Zentrales Forschungsthema des Institutes für Molekulare Medizin (IMM) ist die Untersuchung molekularer Mechanismen, welche humanen Erkrankungen, insbesondere Krebs, zugrunde liegen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschungsarbeiten besteht in der Charakterisierung der Entstehung und Progression von Krebserkrankungen und der prä-klinischen Entwicklung neuer Therapiekonzepte. 

Einen Einblick in die Forschung finden Sie in den Arbeitsgruppen Molekulare Zellbiologie (Prof. Stefan Hüttelmaier), Pathobiochemie (Prof. Mechthild Hatzfeld) und Tumorbiologie (Prof. Stephan Feller).

Die Molekulare Zellbiologie charakterisiert RNA-gesteuerte Mechanismen der Genexpressionskontrolle in Krebserkrankungen. Diese Studien konzentrieren sich auf RNA bindende Proteine (RBPs) sowie nicht-kodierende RNAs (ncRNAs), u.a. microRNAs (miRNAs, miRs). Die Hauptziele dieser Studien sind die Identifizierung und Charakterisierung post-transkriptioneller, RBP- und ncRNA-abhängiger Regulationsmechanismen der Genexpression. Hierdurch sollen (1) neue Biomarker für die Tumordiagnostik, (2) therapeutische Zielstrukturen, ebenso wie (3) neue therapeutische Konzepte für gerichtete Krebstherapien basierend auf kleinen Molekülen für die oncoRBP-Inhhibition und zirkulären RNAs für die Inhibition von ocomiRs erforscht, evaluiert und weiterentwickelt werden.

Zentrales Forschungsthema der Pathobiochemie ist die Kommunikation zwischen benachbarten Zellen über Zell-Zell-Kontakte. Diese umfassen Desmosomen und adherens junctions und sind beteiligt an der Regulation der Proliferation und Kontaktinhibition. Störungen in diesen Prozessen führen zu Wundheilungsstörungen und sind an der Krebsentstehung beteiligt.

Die Tumorbiologie betreibt Grundlagenforschung im Bereich gastrointestinaler und oraler Karzinome und führt dabei insbesondere molekulare Analysen zur onkogenen Signaltransduktion durch.