Unsere Behandlungsschwerpunkte sind

  • Kindertraumatologie inkl. Versorgung brandverletzter Kinder, Schulunfälle
  • Verletzungen und Beschwerden des Kniegelenks
  • Neugeborenen- und Fehlbildungschirurgie
  • Kinderurologie
  • Kindertumorchirurgie
  • Allgemeine Kinderchirurgie und Notfallchirurgie
  • Vaskuläre Fehlbildungen
  • Funktionsdiagnostik des Gastrointestinaltrakts und der ableitenden Harnwege


Ambulant werden die Patienten in einer Allgemeinen Kinderchirurgischen Sprechstunde und in Spezialsprechstunden für Kinderurologie, D-Arzt-Verfahren, Manuelle Medizin und Verletzungen des Kniegelenks behandelt. Zahlreiche kleine operative Eingriffe werden ebenfalls ambulant durchgeführt.

Auf der Interdisziplinären Operativen Kinderstation werden alle Patienten aufgenommen, bei denen eine größere Operation notwendig ist. Hier werden auch die Patienten anderer chirurgisch tätiger Kliniken betreut.

Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die Funktionsdiagnostik des oberen und unteren Gastrointestinaltrakts und der ableitenden Harnwege (Impedanz-pH-Metrie, Ösophagusmanometrie und Urodynamik).

Auch in Zukunft werden wir zum Wohl unserer Patienten bemüht sein, die Qualität der medizinischen Versorgung auf allen genannten Gebieten weiter zu verbessern - zur Zeit qualifizieren sich unsere Ärzte auf den Gebieten der Kinderorthopädie und arthroskopischen Chirurgie. Dabei ist für uns eine vertrauensvolle, enge Zusammenarbeit mit allen Krankenhäusern und niedergelassenen Kollegen, Kinderärzten und Hausärzten, die sich mit der Behandlung von Kindern und Jugendlichen befassen, besonders wichtig.

Durch eine enge Anbindung an das BG Klinikum Bergmannstrost Halle liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Versorgung unfallverletzter Kinder und Jugendlicher, insbesondere bei Unfällen in Schule und Kindergarten.
Eingebunden in das Trauma-Netzwerk Sachsen-Anhalt Süd sind wir Kindertraumatologisches Referenzzentrum. Prof. Martin Kaiser ist D-Arzt und die Klinik zugelassen für die berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung (VAV / SAV). Hierbei stellen wir die qualifizierte, unmittelbare und umfassende Diagnostik und Therapie bei allen Unfällen von Kindern und Jugendlichen bis zum 16. Lebensjahr sicher. Unser Ziel ist, eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit, insbesondere der Schulfähigkeit unserer Patienten zu erreichen.
Neben der Behandlung von Frakturen und Gelenkverletzungen sind wir auf die Versorgung schwerbrandverletzter Kinder und Jugendlicher spezialisiert.

Das Kniegelenk zählt zu den wenigen Gelenken, die im Kindes- und Jugendalter häufig Beschwerden verursachen können. Unter dem Oberbegriff Der anteriore Knieschmerz können hierfür verschiedene Erkrankungen ursächlich sein. Ein Teil von diesen ist durch eine veränderte Führung der Kniescheibe bedingt. Des Weiteren kann auch eine intensive sportliche Betätigung zu belastungsbedingten Beschwerden führen.

Bei Kindern ab dem 10. Lebensjahr und Jugendlichen kann das Knie von teilweise komplexen Verletzungen betroffen sein, wie Kreuzband- oder Meniskusverletzungen, die eine frühzeitige Abklärung und in vielen Fällen eine operative (arthroskopische) Therapie erfordern.

Wie führen bei Beschwerden und Verletzungen des Kniegelenks die komplette klinische und bildgebende Diagnostik durch, behandeln die Ursachen sowohl konservativ, als auch chirurgisch durch moderne arthroskopische Operationsverfahren und gewährleisten die mitunter langdauernde Nachbetreuung.

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Im Perinatalzentrum des UKH versorgen wir in enger Kooperation mit der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin und der Universitäsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Neugeborene und Frühgeborene mit angeborenen Fehlbildungen und in akuten Notfallsituationen. Insbesondere Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 500g erfordern eine gut aufeinander abgestimmte interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Bei angeborenen Fehlbildungen – die in vielen Fällen bereits vor der Geburt im Ultraschall festgestellt werden können – ist es wichtig, bereits zu diesem Zeitpunkt mit den Eltern über die zu erwartenden Probleme, vor allem aber auch über die Behandlungsmöglichkeiten zu sprechen. Die Kinder werden dann bereits von einem Team aus Neonatologen und Kinderchirurgen „erwartet“ und unmittelbar nach der Geburt gemeinsam auf der Neonatologischen Intensivstation betreut. Wenn durch die Kleinheit und Unreife der Patienten ein Transport in den Operationssaal mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, operieren wir die Kinder auf der Intensivstation im Inkubator.
Viele Fehlbildung erfordern eine Betreuung und mitunter auch wiederholte chirurgische Eingriffe während der gesamten Kindheit und Adoleszenz. Diese Behandlung stellen wir sowohl im stationären Bereich, als auch ambulant in unserer Poliklinik sicher. Bis zum 16. Lebensjahr und darüber hinaus übernehmen wir die Nachsorge der Patienten, die bereits in den ersten Lebenstagen operiert werden mussten.

Im Einzelnen behandeln und operieren wir u.a. folgende angeborene Fehlbildungen:

  • Offener Ductus arteriosus Botalli („Kurzschlussverbindung zwischen Aorta und Lungenkreislauf)
  • Zwerchfelldefekte (angeborene Lücken im Zwerchfell, bei denen Bauchorgane in den Brustraum verlagert sind)
  • Atresien und Lageanomalien im Verdauungstrakt, wie z.B. Ösophagusatresie, Dünndarmatresie und Analatresie (Fehlen der Durchgängigkeit von Speiseröhre, Darm oder Anus)
  • Spaltbildungen und Hernien der Bauchwand, wie z.B. Laparoschisis, Omphalocele und Blasenekstrophie („Lücken“ in der Bauchwand, durch die Bauchorgane austreten können bzw. offen liegen)
  • Aganglionose, Morbus Hirschsprung (Fehlen von Nervenzellen in der Darmwand)
  • Lungenfehlbildungen
  • Extremitätenfehlbildungen

Häufige akute Komplikationen in der Neugebornenperiode, die ein kinderchirurgisches Eingreifen erfordern, sind:

  • Neugeborenenileus (Darmverschluss) durch Atresie oder Verdrehung des Darms
  • Darmperforation (Ruptur der Darmwand besonders bei sehr unreifen Frühgeborenen) mit Nekrotisierender Enterokolitis (Entzündung des Darms mit Untergang des Gewebes)

Wir bieten das gesamte kinderurologische diagnostische und therapeutische Spektrum an.
Die Betreuung der Patienten erfolgt über die  Spezialsprechstunde Kinderurologie.
Verantwortlicher:
OA Dr. med. Rüdiger Mund
Terminvereinbarung (0345 557 2075) Donnerstag von 9-13:00 Uhr,
in Ausnahmefällen nach Rücksprache auch andere Termine möglich.

Die Kinderurologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen der harnableitenden Wege im Kindes- und Jugendalter. Hierzu zählen vor allem angeborene Fehlbildungen, die häufig auch die Nieren oder die Geschlechtsorgane betreffen. Aufgrund der engen embryologischen und anatomisch-funktionellen Beziehungen ist die zusammenfassende Bezeichnung Urogenitalsystem üblich.
Außerdem behandeln wir erworbene kinderurologische Erkrankungen und Entwicklungsverzögerungen, die zum Beispiel die Blasenentleerung betreffen (Enuresis, Harninkontinenz).

Da die Behandlung sowohl angeborener, als auch erworbener Erkrankungen des Urogenitalsystems oft in mehreren Schritten über einen längeren Zeitraum erforderlich ist, gewährleisten wir die Betreuung der Patienten von der vorgeburtlichen Therapieplanung an, über das gesamte Kindes- und Jugendalter hinweg bis zum 16. Lebensjahr, in einigen Fällen auch darüber hinaus.

Seit 2020 wird dem besonderen Stellenwert kinderurologischer Erkrankungen durch die Zusatzbezeichnung Spezielle Kinder- und Jugendurologie Rechnung getragen. Diese Zusatzbezeichnung können Urologen und Kinderchirurgen erwerben, die über langjährige Erfahrung in der Behandlung kinderurologischer Erkrankungen besitzen.
An unserer Klinik besitzen diese Zusatzqualifikation OA Dr. R. Mund und OA Dr. S. Höhne, die zugleich Mitglieder der Fach- und Prüfungskommission Spezielle Kinder- und Jugendurologie bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt sind.

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Angeborene und erworbene Funktionsstörungen des Verdauungstrakts und der harnableitenden Wege können nur dann erfolgreich behandelt werden, wenn zuvor eine gezielte Funktionsdiagnostik durchgeführt worden ist. Hierbei werden die physiologischen Abläufe, insbesondere die Transport- und Verschlussfunktion von Hohlorganen, untersucht. Zu diesen Organen gehören u.a. die Speiseröhre, der Enddarm und der Analsphinkter, die Harnblase und die Harnröhre. Diese sind jeweils wichtig für die Speicherung und den Transport von Nahrung, Darminhalt oder Urin. Störungen dieser Organfunktionen können zum Beispiel zu Ernährungs- und Atemwegsproblemen, Gedeihstörungen, chronischer Verstopfung oder Harn- und Stuhlinkontinenz führen. Funktionsdiagnostik ist ebenfalls notwendig, um operative Eingriffe an den genannten Organen zu planen und deren Ergebnis zu kontrollieren.

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