COVID-19: Wissensstand, Risikowahrnehmung und Umgang mit der Pandemie

Führer A, Frese T, Karch A, Mau W, Meyer G, Richter M, Schildmann J, Steckelberg A, Wagner K, Mikolajczyk R (2020): COVID-19: Wissensstand, Risikowahrnehmung und Umgang mit der Pandemie. ZEFQ doi: 10.1016/j.zefq.2020.06.002

 

Zusammenfassung

Hintergrund

Für den Erfolg der Bemühungen zur Eindämmung einer Epidemie sind die großflächige Umsetzung der Maßnahmen und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung wichtig. Diese Studie untersucht daher den Wissensstand und die Risikowahrnehmung in der frühen Phase der COVID-19-Pandemie und analysiert, wie empfohlene und vorgeschriebene Maßnahmen umgesetzt bzw. eingehalten wurden.

Methode

Im März 2020 wurden die im HeReCa-Online-Panel registrierten Teilnehmer/-innen aus Sachsen-Anhalt, Berlin und Schleswig-Holstein eingeladen, einen Fragebogen mit 65 Fragen zu beantworten.

Ergebnisse

1048 Teilnehmer/-innen beantworteten den Fragebogen. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 3,5%. 83% der Befragten fühlten sich gut oder sehr gut über COVID-19 und das ursächliche Virus informiert. Die meisten Befragten gaben an, vor allem in Bezug auf die Gesundheit von Familienangehörigen (60%) und der Bevölkerung als Ganzes (45%) Angst vor der Pandemie zu haben und fürchteten negative Folgen für die Wirtschaft (79%). 79% der Befragten haben in Reaktion auf die Pandemie individuelle Maßnahmen ergriffen, z. B. das Einhalten von Mindestabständen zu anderen im öffentlichen Raum und Kontaktreduktion. Die staatlich verordneten Maßnahmen wurden überwiegend als sinnvoll und der Situation angemessen wahrgenommen.

Schlussfolgerung

In der Frühphase der Pandemie hat sich ein Großteil der Bevölkerung gezielt mit COVID-19 beschäftigt und setzte individuelle Maßnahmen zur Risikoreduktion um. Die Akzeptanz für die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie war hoch.

 

Hier finden Sie den Volltext:

https://zefq-journal.com/article/S1865-9217(20)30080-5/fulltext