Die molekulare Onkologie untersucht als Grundlagen-orientiertes Fach insbesondere solche zellulären Veränderungen von Wachstum und Differenzierung, die eine Relevanz für die Entartung gesunder Zellen besitzen. Der Mehrschrittprozess der malignen Entartung umfasst eine Vielzahl subtiler zellulärer Veränderungen auf den verschiedensten zellbiologisch regulierten Ebenen der Genexpression. Ein tieferes Verständnis dieser pathophysiologischen Mechanismen erlaubt es perspektivisch, spezifische Gegenstrategien zu entwickeln, um zu einem späteren Zeitpunkt zielgerichtete und individualisierte therapeutische Optionen dem Patienten mit einem Krebsleiden anbieten zu können.

Die molekulare Zellbiologie konzentriert sich auf die Untersuchungen RNA-basierter Regulationen in Tumorerkrankungen. Dabei stehen funktionelle Charakterisierungen RNA-bindender Proteine (RBPs) und nicht-kodierender RNAs, u.a. microRNAs (miRNAs) im Zentrum der Forschungsarbeiten. Ziel ist die Identifizierung und Evaluation neuer Biomarker und therapeutischer Zielstrukturen (Targets) für die Tumordiagnostik und Tumortherapie.

Zentrales Forschungsthema der Pathobiochemie ist die Kommunikation zwischen benachbarten Zellen über Zell-Zell-Kontakte. Diese umfassen Desmosomen und adherens junctions und sind beteiligt an der Regulation der Proliferation und Kontaktinhibition. Störungen in diesen Prozessen führen zu Wundheilungsstörungen und sind an der Krebsentstehung beteiligt.

Die Tumorbiologie betreibt Grundlagenforschung im Bereich gastrointestinaler und oraler Karzinome und führt dabei insbesondere molekulare Analysen zur onkogenen Signaltransduktion durch.