• Schildmann J, Nadolny S, Führer A, Frese T, Mau W, Meyer G, Richter M, Steckelberg A, Mikolajczyk R. Gründe und Einflussfaktoren für die Bereitschaftzur Dokumentation von Präferenzen bezüglich Organspende. Ergebnisse einer Online-Umfrage [Reasons and Influencing Factors for the Willingness to Document Preferences Regarding Organ Donation: Results of an Online Survey]. Psychother Psychosom Med Psychol. 2022 Feb 25. German. doi: 10.1055/a-1718-3896. Epub aheadof print. PMID: 35213903.

Führer A, Frese T, Karch A, Mau W, Meyer G, Richter M, Schildmann J, Steckelberg A, Wagner K, Mikolajczyk R (2020): COVID-19: Wissensstand, Risikowahrnehmung und Umgang mit der Pandemie. ZEFQ doi: 10.1016/j.zefq.2020.06.002



Schildmann J, Nadolny S, Führer A, Frese T, Mau W, Meyer G, Richter M, Steckelberg A, Mikolajczyk R. Gründe und Einflussfaktoren für die Bereitschaftzur Dokumentation von Präferenzen bezüglich Organspende. Ergebnisse einer Online-Umfrage [Reasons and Influencing Factors for the Willingness to Document Preferences Regarding Organ Donation: Results of an Online Survey]. Psychother Psychosom Med Psychol. 2022 Feb 25. German. doi: 10.1055/a-1718-3896. Epub aheadof print. PMID: 35213903.

Zusammenfassung:

Hintergrund

Unterschiedliche Möglichkeiten zur Regelung der Entscheidung über Organspende wurden im Vorfeld der parlamentarischen Abstimmung am 16.01.2020 diskutiert. Das Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung der Einstellungen der Bürger*innen zur Organspende und Untersuchung der Prädiktoren für die (Dokumentation der) Spendebereitschaft.

Methodik

Querschnittserhebung via Onlinefragebogen in Berlin und Sachsen-Anhalt im Zeitraum von 25.11.2019 bis 16.01.2020. Deskriptive Auswertung und logistische Regressionsanalysen für den Einfluss von Alter, Einkommen und Geschlecht auf Spendebereitschaft, Vorliegen eines Spenderausweises sowie Faktenwissen.

Ergebnisse

Es nahmen 676 von 20 020 eingeladenen Bürger*innen (3,4%) an der Umfrage teil. Eine Widerspruchslösung wurde von 54,9% (n=371) befürwortet, wohingegen 49,4% (n=334) eine Entscheidungslösung befürworteten. 63,3% waren „bereit“ beziehungsweise „eher bereit“ ein Organ zu spenden, 43,2% besaßen einen Organspendeausweis. Die Organspendebereitschaft und die Wahrscheinlichkeit des Besitzes eines Organspendeausweises nahmen mit zunehmendem Alter ab. Ein höherer Bildungsstand war eher assoziiert mit dem Vorliegen eines Organspendeausweises. Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Faktenwissen zur Organspende waren nicht mit der Spendebereitschaft assoziiert. 45,7% derjenigen mit Spendebereitschaft aber ohne Ausweis hatten ihren Willen den Angehörigen kommuniziert. Gründe für eine fehlende Dokumentation der Organspendebereitschaft umfassen neben praktischen Aspekten auch Befürchtungen bezüglich einer Festlegung sowie der medizinischen Versorgung.

Schlussfolgerung

Keine der diskutierten gesetzlichen Regelungen wird von einer deutlichen Mehrheit der Antwortenden getragen. Differenzierte, bevölkerungsbasierte Erhebungen können einen Ausgangspunkt für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote zur Erhöhung der Dokumentation des Willens bezüglich Organspende nach Hirntod bilden.
 



Führer A, Frese T, Karch A, Mau W, Meyer G, Richter M, Schildmann J, Steckelberg A, Wagner K, Mikolajczyk R (2020): COVID-19: Wissensstand, Risikowahrnehmung und Umgang mit der Pandemie. ZEFQ doi: 10.1016/j.zefq.2020.06.002

Zusammenfassung:

Hintergrund

Für den Erfolg der Bemühungen zur Eindämmung einer Epidemie sind die großflächige Umsetzung der Maßnahmen und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung wichtig. Diese Studie untersucht daher den Wissensstand und die Risikowahrnehmung in der frühen Phase der COVID-19-Pandemie und analysiert, wie empfohlene und vorgeschriebene Maßnahmen umgesetzt bzw. eingehalten wurden.

Methode

Im März 2020 wurden die im HeReCa-Online-Panel registrierten Teilnehmer/-innen aus Sachsen-Anhalt, Berlin und Schleswig-Holstein eingeladen, einen Fragebogen mit 65 Fragen zu beantworten.

Ergebnisse

1048 Teilnehmer/-innen beantworteten den Fragebogen. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 3,5%. 83% der Befragten fühlten sich gut oder sehr gut über COVID-19 und das ursächliche Virus informiert. Die meisten Befragten gaben an, vor allem in Bezug auf die Gesundheit von Familienangehörigen (60%) und der Bevölkerung als Ganzes (45%) Angst vor der Pandemie zu haben und fürchteten negative Folgen für die Wirtschaft (79%). 79% der Befragten haben in Reaktion auf die Pandemie individuelle Maßnahmen ergriffen, z. B. das Einhalten von Mindestabständen zu anderen im öffentlichen Raum und Kontaktreduktion. Die staatlich verordneten Maßnahmen wurden überwiegend als sinnvoll und der Situation angemessen wahrgenommen.

Schlussfolgerung

In der Frühphase der Pandemie hat sich ein Großteil der Bevölkerung gezielt mit COVID-19 beschäftigt und setzte individuelle Maßnahmen zur Risikoreduktion um. Die Akzeptanz für die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie war hoch.

 

Hier finden Sie den Volltext:

https://zefq-journal.com/article/S1865-9217(20)30080-5/fulltext