht mehr verstanden werden kann und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich leidet. Am Samstag, 12. Juni 2010, findet an der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der "Tag des Hörens" für die interessierte Öffentlichkeit statt, um über das Thema "Hören" umfassend zu informieren und zu beraten.

"Unser Thementag ‚Tag des Hörens’ bedeutet, dass wir den Besuchern einen breiten Überblick über den Aufbau und die Funktionsweise des Ohres sowie über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten geben, auch werden Hörprüfungen demonstriert", sagt die komm. Direktorin der Klinik, PD Dr. Kerstin Neumann. Angeboten werden kostenlose Hörtests, eine Klangwerkstatt für Jung und Alt sowie verschiedene Vorträge. Diese beschäftigen sich unter anderem mit den Themen Schwerhörigkeit, Hörimplantate sowie dem Hörtest. Außerdem gibt es einen Kindervortrag zum Thema Hören. Die Veranstaltung findet zwischen 10 und 14 Uhr in der Uni-HNO-Klinik in der Magdeburger Str. 12 (Standort Alt-Klinikum) statt.

Mehr als 1000 Kinder kommen zum Teddybärkrankenhaus

Das Teddybärkrankenhaus hallescher Studierender öffnet dieses Jahr zum 7. Mal seine Pforten. Vom 7. bis 11. Juni 2010 werden erneut gebrochene Elefantenrüssel und verrutschte Tigerstreifen verarztet. Auch in diesem Jahr beteiligen sich Studenten der Medizin, Zahn-medizin, Pharmazie, Ernährungswissenschaften, Sportwissenschaften und Sozialpädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an diesem Ereignis. Bisher haben sich mehr als 1000 Kinder aus 34 Kindergärten beziehungsweise Grundschulen angemeldet. Damit sind die Vormittagssprechstunden fast ausgebucht. Am Donnerstag, 10. Juni 2010, findet zwischen 14 und 17 Uhr eine freie Sprechstunde für einzelne Kinder statt, zu der keine Anmeldung notwendig ist.

Ziel des Projektes ist es, Kindern auf spielerische Art und Weise die Angst vor dem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt zu nehmen. Die medizinische Behandlung erleben die Drei- bis Achtjährigen dabei aus einer ganz neuen Perspektive: Als Teddyvater oder Puppenmutti schauen sie dem Teddy-Arzt nicht nur über die Schulter, sondern werden aktiv in die Untersuchung mit einbezogen.

"Damit unsere kleinen Patienten so schnell wie möglich genesen, besitzen wir eine spezielle Teddyapotheke, in der Rezepte für Brausepulver, Pfeffis oder, in besonders schweren Fällen, kleinere Spielsachen eingelöst werden können", sagt Alexander Wolff, die Medizin studiert und das Teddybärkrankenhaus erneut mitorganisiert. Nach dem Besuch bei Teddy-Doc und Apotheker werden die "jungen Eltern" von Zahnmedizinern, Ernährungs- und Sportwissenschaftlern erwartet. Hier kann man Zahnteufel verjagen, leckeres Obst naschen oder sich auf unserer Wiese an verschiedenen Sportgeräten austoben.

Als Klinik dient die stillgelegte Intensivstation der ehemaligen Chirurgischen Klinik, Magdeburger Str. 16 (Haltestelle: Magdeburger Str., Linien: 2, 5, 12). Die Kinder sollten zu diesem Anlass ein behandlungsbedürftiges Kuscheltier mitbringen. Ob Teddy, Giraffe oder Katze spielt dabei keine Rolle. "Auch bei den Beschwerden sind der Phantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt - ob Kopf- oder Bauchweh, Fieber oder sogar ein gebrochenes Bein - wir behandeln alles!"

Kinderklinik und Zoo feiern wieder Tiger-Kinderfest

Zum dritten Mal feiern der Bergzoo Halle und die Kinderklinik des Universitätsklinikums Halle (Saale) am Samstag, 12. Juni 2010, gemeinsam ein Fest: das Tiger-Kinderfest. Der Tiger ist das Maskottchen der Kinderklinik. "Wir haben mit dem Tiger ein Tier ausgewählt, dass Stärke verdeutlicht", sagt Professor Dieter Körholz, Direktor der Uni-Kinderklinik. Jedes Kind, das länger im Krankenhaus liegen muss, bekommt einen Plüschtiger zum Kuscheln und als Tröster und Mutmacher geschenkt. "Für dieses Projekt sammeln wir Spenden, um die Plüschtiger, hergestellt in Bad Kösen, kaufen und um unsere Tigerpatenschaft finanzieren zu können."

Das Fest am 12. Juni 2010 findet zwischen 14 und 18 Uhr im halleschen Bergzoo statt, der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre ist kostenlos. Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados gibt den Startschuss für die Veranstaltung. Während des Tiger-Kinderfestes dreht sich alles um kleine und große Tiere. "Aber wir wollen Kindern und Jugendlichen außerdem die Angst vor dem Krankenhaus nehmen." Ärzte, Pflegende, Erzieherinnen und viele andere Mitarbeiter und Studierende des Universitätsklinikums öffnen im Zoo einen Gesundheitsparcours und das Teddybärkrankenhaus.

Weitere Programmpunkte während des Tiger-Kinderfestes sind unter anderem: Auftritte der Tiger-Tanzperlen sowie der Kultfigur "Wickie". Außerdem präsentieren sich acht junge Talente aus Halle und Dr. Grit Wendelberger zaubert die Lieblingstiere der Besucher aus Schokolade. Das komplette Programm finden Sie hier.

Effektivität beruflicher Rehabilitation

Die Ringvorlesung "Rehabilitation" findet im Sommersemester 2010 am kommenden Mittwoch, 2. Juni 2010, zwischen 14 und 16 Uhr eine Fortsetzung. Die Veranstaltung findet im Hörsaal Magdeburger Straße 8 (ehemalige Augenklinik) statt. Als das Schwerpunktthema wurde dieses Mal die "Effektivität der beruflichen Rehabilitation" ausgewählt, die aus zwei verschiedenen Blickwinkeln beurteilt werden soll. Als Referent konnte Werner Otte (Vorstand Berufsförderungswerk Goslar) gewonnen werden. Er wird die "Effektivität der beruflichen Rehabilitation in Gegenwart und Zukunft aus Sicht des Leistungserbringers" darstellen. Im Anschluss wird Herr Prof. W. Spijkers (Institut für Psychologie, RWTH Aachen University) die "Perspektive der Wissenschaft" zu diesem Thema darstellen. Zu der Veranstaltung der Ringvorlesung "Rehabilitation" laden das Institut für Rehabilitationswissenschaften der Martin-Luther-Universität und der Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften ein.

Die Haut als Spiegel für innere Erkrankungen

Die Ringvorlesung "Die humane Altersgesellschaft: medizinische und soziale Herausforderungen", veranstaltet von der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie und dem Interdisziplinären Zentrum für Altern in Halle, findet am Donnerstag, 3. Juni 2010, eine Fortsetzung. Prof. Dr. Christos Zouboulis (Klinikum Dessau) spricht über das Thema "Die Haut als Spiegel für innere Erkrankungen". Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude (Hörsaal 1), dauert 90 Minuten und ist kostenlos. Ingesamt sechs Vorträge stehen im Rahmen der Altersvorlesung in diesem Sommersemester auf dem Programm.

Hintergrund: Forschung und Kenntnisse über individuelles und kollektives Altern sind heute wichtig geworden. Das Ziel ist länger leben und gesund bleiben. Die Haut - das Fenster des Körperinneren und der Organsysteme - signalisiert die ersten Zeichen des beginnenden Alterns. Daher könnte ein besseres Verständnis der Mechanismen der Hautalterung zur Entschlüsselung des menschlichen Alterungsprozesses dienen und auf Behandlungsstrategien zur Vorbeugung alterungs-assoziierter Erkrankungen hinweisen.

Foto: Klinikum Dessau