Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie weitere Fachgesellschaften haben bereits frühzeitig Empfehlungen getroffen und Leitlinien für den Umgang mit Schwangeren während der Pandemie initialisiert.

Diese Empfehlungen setzen wir in unserer täglichen Arbeit um, in dem wir sie an die strukturellen, baulichen und organisatorischen Gegebenheiten in unserer Klinik sowie die aktuell gültige Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt und Allgemeinverfügung der Stadt Halle (Saale) anpassen.

 

Was bedeutet das für Sie als Schwangere ?

Wenn Sie sich zur Geburt mit Wehen oder Blasensprung im Kreißsaal vorstellen, wird bei Ihnen sowohl ein COVID-19-Schnelltest als auch eine sog. PCR durchgeführt. Im Kreißsaal dürfen Sie als kreißende Frau den Mund-Nasen-Schutz zur besseren Atmung unter der Geburt ablegen.

Zur Geburt darf weiterhin eine im Haushalt mit Ihnen lebende Person (zumeist ist dies der Partner/die Partnerin) im Kreißsaal anwesend sein. Diese Person wird vor Eintritt in den Kreißsaal mittels eines COVID-19-Schnelltests getestet (kostenlos) und darf nach negativem Testergebnis (ca. 15min nach Testbeginn) den Kreißsaal betreten. Diese Person muss jedoch während der gesamten Zeit im Kreißsaal ausnahmslos eine FFP2-Maske tragen. Die entsprechenden Masken erhalten Sie und der Partner/die Partnerin bereits kostenlos beim Betreten des Uniklinikums.

 

Ab 08.07.22 sind aufgrund der hohen Corona-Inzidenz in Halle zur Erhöhung der Patientensicherheit die Zahl der Besucher*innen pro Zimmer auf 1 Besucher*in pro Patient*in begrenzt. Daraus folgt, dass in einem Dreibettzimmer bei zeitgleichem Aufenthalt von mehreren Personen maximal 3 Besucher*innen gestattet sind. Entsprechend sind bei einem Zweibettzimmer 2 Besucher*innen erlaubt. Für Einbett-Zimmer ist der Besuch im Patientenzimmer auf 2 Besucher*innen begrenzt.

Ebenso entfällt die 3G-Regel und damit die Kontrolle für ambulante Patient*innen. Dies gilt auch für Familienzimmer, die wir Ihnen in vollem Umfang anbieten. Für alle gilt: Das Tragen einer FFP2-Maske während des Aufenthalts im Universitätsklinikums Halle ist Pflicht.

  • Neugeborenenfotographie über Babysmile24 ist möglich

 

Was passiert, wenn Sie als Schwangere positiv auf COVID-19 getestet wurden ?

In der Betreuung der Schwangerschaft, der Geburt und dem Wochenbett darf aus diesen Gründen selbstverständlich kein Nachteil entstehen. Ganz im Gegenteil: Nach positiven COVID-19-Test sollten regelmäßige sonographische Kontrollen ambulant erfolgen. Eine vorzeitige Geburtseinleitung oder gar ein Kaiserschnitt sind bei einer umkomplizierten Infektion nicht notwendig. Wir würden Sie bitten, dass Sie sich im Falle eines positiven COVID-19-Tests im Kreißsaal dennoch telefonisch (0345 557 3036) ankündigen, damit wir die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, z.B. auch für andere Patientinnen, treffen können. Im Kreißsaal und unter der Geburt werden COVID-19-positive Patientinnen isoliert, aber unter verstärkten Hygienemaßnahmen genauso betreut, wie auch COVID-19-negative. Weder in der menschlichen noch in der medizinischen Betreuung dürfen hier Nachteile entstehen.

Nach der Entbindung werden Sie und Ihr Kind auf der Wochenstation in speziell dafür vorgesehenen Isolierzimmern versorgt. In diesen Zimmern besteht die Möglichkeit einer Ein- und Ausschleußung von Personal unter den geforderten hygienischen Standards. Auch hier entstehen für Sie in der Betreuung dennoch keine Nachteile.

Als Universitätsklinikum melden wir -sofern Sie zustimmen- COVID19-positive Fälle, die in Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett auftreten, anonymisiert im CRONOS-Register, um weitere Daten und Erfahrungen gewinnen zu können. Über das NAPKON-Netzwerk des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind wir zudem geburtshiflich vertreten, um weitere Expertise einzubringen, aber auch für unsere Arbeit zu erhalten.